
von Agnesa Kadur
Weil sie so anders aussah, nannte man das Mädchen liebevoll "kleiner Zigeuner". Das paßte auch zu ihrem Temperament, das eine strenge Erziehung in der DDR kaum zügeln konnte. Und fühlte sie sich deshalb wieder einmal unverstanden, redete sie mit ihrem Schutzengel, ihrem "Ami". Erst als erwachsene Frau und Mutter dreier Söhne erfährt Agnesa Kadur auf wundersame Weise, daß sie tatsächlich einen amerikanischen Vater hat. Nun weiß sie, von wem ihre Söhne das Tanztalent geerbt haben: vom Tango-König von New York. Agnesa Kadur macht sich auf, ihn zu finden. Ihre zehn Jahre währende Reise zu ihren Wurzeln beginnt nach dem Fall der Mauer und führt sie nach Bayern, in den Schwarzwald, über Wien und Sizilien schließlich nach New York. Sie erlebt viele ungewöhnliche Begegnungen, und ganz allmählich vervollständigt sich so das Puzzle ihrer Identität. Am Ende ihrer Spurensuche schaut sie in die Augen ihres Halbbruders und weiß, daß sie endlich angekommen ist.
02.05.12 | |
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