14. Juni 2010
Viele Sportarten sind durch ihre Ausrichtung an eine bestimmte Saison gebunden. Doch was tun die Wintersportler im Sommer und die Sommersportler im Winter, um sich fit zu halten und sich nicht zu langweilen? Welche Möglichkeiten haben Kanusportler im Winter, ihrem Hobby nachzugehen und ihre gute Form zu halten?
Zugegeben, hier ist etwas Phantasie gefragt. Und selbst die nützt nichts, wenn keine geeignete Infrastruktur vorhanden ist. Im Winter ist es nicht mehr möglich, auf Flüssen und Seen mit dem Kanu zu fahren. Selbst wenn die Gewässer noch nicht zugefroren sind, so sind die Wassertemperaturen doch viel zu niedrig. Würde ein Kanute kentern, so könnte er im nur wenige Grad kalten Wasser höchstens ein paar Minuten überleben. Einmal ganz davon abgesehen, dass er beim Fahren so viel wärmende Schutzkleidung tragen müsste, dass ihm diese beim Sturz ins Wasser das Schwimmen unmöglich macht. Das Trainieren im Freiwasser ist also zu gefährlich.
Es mag überraschend klingen, aber es ist durchaus möglich, mit dem Kanu auch in einem Schwimmbad zu trainieren. Natürlich können hier keine Strecken gefahren werden, doch ein Techniktraining kann durchgeführt werden. Dazu muss die Schwimmhalle für einen bestimmten Zeitraum vom Betreiber gemietet werden. Auf diese Weise können die Kanuten ihre Technik verbessern und zum Beispiel Rollen, Wendemanöver oder Rettungstechniken üben.
Wer im Winter nicht aufs Kanufahren verzichten kann, der hat die Möglichkeit, seinen Urlaub in wärmeren Gefilden zu verbringen und sich dort seinem Sport zu widmen. Viele Sportreiseveranstalter bieten ein extra Kanuprogramm in den Wintermonaten an. Auf diese Weise lassen sich neue Länder und Kontinente entdecken.
Wer all diese Möglichkeiten nicht hat oder nicht nutzen möchte, der sollte im Winter darauf achten, dass er seine gute sportliche Form nicht einbüßt. In fast allen Sommersportarten werden die Wintermonate jedoch hauptsächlich zur Regeneration genutzt. Das bedeutet, dass das Training nicht auf Verbesserung und Wettkampfvorbereitung ausgelegt ist, sondern dass vielmehr eine gute Grundkondition erhalten, der Körper aber gleichzeitig geschont wird. So können mögliche Sportverletzungen oder Überlastungserscheinungen aus der letzten Saison gründlich ausgeheilt werden. Für Kanuten bietet sich das Krafttraining im Fitness-Studio an. Wer sich in der frischen Luft bewegen möchte, der kann Joggen, Walken oder Skilanglauf betreiben. Auch das Klettern ist bei vielen Kanuten beliebt, da es Kraft für die Arme bringt.
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