24. Juli 2007
Schnorcheln avanciert nicht nur zu einer immer beliebteren Sportart, sondern ist gleichzeitig auch ein faszinierendes Unterwasser-Abenteuer.
Schon mit einer relativ simplen Ausrüstung lässt sich viel Interessantes erleben. Es wird kein Atemgerät benötigt, sondern lediglich ein simpler Schnorchel, der die Luftzufuhr sichert und somit das Schwimmen an der Wasseroberfläche mit Blick nach unten ermöglicht. Dieser Schnorchel besitzt ein Mundstück aus Silikon oder weichem Gummi und ein Atemrohr, welches eine Länge von 40 Zentimetern nicht überschreiten sollte, da das Volumen der ausgeatmeten Luft sonst zu gering ist, um das Rohr rechtzeitig zu verlassen, ehe der nächste Atemzug getätigt wird. Hier würde die ausgeatmete Luft erneut eingeatmet werden, was zu einer kohlendioxidhaltigen Pendelatmung und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen könnte. Manche Modelle besitzen zusätzliche Ventile, die das Eindringen von Wasser verhindern sollen und bereits in den Schnorchel eingetretenes Wasser abfließen lassen.
Weiterhin gehören zu der benötigten Tauchergrundausrüstung, auch ABC-Rüstung genannt, Taucherflossen sowie eine Tauchmaske. Bei Bedarf kann dies durch einen Neopren-Anzug vervollständigt werden.
Um zu Schnorcheln sind keine Vorkenntnisse nötig. Jeder kann sein Tempo selbst bestimmen und auch, falls nötig, viele Pausen machen; die sportliche Belastung ist demnach gering. Ebenso gering ist allerdings auch die Trainingswirkung – wem eine Verbesserung der Kondition oder auch der Abbau von Körperfetten wichtig ist, sollte nicht unbedingt an das Schnorcheln denken. Allein die Beinmuskulatur erfährt Beanspruchung durch die Überwindung des Wasserwiderstandes. Zudem ist diese Methode der Freizeitaktivität gut für Gelenke und Rücken, da das körpereigene Gewicht durch den Auftrieb im Wasser verringert wird.
Gefahren existieren vergleichsweise wenige, aber dennoch sollten einige Dinge beachtet werden. Unumgänglich ist ein ausreichender Sonnenschutz aufgrund der hohen Sonnenreflektion unter Wasser. Es sollte daher niemals nur in Badekleidung geschnorchelt werden, sondern in einem entsprechenden Anzug oder zumindest mit einem T-Shirt am Körper. Daneben sind Meeresbewohner wie Quallen oder Seeigel zu beachten, die mitunter eine schmerzhafte Begegnung erzeugen können.
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