21. Juni 2010
Das Kunstspringen oder auch Wasserspringen ist eine Wassersportart mit langer Tradition: Schon im antiken Griechenland wurde von Wasserspringern berichtet. Die Sportart erfordert Mut und Geschick, und so sind ihre Sportler von jeher mit einem hohen Ansehen ausgestattet. Wasserspringen ist eine Olympische Disziplin und wird auch in vielen anderen Wettbewerben ausgetragen. Allgemein ist die Resonanz der Zuschauer sehr hoch; das Wasserspringen ist beliebt und attraktiv und zieht große Zuschauermassen an.
Die Sprünge und Figuren, die beim Kunstspringen gezeigt werden, sind in unterschiedliche Gruppen und Schwierigkeitsgrade unterteilt. Je höher ein Schwierigkeitsgrad eingestuft wird, desto größer ist auch die Anzahl der im jeweiligen Sprung miteinander kombinierten Formen und Figuren. Diese bestehen meist aus einer festgelegten Reihenfolge der allgemeinen Grundsprünge und Grundformen. Folgende Sprünge gelten als Grundformen und müssen sicher beherrscht werden, bevor weiter führende Sprungtechniken eingeübt werden.
Der Absprung vom Brett oder Turm erfolgt vorwärts. Die angeschlossene Drehung wird ebenfalls vorwärts ausgeübt.
Ebenfalls vom Brett oder Turm erfolgt der Absprung beim Rückwärtssprung. Hier wird rücklings mit dem Gesicht zum Sprungturm abgesprungen, die anschließende Drehung erfolgt ebenfalls rückwärts.
Eine Kombination der Vorwärts- und Rückwärtssprünge sind die Auerbachsprünge. Hier erfolgt der Absprung vorwärts, die Drehung jedoch rückwärts.
Sie sind eine Umkehrung der Auerbachsprünge: Der Absprung erfolgt rückwärts, die anschließende Drehung dagegen vorwärts.
Schraubensprünge sind sowohl als Vorwärts- als auch als Rückwärtssprünge möglich. Nach dem Absprung erfolgt eine Drehung, die meist in einer Rotation um die Körperachse des Springers besteht. Schraubsprünge werden häufig mit anderen Elementen kombiniert.
Nur beim Turmspringen werden Handstandsprünge ausgeführt. Sie beginnen mit einem Handstand des Sportlers auf der Absprungplattform, der so weit als möglich am Absprungrand angesetzt wird. Anschließend erfolgen Drehungen und andere Sprungelemente, wie zum Beispiel die Handstandsprünge mit Schrauben.
Für die Bewertung der Ausführung der einzelnen Sprünge kommen noch einige Faktoren hinzu. So wird nicht nur eine saubere Flugphase mit der exakten Bewertung der Ausführung in die Notengebung einfließen, sondern auch das Eintauchen ins Wasser wird bewertet. Hier kommt es weiterhin auf die Körperspannung und das möglichst spritzfreie Eintauchen an. Wird ein Sprung nicht bis zum Ende sauber ausgeführt, so ist er weitgehend wertlos. Das Ende des Sprungs ist dann erreicht, wenn der komplette Körper des Athleten unter der Wasseroberfläche verschwindet.
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