18. Januar 2011
Auch für den Laien ist es auf den ersten Blick erkennbar: Rock'n'Roll ist mindestens genauso viel Sport wie Tanz. Dies ist zwar auch bei den Standardtänzen so, doch dort fällt es nicht sofort ins Auge. Standardtänze leben von Eleganz und Anmut, und häufig sieht der Zuschauer gar nicht, welche körperlichen und sportlichen Höchstleistungen dahinter stecken. Nicht so beim Rock'n'Roll.
Der sehr erdige und dynamische Tanz hat einen sehr schnellen und einprägsamen Rhythmus. Und so sind schon die Grundschritte allein mit einer sehr hohen Frequenz zu tanzen. Die Beinarbeit ist nicht betont elegant, sondern eher sportlich und dynamisch. Der Grundschritt entspricht einem lockeren aber impulsstarken Hüpfen, wobei die Füße sehr fest auf den Boden aufgesetzt werden. Dies ist auch der Grund, warum Rock'n'Roll nicht mit den üblichen hohen Tanzschuhen getanzt werden kann. Auch die Damen tragen hier sportliche weiche und leichte Sneakers. So versteht sich der Rock'n'Roll in seiner kompletten Ausstattung eher als sportlicher Tanz.
Beim Rock'n'Roll können Sie Ihren Kreislauf so richtig auf Touren bringen. Schon die Grundschritte mit einigen einfachen Figuren erweisen sich schnell als körperlich anstrengend, wenn über einen Zeitraum von mehreren Minuten hinweg ohne Unterbrechung getanzt wird. Auf diese Weise kommen beim Rock'n'Roll auch Menschen auf ihre Kosten, die dem Standardtanz nur wenig abgewinnen können. Wer etwas für seine Figur und sein Herz-Kreislaufsystem tun möchte, ist beim Rock'n'Roll genau richtig. Schnell gerät der Körper in die Fettverbrennungszone, und so bauen Sie mit viel Spaß ganz einfach die ungeliebten Pölsterchen ab.
Für Sportler, die einen höheren Leistungsanspruch an sich selbst haben, bietet der Rock'n'Roll weitere Möglichkeiten. Hat man das Anfängerstadium erst einmal überwunden, so kann man sich an den anspruchsvollen Hebe-, Sprung- und Wurffiguren versuchen. Dies sollte man jedoch nur unter der fachkundigen Anleitung eines kompetenten Trainers oder eines bereits weit fortgeschrittenen Tänzers tun.
Die Verletzungsgefahr beim Rock'n'Roll ist vergleichsweise gering, auch wenn er auf hohem Niveau getanzt wird. Jedoch muss der Sportler in besonderem Maße auf seine Sprunggelenke und Sehnen achten. Da das Training beim Rock'n'Roll kurzweilig und abwechslungsreich ist, werden Ermüdungserscheinungen häufig zu spät wahr genommen oder verdrängt, deshalb sollte man bei hoher Trainingsintensität besonders aufmerksam auf seinen Körper hören.
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