Der Samba gehört neben Cha Cha Cha, Rumba, Paso Doble und Jive zur Gruppe der fünf lateinamerikanischen Gesellschafts- und Turniertänze. Er wird paarweise zur Samba- und Popmusik im 2/4-Takt getanzt. Mit der ursprünglich brasilianischen Tanzweise hat der Samba heutzutage nur noch wenig gemeinsam.
Der Samba ist ein sehr beliebter Gesellschafts- und Turniertanz. Seine Bezeichnung verdankt er der gleichnamigen Musikrichtung, wobei mit "Samba" der charakteristische 2/4-Takt der Musik beschrieben wird. Der Samba wird paarweise getanzt und hat seinen Ursprung in afrikanischen Ländern. Inzwischen gehört er aber auch in Europa zum festen Programm der Standard Tänze.
Im 19. Jahrhundert wurde der Samba von kongolesischen Sklaven, aus dem Sudan und aus Angola nach Brasilien importiert. In seinen Ursprüngen handelte es sich beim Samba noch um einen von vielen Personen getanzten Kreistanz. Die Musik wurde getrommelt. Erst in den 1920er Jahren kam der Samba in seiner inzwischen veränderten Form von Brasilien aus nach Europa. Deshalb wird er heute häufig als lateinamerikanischer Tanz bezeichnet. Es dauerte jedoch bis nach dem zweiten Weltkrieg, bis sich der Samba endgültig in Europa und in Deutschland durchsetzte. Heute ist er aus keinem Programm einer Tanzschule mehr weg zu denken.
Die Tanzbewegungen des Samba sind sehr ausdrucksstark und charakteristisch, so dass er auch von Laien schnell erkannt wird. Die hauptsächliche Bewegung findet in der Hüfte statt und breitet sich von dort über den Unterkörper wellenartig aus. Als "bouncing" wird die typische vorwärts-rückwärts-Bewegung beim Samba bezeichnet. Diese Bewegung wird durch ein Strecken und Beugen des Standbeins noch verstärkt. Der Oberkörper bleibt dabei ruhig in der Ausgangsposition.
Besondere Beachtung beim Samba verdienen die unterschiedlichen Rhythmen, die den Tanz auch so schwer beherrschbar machen. Bei vielen Tanzfiguren bewegen sich der Körper und die Füße in unterschiedlichen Rhythmen. Bei den Rhythmen wird zwischen stationären und weit auslaufenden Figuren unterschieden. Auch die Geschwindigkeit der Bewegung variiert. Typische Rhythmenvarianten sind langsam-schnell-schnell und schnell-schnell-langsam. Manche Mischfiguren kombinieren die beiden Rhythmen. Was sich komplex anhört, ergibt sich für den etwas geübteren Tänzer häufig aus der Bewegung selbst. So ist der Samba in seinen Grundformen auch für Anfänger relativ schnell zu erlernen und frei zu tanzen.
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