Kitesurfen lernen und Wissenswertes zum Kitebuggyfahren

Kitesurfen: mehrere Kitboards bei Wettbewerb

Wer das Kitesurfen erlernen möchte, sollte sich an eine Surfschule wenden - an Land wiederum erfreut sich das Kitebuggyfahren immer größerer Beliebtheit

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Das Kitesurfen erfreut sich großer Beliebtheit und zieht immer mehr Wassersportler an. Das Kitebuggyfahren hingegen ist eine Fortbewegungsmöglichkeit auf dem Land, die dem Kitesurfen ähnelt, wobei statt des Surfbretts ein Fahrzeug verwendet wird. Aufgrund der guten Platz- und Windverhältnisse wird der Kitebuggy hauptsächlich am Strand benutzt. Durch einen Lenkdrachen erfolgt eine Kraftumwandlung von der Windkraft auf eine Zugkraft, die über vier Leinen an den Kitebuggy übertragen wird.

So lernen Sie das Kitesurfen

Das inzwischen an vielen Stränden populäre Kitesurfen gehört zu den Trendsportarten des Wassersports und ist dort im Extrembereich zu suchen. Kitesurfen erfordert nicht nur Kraft und Geschicklichkeit, sondern auch höchste Beweglichkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Es ist nur mit einem hohen Kraftaufwand zu bewältigen, weshalb der Sport meist nur von Männern jüngeren Alters betrieben wird. Kitesurfen ist

  • gefährlich
  • schnell und
  • sturzintensiv.

Zum Kitesurfen ist ein etwas schwächerer Wind als zum extrem sportlichen Windsurfen notwendig. Dies entdeckten viele Surfer, die ihre Wartezeiten auf Wind überbrücken wollten.

Die großflächigen Segel der Kites sorgen für eine Beschleunigung der sehr schnellen und dynamischen Boards. So sind Kitesurfer vor allem an solchen Stränden zu finden, die auch von Surfern und Windsurfern frequentiert werden.

Das Kitesurfen auf eigene Faust erlernen zu wollen, ist ein meist hoffnungsloses Unterfangen. Wer dies versuchen möchte, der sollte zumindest auf fundierte Kenntnisse aus dem Windsurfen oder dem Segeln zurück greifen können. Doch selbst erfahrene Windsurfer profitieren von den Tipps und Hilfestellungen professioneller Kitesurf-Trainer.

Der Unterricht in einer Surfschule

Am meisten Spaß macht es mit Sicherheit, das Kitesurfen in einer Gruppe zu erlernen. Hier bietet es sich an, einen Einsteigerkurs in einer Surfschule zu buchen. Diese Surfschulen finden sich in den einschlägigen Urlaubsgebieten. Meist sind sie mit einer eigenen Station direkt am Strand vertreten.

Häufig sind die Schulen auch an einen Verleih von Kiteboards und Segeln gekoppelt. Wer einen solchen Kurs bucht, der bekommt meist auch das Material gestellt. Klären Sie aber im Vorfeld ab, ob Neoprenanzüge ebenfalls vorhanden sind und ausgeliehen werden können - dies ist nicht überall der Fall.

Der Kurs für Einsteiger ins Kitesurfen ist in die Unterrichtsblöcke Theorie und Praxis aufgesplittet.

  • Im Theorieteil werden zuerst Techniken und Manöver besprochen und ausführlich erklärt. Zuvor werden die Schüler in die Materialkunde eingeführt. So lernen sie die Fachbegriffe für die einzelnen Zubehörteile kennen.

    Auch die Lehre von Wind und Gewässer zählt zum theoretischen Wissen. In einer guten Schule werden auch Rettungs- und Notsignaltechniken vermittelt.

  • Im praktischen Teil der Ausbildung werden die in der Theorie vermittelten Kenntnisse im und am Wasser wiederholt und die Bewegungsabläufe unter Aufsicht eines Trainers eingeübt.

Wissenswertes zum Kitebuggyfahren

Wer das Kitesurfen ansich interssant findet, jedoch nicht so recht weiß, ob Wassersport sein Ding ist, oder wenn letzteres nicht möglich ist, kann auf das Kitebuggyfahren ausweichen, was man als Land-Alternative des Kitesurfens bezeichnen könnte.

Obwohl die Anfänge des Kitebuggyfahrens bereits Anfang des 19. Jahrhunderts erkennbar waren, hat sich die Sportart erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts etabliert. Insbesondere dem Drachenbauer Peter Lynn ist es zu verdanken, dass es ein Fahrzeug wie den Kitebuggy gibt. Er wollte sich das Lenkdrachenfahren einfacher gestalten.

Nach Deutschland kam der Kitebuggy einige Jahre später, Ende der 90er Jahre erlangte er Popularität. Neben echten Kitebuggys sind etliche Eigenbau-Modelle unterwegs, wobei deren Sicherheit oft fraglich ist.

Zum Kitebuggyfahren benötigt werden ein Kitebuggy sowie ein Powerkite, also ein spezieller Lenkdrachen, der die Kraft auf das Fahrzeug überträgt. Dessen Steuerung übernimmt der Kiter mit den Füßen über die Vorderachse. Die Hinterachse gibt dem Kitebuggy Stabilität.

Verschiedene Modelle

Im Kitebuggyfahren werden zwei Arten unterschieden, bei denen jeweils eigene Buggy-Modelle benutzt werden.

  • Fahrzeuge für das Rennbuggyfahren sind besonders schwer und groß, damit sie selbst bei hohen Geschwindigkeiten eine besondere Laufruhe behalten. Die zu bewältigenden Strecken sind relativ lang.

  • Freestylebuggys hingegen sind leicht und kleiner als die zum Rennen ausgelegten Modelle, damit sie eine gute Wendigkeit besitzen. Im Freestylebuggyfahren werden vor allem Tricks und Sprünge ausgeführt.

Grundsätzlich ist das Kitebuggyfahren dem Kitesailing und hier dem Strandsegeln zuzuordnen.

Geeignete Regionen

  • Besonders geeignet für das Kitebuggyfahren sind natürlich die Strände von Nord- und Ostsee. Als Beispiele seien Norderney und Borkum erwähnt.

  • Auch in Dänemark, Holland und Frankreich haben sich etliche Küstengebiete als geeignete Regionen herauskristallisiert.

  • Im Binnenland sieht man die Kitebuggyfahrer eher selten. Dennoch sind bestimmte Gebiete für das Kitebuggyfahren freigegeben. Meist sind es Wiesen, Felder oder entsprechende Kiteparks mit großem Aeral.

Ökologische und sicherheitstechnische Gründe sind ursächlich dafür, dass das Kitebuggyfahren in einigen Gebieten untersagt ist. Für das Befahren von Naturschutzgebieten werden nicht einmal Sondergenehmigungen ausgestellt. Segelflugplätze, die bis vor einiger Zeit noch beliebter Austragungsort für Wettkämpfe waren, stehen den Kitebuggyfahrern nicht mehr zur Verfügung.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Kiteboarding competition © Ints - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema