Tanzen im Jumpstyle, Lindy-Hop und Co. - verschiedene Tanzstile und -trends im Überblick

Junger sportlicher Typ mit Kapuze beim Tanzen, Schwebeaufnahme

Der Lindy-Hop stammt aus den 20er Jahren und basiert auf dem Swing und der Bollywood-Trend aus Indien spiegelt sich auch in den typischen Filmen wider

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Jumpstyle ist ein Tanzstil, der gemeinsam mit der elektronischen Musik in den 90er Jahren seinen Durchbruch feierte. Seine Ursprünge liegen allerdings in den 50er Jahren, denn das Geheimnis des Tanzstils ist die "Beinarbeit", die schon in den amerikanischen Tanzlokalen dieses Jahrzehnts aufkam. Heute ist der Stil sogar so populär, dass er es mancherorts bis in die Fitnessstudios geschafft hat.

Jumpstyle

Jumpstyle als Musikrichtung ist heute insbesondere in Mitteleuropa sehr populär. Geprägt werden die Lieder durch ein minimales Arrangement und eine ebensolche Melodie. Die Musik, die mit 140 bis 150 Beats pro Minute gespielt wird, gefiel den Leuten von Beginn an, doch sie wussten nicht so recht, wie sie dazu tanzen sollten. Irgendwann wurde deshalb der Name einfach wörtlich genommen.

Auf verschiedenen Videoportalen zeigte unterschiedliche Künstler ("Jumper") beeindruckende Tanzmoves zum Jumpstyle, die darauf basierten, dass sie ihre Beine nach vorne und wieder zurückwarfen. Bis zum heutigen Tag hat sich daran kaum etwas geändert. In den Tanzstil wurden zudem Kicks und Drehungen integriert.

Zudem wurde es üblich, als Pärchen (Duo-Jump) oder in Gruppen zu tanzen und dabei stets die gleichen Bewegungen auszuführen. Gruppenauftritte werden deshalb bis heute gerne im Fernsehen eingesetzt, wenn eine beeindruckende Choreographie gezeigt werden soll. Für die Tänzer stellen die Gruppenauftritte zudem die höchste Kunstform des Jumpstyles dar, denn es ist unter ihnen verpönt, einen anderen Tänzer zu berühren.

Der Jumpstyle erobert die Sportstudios

Viele Tanzschulen bieten Kurse im Jumpstyle an, doch einige Fitness-Trainer, die zugleich begeisterte "Jumper" waren, bemerkten, dass der Tanzstil nicht nur ein großartiges Freizeitvergnügen darstellt, sondern auch als Workout keine schlechte Figur macht.

So

Immer öfter gibt es deshalb speziell abgestimmte Workouts, die zum Beispiel dazu dienen,

  • die Beine zu stärken
  • den Bauch und den Rücken zu stählen oder
  • für den bei den Frauen so beliebten "Knackpo" zu sorgen.

Ein neuer Trend: Battles

Doch nicht nur die Sportstudios sorgen dafür, dass der Jumpstyle noch immer an Popularität zulegen kann und sich die Szene vergrößert. Seit einigen Jahren kommt es verstärkt zu Battles, bei denen mehrere Gruppen (Jump Forces) gegeneinander antreten und versuchen, die beeindruckendste Choreographie zu präsentieren.

Lindy-Hop

In den Großstädten macht seit einigen Monaten ein neuer Tanztrend von sich Reden: Lindy-Hop. Wobei neu eigentlich das falsche Wort ist, denn schon die Großeltern und Urgroßeltern der heutigen Generation tanzten auf diese Weise. Sie wussten freilich noch nicht, dass der Tanz nicht nur ihrer Seele, sondern auch ihrem Körper gut tut.

Eine Schöpfung der Golden Twenties

Erfunden wurde der Tanz in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, die zumeist als "Golden Twenties" bezeichnet werden. Er stammt aus den USA und basiert auf dem Swing. In Windeseile verbreitete er sich in der gesamten westlichen Welt.

In Deutschland fand er in den 20er Jahren gerade in Berlin viele Anhänger. Durch den Krieg verschwand er jedoch wieder für einige Jahrzehnte und tauchte erst in den 50er Jahren wieder auf und entwickelte einige Charakeristika, die bis heute für ihn typisch sind. Dazu gehört

  • die Pomade im Haar ebenso wie
  • die langen Stoffröcke der Frauen, die sich zum Herumwirbeln eignen.

Mit dem aufkommenden Rock'n'Roll schien die Geschichte des Lindy-Hops jedoch beendet zu sein, doch seit einigen Jahren findet der Swing in den deutschen Großstädten als Musikrichtung wieder mehr Zulauf, was den Lindy-Hop abermals reanimierte.

Nicht nur Tanz, sondern auch Training

In jeder größeren Stadt gibt es Tanzschulen, die wieder Kurse im Lindy-Hop anbieten und dabei die Teilnehmer auch auf die körperlichen Anforderungen vorbereiten. So beinhaltet der Tanz beispielsweise Komponenten von afrikanischen Stammestänzen, die diese dazu verwendet haben, um sich körperlich fit zu halten.

Ein Beispiel dafür ist, dass man oft in die Knie gehen (in der Sprache der Tänzer: "Bouncen") muss. Der Tanz sorgt auf diese Weise für eine gute Kondition und schult die Beinmuskulatur sowie den Oberkörper. Einige Tanzlehrer bezeichnen ihn sogar als ideales Ganzkörpertraining.

Als solches sollte man sich vor dem Tanzen aufwärmen, denn die Belastungen für Bänder und Sehnen sind enorm. Dies gilt für Trainierte ebenso wie für Untrainierte, denn die Bewegungsabläufe beim Tanzen sind andere als beim Joggen oder beim Krafttraining.

Nach einigen Tanzstunden gewöhnt sich der Körper jedoch auch an die Belastungen – der Spaß an den Bewegungen macht die Anstrengungen zudem leichter.

Bollywood - Tanz- und Filmkultur in Indien

Darsteller in Bollywood - davon träumen vor allem viele Teenager und junge Gesangs- und Tanztalente. Doch wieso ausgerechnet Indien? Was bedeutet der Kunstbegriff "Bollywood"? Wodurch unterscheiden sich die Bollywood-Produktionen von anderen Filmen? Mehr über den Bollywood-Mythos und seine Sogwirkung erfahren Sie hier.

Bislang galt Hollywood als das Mekka des Films. Jedes Starlet träumte von der ganz großen Hollywood-Karriere, denn in den Hügeln von Los Angeles werden die Filme geboren. Hier treffen sich Regisseure, Schauspieler und Autoren, hier entstehen die bunten Träume. Hier werden die Jobs vergeben.

Das europäische Pendant zu Hollywood ist das französische Cannes. Inzwischen hat sich der Mythos etabliert, und Hollywood ist tatsächlich die erste Adresse für alle, die von einer großen Filmkarriere träumen. Dass es jedoch nicht automatisch Aufträge regnet, so bald man den Fuß auf den heiligen Boden setzt, das vergessen leider immer noch zu viele junge Anwärter. Denn um an Aufträge und gute Rollen zu kommen, benötigt man neben Talent auch noch eine entsprechende Vita und vor allem viele Beziehungen.

Das Pendant zu Hollywood

Eine ganz neue Filmkultur hat sich in Indien entwickelt. Eher langsam und unbemerkt ist sie entstanden, um dann eines Tages schlagartig durchzubrechen.

Das Faszinierende an der Bollywood-Bewegung ist die Verschmelzung des Indischen mit dem amerikanischen und dem europäischen Geschmack. Indische Filme wirken auf westliche Betrachter meist kitschig und unrealistisch. Sie zeichnen eine schöne, heile, reiche, gesunde Welt und sind in ihren Strukturen sehr einfach. Gut und Böse wird strikt getrennt.

Waren diese Filme für den westlichen Markt ursprünglich total uninteressant, so wurde nun auf einen Schlag ihr Kultpotenzial erkannt. Das Überzeichnete ist es, was den wohltuenden Kontrast zu den gängigen Produktionen ausmacht.

Der Erfolg der Bollywood-Filme

Innerhalb weniger Monate eroberten sich die indischen Produktionen einen erheblichen Marktanteil. Sie sind begehrt, und so wurde ihnen, in Anlehnung an den Begriff der Hollywood-Produktionen bald die Markenbezeichnung "Bollywood"-Produktionen zugeschrieben.

Heute ist Bollywood ein fester und bekannter Begriff, der die typischen indischen Filme bezeichnet. In ihnen wird sehr viel gesungen und getanzt, immer mehr werden auch europäische Schauspieler und Tänzer eingesetzt. Viele junge Menschen wittern hier eine ganz außergewöhnliche Karrierechance, die sie so auf dem hart umkämpften europäischen und amerikanischen Markt nie vorfinden würden. Jetzt gilt es die Gunst der Stunde zu nutzen.

Grundinformationen und Hinweise zum Tanzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: the dancer © Alexander Yakovlev - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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