14. Juni 2010
Wer das Delfinschwimmen erlernen möchte, der muss einiges an Geduld und Ausdauer mitbringen. Idealerweise beginnt ein Trainingskurs mit der einführenden Theorie. Erst wenn sie verstanden ist, gilt es, das Wissen in Bewegungsabläufe umzusetzen. Bis diese jedoch verstanden und eingespielt sind, vergeht einiges an Zeit, und viele Kilometer müssen zurück gelegt werden.
Um das Delfinschwimmen stilistisch sauber zu erlernen, gibt es einige technische Übungen, die der Anfänger im Wasser durchführen kann, um seine Motorik und sein Körpergefühl zu schulen. Doch auch versierte Wettkampfschwimmer und Hochleistungssportler nutzen diese und ähnliche technische Übungen, um an ihrem Stil zu feilen, ihn zu verfeinern und zu perfektionieren. Wird zu lange Zeit ohne technische Übungen trainiert, so besteht das Risiko, dass stilistische Fehler und Unsauberkeiten sich einschleichen.
Die stilistischen Übungen beim Delfinschwimmen dienen auch der Kraftersparnis. Selbst ein ambitionierter Schwimmer dürfte kaum in der Lage sein, ein ein- oder zweistündiges Trainingsprogramm ausschließlich in der Delfinlage zu absolvieren. Wer dennoch üben möchte, kann dies mit kraftschonenderen Varianten tun.
Eine sehr wirkungsvolle Übung für das Delfinschwimmen sind die so genannten Gleitzüge. Mit ihnen wird die Wellenbewegung des Körpers eingeleitet. Der ungeübte Schwimmer kann mit dieser Technik lernen, seinen Körper dem Wasser zu überlassen, und die von der Armarbeit ausgehende Welle durch den Körper gleiten zu lassen. Bei den Gleitzügen bleibt ein Arm nach vorne ausgestreckt. Der jeweils andere Arm führt die Armbewegung des Delphinschwimmens aus. Vereinfachend und kraftschonend wirkt sich hier aus, dass der Schwimmer sich bei dieser Übung aus der waagrechten Lage entfernt und eine halbe Seitlage einnimmt. Dies erleichtert die Atmung und sorgt für ein verstärktes Wassergefühl. Die vorne liegende Hand dient dabei der Stabilisierung des Körpers.
Diese Technik stellt eine Mischung aus dem Freistil- und dem Delfinschwimmen dar und ist auch für den Anfänger mit etwas Übung zu bewältigen. Verschiedene Ausführungen bieten sich an: So kann zum Beispiel eine Bahnlänge lang immer wieder mit demselben Arm gezogen werden, beim Rückweg ist dann der andere Arm an der Reihe. Um dem Körper eine symmetrische Lage zu verleihen, kann jedoch auch mit den Armen jeweils abwechselnd gezogen werden. Auch abwechselnde Züge in der Zweier- oder Dreierreihenfolge sind denkbar.
Wer die Wellenbewegung noch nicht beherrscht, der kann sie zu Übungszwecken auch mit einem tiefen Abtauchen in Richtung des Bodens verbinden. Auf diese Weise wird besonders Einsteigern meist sehr gut deutlich, wie die Körperbewegung und die Körperspannung die Schwimmrichtung beeinflussen können.
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