23. Dezember 2010
Die meisten Menschen nennen zuerst den Wiener Opernball, wenn man sie nach berühmten Bällen fragt. Nicht nur in Europa zählt der Wiener Opernball zu den gesellschaftlichen Großereignissen schlechthin. Hier trifft sich, was Rang und Namen hat. Sich hier sehen zu lassen, das ist in bestimmten Gesellschaftsschichten ein richtiggehendes Muss. Dabei blickt der Wiener Opernball auf eine lange Tradition zurück. Mehr darüber erfahren Sie hier.
Der Wiener Opernball wird in jedem Jahr in der Wiener Staatsoper ausgerichtet, die eine wundervolle Kulisse bietet. Interessant ist dabei, dass der Ball in der Faschingszeit statt findet, also in der kalten, für Bälle nicht unbedingt typischen Jahreszeit. Das Ambiente fasst bis zu 12.000 Besucher. Österreichs Prominenz der Künstler, Kulturschaffenden, Politiker und Unternehmer ist hier anwesend, doch ein Großteil der Gäste kommt auch aus dem Ausland.
Besonders die Damen scheuen hier keine Kosten und Mühen, um sich optisch ins gewünschte Rampenlicht zu setzen. Der Ball wird durch einen Tanz von 180 Paaren eröffnet und für viele Besucher ist es das oberste Ziel, hier dabei zu sein. Durch die umfassende mediale Vermarktung ist der Wiener Opernball inzwischen zu einem tatsächlichen Wirtschaftsfaktor für die Stadt Wien und den Tourismus geworden. Der Ball zieht 4.700 externe Besucher an, die Hälfte davon etwa aus dem Ausland.
Erstmals fand der Wiener Opernball in der Zeit des Wiener Kongresses von 1814 - 1815 statt. Das politisch bedeutsame Ereignis wurde durch den ersten Opernball gekrönt. Erstmals fand der Wiener Opernball unter seinem heutigen Namen im Jahr 1935 statt und diente karitativen Zwecken. Mit Ausnahme einiger weniger Kriegsjahre wurde er seither konsequent durchgeführt. Besonders erwähnenswert ist, dass seit 2005 das Rauchen beim Wiener Opernball nur noch in zwei separaten Rauchersalons gestattet war, seit 2008/2009 ist es sogar gänzlich untersagt.
Die Boulevardpresse berichtet zum Wiener Opernball meist sehr ausführlich über die Aktivitäten des Wiener Baulöwen Richard Lugner. Er lädt sich jedes Jahr einen prominenten weiblichen Gast als Begleitung für den Abend ein, und bezahlt für dieses Vergnügen mit hohen Summen. Die mediale Berichterstattung hat dazu beigetragen, dass nicht nur Opern- und Ballfreunde am Opernball teilnehmen, sondern auch viele Personen, die einfach nur gesehen werden möchten, und die den Ball nutzen, um die Medien wieder auf sich aufmerksam zu machen. So sammeln sich jährlich die Schönen und Reichen aus den ganz unterschiedlichen Sparten.
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