1. Juli 2010
Das Eistauchen gilt als eine der größten Herausforderungen im Tauchsport. Es ist nicht nur technisch höchst anspruchsvoll, sondern birgt auch viele Gefahren. Nur geübte Taucher mit langjähriger Erfahrung in den verschiedensten Gewässern sollten sich dem Eistauchen annähern. Eine spezielle Ausbildung im Eistauchen ist zudem unbedingt erforderlich, bevor sich der Taucher unter die Eisoberfläche begibt. Wer sich und seine Teamgefährten nicht unnötig in Lebensgefahr bringen möchte, der sollte eine gute Ausbildung im Eistauchen absolvieren und die wichtigsten Regeln beachten.
Unter dem Eis wird grundsätzlich nur in der Gruppe getaucht. Die ideale Größe einer solchen Tauchgruppe besteht aus drei bis fünf erfahrenen Tauchern. Ein Taucher bleibt als Sicherungstaucher mit der Außenstation in Verbindung, die ebenfalls besetzt sein muss. Geradezu leichtsinnig wäre es, keine Aufsichtsperson am Einstiegsloch zu postieren.
Eine Tauchgruppe führt in der Regel mindestens zwei Sicherungsseile mit sich. Diese dienen der Orientierung und werden am Einstiegsloch befestigt. Wichtig ist es, beim Tauchgang den Kontakt zum Sicherungsseil nicht zu verlieren, denn es weist den Weg zurück an die Wasseroberfläche und zur Öffnung im Eis. Bereits in wenigen Metern Entfernung ist das Einstiegsloch als solches nicht mehr erkennbar. Eine Orientierung ohne Seil ist also so gut wie gar nicht möglich. Das zweite Sicherungsseil wird vom Sicherungstaucher geführt und überwacht. Über Zugsignale kann er mit dem Sicherungsseil Kontakt zum Außenposten halten und Informationen an ihn durchgeben.
Sehr wichtig ist auch die ideale Ausrüstung der Taucher beim Eistauchen. So werden hier in der Regel zwei separate Luftflaschen pro Person mitgeführt, die über zwei Mundstücke zugänglich sind. Die Gefahr ist sehr groß, dass ein Mundstück im Eiswasser einfriert und nicht mehr nutzbar ist. Ein geübter Taucher sollte auch im Umgang mit seinem Material bereits eine hohe Sicherheit erworben haben. Nur so kann er im Zweifelsfall besonnen reagieren und technische Probleme am Material verhindern oder beheben.
Zur Ausbildung beim Eistauchen gehört es jedoch auch, beim Taucher eine Verantwortung für die Umwelt zu wecken. So werden Einstiegslöcher im Eis meist mit Äxten oder Sägen angelegt. Diese Methoden sind zwar etwas aufwändiger, jedoch wesentlich umweltfreundicher als das Arbeiten mit Sprengsätzen oder ölbetriebenen Motorsägen. Wichtig: Nach dem Verlassen der Tauchstelle muss das Einstiegsloch auch wieder gesichert werden.
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30.08.11 | |
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26.05.10 | |
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30.03.10 | |
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