22.000 EUR für einen Tanz mit Ashton Kutcher

Blonde Frau lächelt in Kamera, hält Geldscheine vor Gesicht

Kutcher lässt sich für einen wohltätigen Zweck für einen Tanz versteigern

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Schlagzeile lässt aufhorchen: Eine reiche Russin bezahlt tatsächlich 22.000 EUR für einen kurzen Tanz mit dem Schauspieler Ashton Kutcher. Verrückt, möchte man meinen. Oder beneidenswert, rechnet man die Summe auf einen Stundenlohn um. Doch was steckt tatsächlich hinter dieser Meldung? Handelt es sich bei dem Vorgang nur um die Befriedigung einer schrillen Laune, oder steckt womöglich mehr dahinter?

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Wie immer sollte man sich hier nicht allzu vorschnell ein Urteil bilden, denn jede Geschichte hat bekanntlich zwei Seiten. Sammelt man weitere Informationen, so stellt sich der Sachverhalt schon ganz anders dar: In Moskau findet ein Wohltätigkeitsball statt, bei dem Spendengelder zu Gunsten kambodschanischer Straßenkinder gesammelt werden.

Doch heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach, den reichen Menschen ihre Spenden einfach so zu entlocken. Sie möchten etwas dafür geboten bekommen und etwas erleben. Sonst könnten sie ja einfach auch ohne Ball und Veranstaltung und Öffentlichkeitswirksamkeit spenden.

Ein unvergesslicher Tanz

Also wird auf diesem Ball etwas ganz Besonderes angeboten: Der Schauspieler Ashton Kutcher lässt sich für Geld versteigern. Leider nur für einen einzigen Tanz, aber die in Moskau bestens bekannte Society-Dame Olga Rodionowa bietet trotzdem sehr hoch mit. Für 22.000 EUR ersteigert sie einen Tanz mit Ashton Kutcher, und kann ihren Zuschlag gleich auf dem Ball einlösen.

Mit dieser Info erscheint die erste Meldung schon etwas weniger skurril, und man kann die Beweggründe besser nachvollziehen. Sicher stand bei der Dame im Vordergrund, etwas Gutes zu tun und viel Geld zu spenden. Dass sie damit in die positiven Schlagzeilen gerät und die Gelegenheit zu einem Tanz mit einem attraktiven Schauspieler erhält, sind sicher vertretbare Nebeneffekte.

Wir wissen nicht, wie reich die Dame tatsächlich ist. Da sie die Summe freiwillig investiert hat, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass sie ihre Zusage nicht bereut, und sich den hohen Betrag von 22.000 EUR auch ohne weiteres leisten kann. Hier regeln sozusagen Angebot und Nachfrage den Markt.

Grundsätzliche Diskussionen entbrennen natürlich immer wieder zu dem Thema, ob es moralisch oder unmoralisch ist, zum Zwecke der Spendengewinnung luxuriöse Events aufzuziehen, die ihrerseits Unmengen an Budget verschlingen. Fakt ist jedoch, dass selbst nach Abzug aller Unkosten meist noch beträchtliche Summen übrig bleiben, die dem guten Zweck zugeführt werden können.

Den kambodschanischen Waisenkindern dürfte es tatsächlich egal sein, woher das Geld für ihre Unterstützung stammt.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Modern woman showing cash with space to copy © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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