10. Februar 2011
"Riverdance" ist der Name einer kurzen Showeinlage, die von Michael Flatley zum Eurovision Song Contest 1994 als Pausenunterhaltung produziert wurde. Was ursprünglich lediglich als Name einer einzelnen Produktion und Darbietung gedacht war, steht inzwischen längst sinnbildlich für eine ganz spezielle Mischung aus Tanzstil und Musikrichtung und wird als eigenes Kulturgut gepflegt und erweitert. Mehr über "Riverdance" und seine Ursprünge erfahren Sie hier.
"Riverdance" kombiniert den traditionellen irischen Steptanz (Irish Dance) mit ursprünglicher keltischer Musik. Die Besonderheit des irischen Steptanzes sind die sehr schnellen Beinbewegungen. Rumpf und Arme verharren dabei in einer unnatürlich anmutenden starren Position. Bei der Produktion "Riverdance" sind außergewöhnlich viele Tänzer im Einsatz: Bis zu 20 Personen steppen hier auf der Bühne in perfekter Synchronität. Eine solche Darbietung wurde zuvor niemals aufgeführt.
Die Musik zu "Riverdance" wurde von Bill Whelan komponiert. Der Soundtrack konnte sich 18 Wochen lang als Nummer 1 in den Charts halten. Mitwirkende am Soundtrack sind die Gruppen Anuna, das RTE Concert Orchestra, Davy Spillane und andere traditionelle irische Musiker. Die Authentizität der Musik ist unverkennbar, ebenso wie die keltischen Einschläge, die durch ihre Einfachheit hervorstechen.
Als erweiterte und ausgereifte Bühnenshow war "Riverdance" ab 1994 in Dublin zu sehen. Die Protagonisten waren der Initiator Michael Flatley sowie die berühmte amerikanische Tänzerin Jean Butler, die ebenfalls irische Wurzeln hat. Die kompletten fünf Wochen lang war die Vorführung bis auf den letzten Platz ausverkauft. Weitere Aufführungen im Point Theatre und im Hammersmith Apollo in London schlossen sich an, die ebenfalls restlos ausverkauft waren.
"Riverdance" enthält neben dem Steptanz auch musikalische und tänzerische Elemente des spanischen Flamenco und verschiedener osteuropäischer Tänze. Ab 1995 arbeitete Michael Flatley an der Nachfolgeshow "Lord of the Dance", deren Gallionsfigur er wurde. Ab 1996 wurde "Riverdance" in der Radio City Music Hall in New York und am Gershwin Theatre am Broadway aufgeführt. Die 5.000. Aufführung konnte in San Francisco gefeiert werden. Durch die hohe Nachfrage wurde "Riverdance" zum Teil zeitgleich von verschiedenen Gruppen rund um den Globus, jedoch immer unter der Regie von Michael Flatley, aufgeführt. Damit zählt "Riverdance" zu den weltweit populärsten und best besuchtesten Produktionen überhaupt und füllt bis heute die größten Stadien.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
20.10.11 | |
![]() | STEPTANZ |
![]() | STEPTANZ |
02.04.11 | |
![]() | STEPTANZ |
25.01.11 | |
![]() | STEPTANZ |
30.06.10 | |
![]() | STEPTANZ |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Steptanz Forum


Das Resümee seiner vielseitigen Erfahrungen legt Roger M. Louis in seinem vorliegenden Lehrgang der interessiert...