Gute Nachricht für "Weekend Warriors": auch Sport am Wochenende verlängert das Leben

Wer nur am Wochenende trainiert, kann seine Sterblichkeit dennoch bedeutend senken

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  • von Paradisi-Redaktion
Junges Paar beim Fitnesstraining, er mit blauem Handtuch um den Hals, halten beide eine blaue Hantel in die Kamera

Zu wenig Bewegung im Alltag ist ein Hauptgrund für Fettleibigkeit und die wiederum treibt die Gefahr für Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden in die Höhe. Wer sich entsprechend der WHO-Empfehlung täglich 30 Minuten sportlich betätigt, senkt das eigene Sterberisiko, doch kaum jemand hat Zeit und Muße für das tägliche Programm.

Die Mindestempfehlung liegt daher bei 150 Minuten pro Woche bei moderatem Training oder 75 Minuten pro Woche bei intensivem Training. Manche Erwachsene haben jedoch selbst dafür unter der Woche kein Zeitfenster und verlegen den Sport komplett auf das Wochenende. Der Name "Weekend Warriors", also "Wochenendkrieger" hat sich für diese Gruppe der Freizeitsportler etabliert.

Ist Wochenend-Sport ausreichend?

Viele Ärzte bezweifeln jedoch, dass die seltene Betätigung schon ausreicht, um die Sterblichkeit zu senken. Eine Studie mit 580 Männern war zu dem Schluss gekommen, dass weder die Herz-Kreislauf-Gefahr noch die Krebssterblichkeit sinkt.

Die Studie brachte jedoch die Probleme mit sich, dass zum einen nur Männer untersucht wurden und zum anderen die Teilnehmerzahl klein war. Von den 580 Probanden verstarben im Untersuchungszeitraum 67 Männer und die Aussagekraft ist in diesem Zahlenraum einfach zu schwach.

Eine aktuelle Studie sah sich die "Weekend Warriors" daher noch einmal an. Die Forscher führten britische und schottische Daten zusammen und kamen so auf 63.591 Teilnehmer ab 40 Jahren mit einem Frauenanteil von 35 Prozent.

Alle waren zwischen 1994 und 2012 zu ihrer Lebensweise befragt worden. 2.341 stellten sich als "Weekend Warriors" heraus, 14.224 waren zwar sportlich aktiv, allerdings unter der WHO-Empfehlung, 7.079 Personen erreichten die Mindestanforderung und die restlichen 39.947 betätigten sich so gut wie nie sportlich.

Senkung der Sterblichkeitsrate um 30 Prozent

Aus dem Sterberegister der Länder konnten die Forscher entnehmen, wer innerhalb des Beobachtungszeitraums verstarb. Man kam auf 8.802 Todesfälle, von denen 2.526 auf Krebs und 2.780 auf Herz-Kreislauf-Leiden zurückgingen.

Verglichen mit der sportlichen Aktivität zeigte sich: Im Vergleich zu Sportmuffeln sank bei "Weekend Warriors" die Sterblichkeit um 30 Prozent. Interessant war, dass auch häufigere Sport unterhalb der Mindestempfehlung und Sport im Rahmen der WHO-Empfehlung keinen wesentlich besseren Effekt hatten. Wichtig ist offenbar also allein der Fakt, dass man überhaupt Sport treibt.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: glückliches junge paar beim fitness-training © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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