14. Juni 2010
Das Apnoetauchen, das Tauchen mit der körpereigenen Luft und ohne Zusatzgeräte und Hilfsmittel, ist eine breit gefächerte Sportart. Aus dem einfachen Tauchen heraus, das beinahe jedes Kind beherrscht, hat sich eine komplexe Leistungs- und Wettkampfszene mit verschiedenen Disziplinen und einem umfassenden Regelwerk gebildet. Dennoch bleibt das Apnoetauchen eine der am wenigsten beachteten Wassersportarten. Im wesentlichen wird beim Apnoetauchen zwischen Pool- und Tieftauchdisziplinen unterschieden.
Bei den Pooldisziplinen ist der Absprung vom Beckenrand verboten.
Hier wird die Zeitdauer der Apnoe, des Atemstillstands, gewertet. Während der zu messenden Zeit liegt der Taucher bäuchlings mit dem Gesicht nach unten im Becken, unterhalb der Wasseroberfläche, ohne sich nennenswert zu bewegen. Das Tragen eines Neoprenanzugs ist erlaubt.
Die zurück gelegte Strecke mit Flossen wird gemessen, die der Taucher ohne Atmung bewältigen kann. Es wird dabei eine Monoflosse benutzt, und der Start erfolgt aus dem Wasser.
Auf der zurück gelegten Strecke darf ein einziger Atemzug ausgeführt werden.
Ein einzelner Taucher muss die Strecke von 50 Metern 16 mal in Folge tauchend bewältigen. Atempausen sind nur in den Intervallen zwischen den einzelnen 50-Meter-Strecken zulässig, die Zeitmessung läuft in dieser Zeit weiter.
Hier kann mit konstantem oder wechselndem Gewicht getaucht werden.
Mit einem einzigen Atemzug muss der Taucher so tief als möglich und wieder an die Oberfläche zurück gelangen. Der körpereigene Auftrieb wird mit zusätzlichen Sinkgewichten unterdrückt. Jedoch muss der Taucher das Gewicht, das er zum Sinken benutzt, auch beim Aufstieg wieder mit sich führen. Die Wertung erfolgt in Metern der überwundenen Tiefe.
Das Tieftauchen mit konstantem Gewicht kann mit oder ohne Flossen ausgeführt werden, unterliegt dann aber einer separaten Wertung. Ein Tiefseil dient der Orientierung, darf aber nur vor dem Abtauchen und direkt bei der Wende berührt werden. Das Tieftauchen mit Flossen gilt als die Königsdisziplin des Apnoetauchens.
Der Taucher benützt weder Gewichte noch Flossen, darf sich jedoch an dem vorhandenen Seil festhalten und in die Tiefe sowie zurück an die Oberfläche ziehen.
Bei diesem Tauchvorgang nutzt der Taucher ein Gewicht, um in die Tiefe zu gelangen. Dort angekommen, darf er es zurück lassen.
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