14. Juni 2010
Das Höhlentauchen gilt als die Königsdisziplin des Tauchens. Es bleibt jedoch nur einer kleinen Gruppe von Tauchern vorbehalten, da es ebenso anspruchsvoll wie gefährlich ist. Die meisten Sporttaucher dringen daher lediglich bis in den Tauchbereich 1 vor, bei dem es sich um die vom Tageslicht beschienenen Areale einer Höhle oder Grotte handelt. Platzangst tritt meist erst im Tauchbereich 2 oder im Tauchbereich 3 auf. Was Sie dabei beachten sollten, haben wir hier für Sie zusammen gestellt.
Grundsätzlich sollten Sie - auch wenn Sie ein geübter Sporttaucher sind - vom Gedanken ans Höhlentauchen Abstand nehmen, wenn Ihnen bereits bekannt ist, dass Sie unter Platzangst leiden oder diese schnell entwickeln können. Platzangst kann in ihren zwei Formen auftreten: Am bekanntesten ist die Platzangst, die in engen Räumen entwickelt wird, zum Beispiel in Aufzügen. Hier fühlt sich der Betroffene eingeengt und erdrückt, häufig fühlt er auch eine aufsteigende Atemnot. Doch auch die Angst auf freien Plätzen und im freien Gelände ist eine Form der Platzangst. Hier fühlt sich der Betroffene zwar nicht eingeengt, jedoch umso mehr verloren. Da ihm die räumlichen Grenzen optisch fehlen, macht sich eine Orientierungslosigkeit bemerkbar. Gerade beim Höhlentauchen in der Tiefe des Wassers, bei einem optisch gleichförmigen Untergrund und bei schlechten Sichtverhältnissen, kann auch diese Form der Platzangst auftreten, die durch Orientierungslosigkeit noch verstärkt wird.
Doch auch Taucher, die in ihrem täglichen Leben keineswegs unter Platzangst leiden und denen psychische Angstzustände völlig unbekannt sind, können beim Höhlentauchen von der Platzangst befallen werden. Nun ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Tritt die Platzangst auf, so sollte der Taucher versuchen, sie durch vernünftige Argumentation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Gelingt dies nicht, sollte er sich langsam und besonnen in Richtung des Ausstiegs begeben und den Tauchgang abbrechen. Schlimme Folgen kann es haben, wenn der Taucher durch die Platzangst in Panik gerät und sich hektisch und unvernünftig verhält. Geschulte Tauchlehrer und Tauchgruppenleiter kennen die Problematik der plötzlichen Platzangst und wissen, wie sie dem Betroffenen helfen können. Manchmal hilft bereits die beruhigende Anwesenheit einer erfahrenen Person, um die schlimmsten Angstzustände wieder abzumildern.
Als Taucher sollten Sie sich also im Höhlentauchen nur langsam vorwagen. Testen Sie erst allgemein, wie Sie mit dem Höhlentauchen auch psychisch zurecht kommen, bevor Sie sich in zu kleine Höhlen und durch zu enge Durchgänge wagen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
07.05.11 | |
![]() | HöHLENTAUCHEN |
30.01.11 | |
![]() | HöHLENTAUCHEN |
14.12.10 | |
![]() | HöHLENTAUCHEN |
31.05.10 | |
![]() | HöHLENTAUCHEN |
24.03.10 | |
![]() | HöHLENTAUCHEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Höhlentauchen Forum


Das Tauchen bzw. Höhlentauchen mit Sidemount-Konfiguration (Sidemount-Diving) hat in Deutschland einen sehr geri...