
von G. Br. Knecht
Mit 1.008 Kilometern ist die Sydney-Hobart-Regatta bei weitem nicht die längste Blauwasser-Wettfahrt der Welt, aber sie gilt als eine der tückischsten. Vor allem ihr Mittelstück, die Bass-Straße, jene 210 Kilometer breite und nur 90 Meter tiefe Meerenge zwischen Tasmanien und dem australischen Kontinent, zählt zu den stürmischsten Gewässern der Erde. Wenn über den relativ flachen Meeresgrund Wellen ziehen, die sich über Hunderte von Meilen aufgebaut haben, überschlagen sie sich oft wie die Brandung am Strand. Mitunter türmen sich die Brecher bis zu 20 Meter hoch auf, wie bei der Regatta im Jahr 1998 geschehen. Diesen immensen Naturkräften können selbst perfekt gebaute Segelboote nur eine gewisse Zeit Stand halten. Wie eben 1998, als während des Orkans sechs Teilnehmer starben und Dutzende Segler -- teils verletzt, teils geschockt, teil gestrandet -- vorzeitig aufgeben mussten.
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