21. Juni 2010
Rudern ist eine gleichförmige und rhythmische Sportart. Stellen wir uns das Rudern vor unserem geistigen Auge vor, so erscheint dort meist das Bild eines Menschen, der allein in einem Boot sitzt und mit beiden Armen gleichzeitig die beiden Ruder bedient. Doch diese Vorstellung ist nicht ganz komplett, denn es gibt grundsätzlich zwei Rudertechniken, das Skullen und das Riemenrudern. Hier zeigen wir Ihnen die Unterschiede.
Beim Skullen werden von einer Einzelperson zwei Ruder bedient, wobei jedes mit einer Hand festgehalten wird. Die Ruder werden symmetrisch zueinander bewegt. Am Beginn eines jeden Zuges sind die Unterschenkel in einer senkrechten Position zur Wasseroberfläche. Die meisten Sculling Boote sind mit einem Rollsitz ausgestattet, der die Bewegung mitläuft. Der Oberkörper ist weit nach vorne gebeugt und liegt manchmal sogar auf den Oberschenkeln auf. Die Arme sind maximal nach vorne ausgestreckt. Dadurch kann eine hohe Schlagweite erreicht werden. Die Kraft kann so direkt ins Wasser übertragen werden. Beim Rudern selbst treten die Beine gegen das Stemmbrett, die Arme bleiben gestreckt.
Die Ruder werden beim Skullen fast gleichzeitig, jedoch mit einem kleinen Abstand in der Reihenfolge geführt. Dies ist notwendig, damit sie nicht in der Mitte der Bewegung aneinander stoßen können. Je nach Bootsmodell und Fahreigenschaften unterscheidet sich die Technik dieses nicht ganz parallelen Skullens. Der Zug der Ruder durch das Wasser erfolgt durch die Muskelkraft der Arme. Sie drücken die Ruder ins Wasser und heben sie auch wieder heraus. Der Oberkörper wird aufgerichtet, und der Ruderer zieht sich mit den Zehen am Stemmbrett nach vorne.
Beim Riemenrudern dagegen wird der Riemen mit beiden Händen gehalten. Er reicht entweder Steuerbord oder Backbord ins Wasser. Deshalb ist es beim Riemenrudern immer wichtig, eine gerade Anzahl von Ruderern im Boot sitzen zu haben. Bei der Rollbewegung dreht der Ruderer seinen Körper in die Richtung der Auslage des Ruders. Seine Schulterachse befindet sich dabei parallel zum Riemen. Die Riemenruderboote sind meist etwas größer in der Abmessung und bieten daher mehreren Fahrern Platz. Doch auch hier muss durch gewisse Techniken darauf geachtet werden, dass die Ruder nicht gegeneinander arbeiten oder sich gegenseitig berühren und stören. Die Feinabstimmung erfolgt häufig über die Kommandos eines Steuermanns.
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