Der Jumpstyle ist ein Tanzstil, der gemeinsam mit der elektronischen Musik in den 90er Jahren seinen Durchbruch feierte. Seine Ursprünge liegen allerdings in den 50er Jahren, denn das Geheimnis des Tanzstils ist die "Beinarbeit", die schon in den amerikanischen Tanzlokalen dieses Jahrzehnts aufkam. Heute ist der Stil sogar so populär, dass er es mancherorts bis in die Fitnessstudios geschafft hat.
Jumpstyle als Musikrichtung ist heute insbesondere in Mitteleuropa sehr populär. Geprägt werden die Lieder durch ein minimales Arrangement und eine ebensolche Melodie. Die Musik, die mit 140 bis 150 Beats pro Minute gespielt wird, gefiel den Leuten von Beginn an, doch sie wussten nicht so recht, wie sie dazu tanzen sollten. Irgendwann wurde deshalb der Name einfach wörtlich genommen.
Auf verschiedenen Videoportalen zeigte unterschiedliche Künstler ("Jumper") beeindruckende Tanzmoves zum Jumpstyle, die darauf basierten, dass sie ihre Beine nach vorne und wieder zurückwarfen. Bis zum heutigen Tag hat sich daran kaum etwas geändert. In den Tanzstil wurden zudem Kicks und Drehungen integriert.
Zudem wurde es üblich, als Pärchen (Duo-Jump) oder in Gruppen zu tanzen und dabei stets die gleichen Bewegungen auszuführen. Gruppenauftritte werden deshalb bis heute gerne im Fernsehen eingesetzt, wenn eine beeindruckende Choreographie gezeigt werden soll.
Für die Tänzer stellen die Gruppenauftritte zudem die höchste Kunstform des Jumpstyles dar, denn es ist unter ihnen verpönt, einen anderen Tänzer zu berühren.
Viele Tanzschulen bieten Kurse im Jumpstyle an, doch einige Fitness-Trainer, die zugleich begeisterte "Jumper" waren, bemerkten, dass der Tanzstil nicht nur ein großartiges Freizeitvergnügen darstellt, sondern auch als Workout keine schlechte Figur machen.
So schult der Tanzstil eher unabsichtlich praktisch alle Muskelgruppen im Körper und dient zudem als Ausdauertraining.
Immer öfter gibt es deshalb speziell abgestimmte Workouts, die zum Beispiel dazu dienen, die Beine zu stärken, den Bauch und den Rücken zu stählen oder für den bei den Frauen so beliebten "Knackpo" zu sorgen.
Doch nicht nur die Sportstudios sorgen dafür, dass der Jumpstyle noch immer an Popularität zulegen kann und sich die Szene vergrößert. Seit einigen Jahren kommt es verstärkt zu Battles, bei denen mehrere Gruppen (Jump Forces) gegeneinander antreten und versuchen, die beeindruckendste Choreographie zu präsentieren.
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