Sport zum Abnehmen - Möglichkeiten und Trainingstipps

Zwei lächelnde Frauen machen Sit-Ups im Aerobicraum

Die besten Sportarten zum Abnehmen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Sitzende Tätigkeiten, leckere Genüsse oder vielleicht sogar die Schwangerschaft: Nahezu jeder Mensch kommt im Laufe seines Lebens an einen Punkt, wo ihn das eine oder andere Pfund zu viel auf den Hüften stört. Abhilfe ist also angesagt: Abnehmen mit Sport gilt als effektiveste Methode. Einige Sportarten eignen sich besonders gut dafür, die lästigen Pölsterchen abzubauen und damit eine attraktive Figur zu erhalten - informieren Sie sich hier.

Sport zum Abnehmen - Zahlreiche Möglichkeiten

Ein paar Pfunde oder Kilos abzunehmen, gehört für eine Vielzahl von Menschen zu den größten Zielen. Dass dabei neben einer gesunden Ernährung auch der Sport nötig ist, ist den Meisten in der Theorie klar.

Sport stellt für viele Menschen jedoch eine wahre Qual dar. Und so beschränken sich einige lediglich auf einen gesünderen Lebensstil in Sachen Ernährung.

Man sollte jedoch wissen, dass eine solide Diät nur einen Pfeiler darstellt, der einen gutgebauten Körper trägt. Ein regelmäßiges Workout ist der zweite Pfeiler.

Und Sie brauchen beide Stützen, um Ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Wer sich nur auf das Diäten verlässt, geht das Risiko ein, ein hohes Maß an Muskelmasse zu verbrennen.

Unser Organismus ist nicht dumm. Mutter Natur hat es so eingerichtet, dass in einer Hungersituation, die ja eine Diät künstlich herbeiführt, zuerst die Dinge zu Energie umgewandelt werden, die wir nicht unmittelbar brauchen. Und wenn unser Körper nicht regelmäßig gefordert wird, sind es die Muskeln, die als erstes abgebaut werden.

Wenn Sie mindestens zweimal pro Woche Sport treiben, bauen Sie eher Fett ab und kommen schneller an Ihr Ziel. Dabei ist es übrigens zweitrangig, welche Sportart Sie machen wollen. Natürlich gibt es Sportarten, die mehr Kalorien verbrennen als andere. Aber was nutzt es, wenn Ihnen diese so zuwider sind, dass Sie diese nicht regelmäßig ausüben?

Sportler mit blauer Hose und weißen Laufschuhen auf einem Laufband
Sportler mit blauer Hose und weißen Laufschuhen auf einem Laufband

Insofern gehen Sie einfach danach, wonach Ihr Herz begehrt. Wichtig ist, dass Sie tatsächlich regelmäßig aktiv sind.

Durch regelmäßige Bewegung kann ein gesundes Abnehmen gewährleistet werden; sie stellt somit neben der vernünftigen Umstellung der Ernährung einen wichtigen Faktor dar. Unterm Strich lässt sich dadurch beim Essen an Kalorien sparen, während man beim Sport zusätzliche Kalorien verbrennt.

Mit jedem Schritt lassen sich Kalorien verbrennen. Dabei ist dieser Verbrauch am effektivsten, je mehr Muskelgruppen aktiviert werden. Fakt ist jedoch auch, dass der Sport dadurch in der Regel mehr Anstrengung erfordert.

Alternativ eignet sich eine sanftere Bewegungsform, die sich dafür länger durchhalten lässt. Übrigens kann man auch durch Krafttraining abnehmen. Gleichzeitig sorgt man für einen Muskelaufbau, was wiederzum sogar im Ruhezustand für einen höheren Energieverbrauch sorgt.

Der Grundumsatz wird erhöht. Besonders übergewichtige Menschen profitieren von Kräftigungsübungen. Häufig können sie auch erst dadurch irgendwann mit dem Ausdauertraining beginnen.

Laufen

Am effektivsten erweist sich das Laufen, wenn man abnehmen möchte. Die Ausdauer wird hier besonders angesprochen; man beansprucht dabei vor allen Dingen die Bein- und Hüftmuskeln. Ein zusätzliches Workout für den Rumpf wird empfohlen, da man dadurch für einen gesünderen Laufstil sorgt, was wiederum einen höheren Grundumsatz mit sich bringt.

Somit stellt das Laufen den günstigsten Sport dar, wenn es darum geht, Pfunde zu verlieren. Anfänger sollten jedoch behutsam in diesen einsteigen.

Joggerin mit Getränk im Park
Joggerin mit Getränk im Park

Walken und Inlineskaten

Inline Skater
Inline Skater

In den letzten Jahren haben sich insbesondere zwei Trendsportarten für die Fitness und das allgemeine Wohlbefinden etabliert, die sich sehr gut zur Fettverbrennung eignen. Hierbei handelt es sich um das Walking und das Inlineskaten.

Ob zu Fuß und mit Stöcken oder auf zwei schnellen Rollen: Wichtig ist es, dass der gesamte Körper in Bewegung gehalten wird und der motorische Apparat – von den Beinen bis zu den Armen – Beanspruchung findet. Somit reicht es bereits aus, etwa drei bis vier kleinere Trainingseinheiten pro Woche auf diese Weise abzuhalten. Da der Organismus nach 20 Minuten des Sports an die eigenen Fettreserven geht, sind Einheiten von 30 bis 45 Minuten also optimal.

Das Radfahren

Die Fortbewegung auf dem Fahrrad wird gerne einmal unterschätzt. Nachteilig gestaltet es sich zwar tatsächlich, dass lediglich die Beine stärker einbezogen werden. Dennoch kann der Fahrer das Tempo und somit die Intensität variieren. Ratsam ist es dabei,

  • sich immer wieder einen kleinen Sprint zu erlauben
  • bestimmte Intervalle mit verschärfter Geschwindigkeit anzugehen oder
  • ein Zeitfahren gegen sich selbst zu veranstalten.

Das Radfahren stellt eine ausgezeichnete Disziplin für die Ausdauer dar und leistet als solche auch einen hervorragenden Beitrag zur Fettverbrennung. Zudem kann eine spontane Tour das Wohlbefinden verbessern und dem Körper ein wenig Ablenkung vom Alltag bieten. Selbst gemütliche Fahrten sind daher nicht zu verachten.

Sportler mit Helm auf Rennrad
Sportler mit Helm auf Rennrad

Aerobic und weitere Formen der Gymnastik

Besonders anstrengend sind meist solche Sportarten, die dem Betroffenen innerhalb kurzer Zeit ein hohes Maß an Leistung abverlangen, gleichzeitig aber den gesamten Bewegungsapparat beanspruchen. Beim Aerobic werden diese Aspekte in den Vordergrund gestellt. Meist genügen hier bereits Einheiten von 10 bis 15 Minuten, um eine Person derart aufzuwärmen, dass die Fettverbrennung für die nächste Zeit gesichert ist.

Nachteilig gestaltet es sich allerdings, dass eingedenk des nicht selten üppigen Körpergewichts die Anstrengungen enorm sein können. Hierbei würde etwa das Schwimmen Abhilfe schaffen. Auch dabei verzehrt der Körper die Fettreserven, doch ist die zu tragende Last im Wasser reduziert – ein gelenkschonendes Training kann ausgeführt werden.

Aerobic oder Zumba: Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout
Aerobic oder Zumba: Gruppe junger Frauen im Fitness Studio beim Tanz-Workout

Schwimmen

Schwimmer mit roter Badekappe und roter Schwimmshort von oben, die Arme nach vorne gestreckt
Schwimmer mit roter Badekappe und roter Schwimmshort von oben, die Arme nach vorne gestreckt

Möchte oder muss man seine Gelenke schonen, eignet sich das Schwimmtraining sehr gut zum Abnehmen. Wer im Wasser seine Bahnen zieht, profitiert von einem effektiven Ausdauertraining und kann gleichzeitig die gesamte Muskulatur stärken.

Was die Schwimmstile angeht, lässt sich bei diesem Sport die Bewegung variieren. Auch für die Koordination lässt sich dadurch etwas tun.

Das Seilspringen

Die einfachste und effektivste Form, die unschönen Pölsterchen auf der Hüfte loszuwerden, liegt aber dennoch in einer Sportart, die jeder Mensch bereits im Kindesalter erlernt. Das Seilspringen ist in unterschiedlichen Variationen und Geschwindigkeitsstufen denkbar.

Es fördert die Körperkoordination und stärkt die Kraft des Athleten ebenso wie dessen Ausdauer und Schnelligkeit. Zudem ist die Intensität derart hoch, dass der Abbau der Kalorien so schnell wie in keiner anderen Disziplin erfolgt.

Mögen die ersten Seilsprünge nach langer Abstinenz noch etwas Übung erfordern, so ist der Einstieg schnell geschafft. Täglich reichen bereits wenige Minuten des Trainings aus, um im nächsten Sommer am Strand mit der gewünschten Bikinifigur glänzen zu können.

Frauenbeine in blauer Sportleggings und roten Sportschuhen springen über ein rotes Springseil und wi
Frauenbeine in blauer Sportleggings und roten Sportschuhen springen über ein rotes Springseil und wirbeln Sand auf

Für geübte Sportler

Etwas kritisch zu betrachten sind alle Formen, die sowohl die Ausdauer als auch die Fettverbrennung kombinieren wollen. Hier wäre etwa an Disziplinen wie dem Tae Bo oder dem Muskeltraining zu denken. Natürlich werden diese Formen ihren Beitrag zum Abnehmen leisten und nebenbei die Haltung des Körpers verbessern sowie schlanke Maße zaubern.

Dennoch ist die Intensität hierbei meist so hoch, dass lediglich geübte Sportler ein solches Training angehen sollten. Sind also die Anfänge bei der Fettverbrennung bewältigt worden, werden solche Sportarten geeignet sein, um die restlichen Pfunde loszuwerden, die Muskeln zu stärken und Kraft sowie Schnelligkeit des Betroffenen auf ein hohes Level zu heben – was sich natürlich auch an der Figur erkennen lässt.

Genetisch zu Übergewicht neigende Menschen können sich trotzdem gegen die Pfunde wehren

Mit Sport können auch zu Übergewicht neigende Menschen einen niedrigen BMI erlangen

Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

Die Macht der Gene ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind sich inzwischen sicher, dass auch der Hang zu Fettleibigkeit in den Genen steckt. Wer Pech mit seinen Genen hat, wird tatsächlich schneller dicker, als andere Mitmenschen. Trotzdem heißt das nicht, dass man durch seine Gene zum Dicksein verdammt ist.

Den Risiken aktiv entgegenwirken

Wichtig ist, dass man mit einer aktiven Lebensweise seinen Risikofaktoren entgegenwirkt. Je höher die genetische Neigung zu Übergewicht, desto weniger darf man sich schicksalsergeben zeigen, sondern muss mit Powerernährung und gutem Sport dagegen ankämpfen.

Eine Studie hat ergeben, dass man so tatsächlich die fiesen Gene ausbremsen kann. Man hatte Daten von fast 20.500 Menschen zu Hand, von denen man den BMI und die Lebensgewohnheiten kannte. Zudem führte man bei jedem eine Genanalyse durch. 12 Genabschnitte, die das Risiko zur Fettleibigkeit erhöhen, standen dabei besonders im Visier der Forscher.

Jeder der Probanden wurde dann aufgrund der Risikogene einer Skala zur Veranlagung zur Fettleibigkeit eingetragen. Diese Werte wurden dann mit dem BMI und den persönlichen Lebensgewohnheiten korreliert.

Sport kann Risiko für Fettleibigkeit bis zu 40 Prozent senken

Das Ergebnis: Trotz der Risikogene lag der BMI der sportlich Aktiven deutlich niedriger, als der von inaktiven Teilnehmern. Die Wissenschaftler errechneten, dass trotz der Gene das Risiko fettleibig zu werden um 40 Prozent sinkt, wenn man regelmäßig Sport betreibt.

Beim Mannschaftssport purzeln die meisten Pfunde

Amerikanische Wissenschaftler haben die Auswirkungen von verschiedenen körperlichen Aktivitäten auf Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen untersucht. So wurden hierbei die Kinder und Jugendlichen nach ihrer Größe und Gewicht befragt und wie sie täglich zur Schule kommen, also Bus, Fahrrad oder zu Fuß. Dann wurden sie noch nach ihren sportlichen Aktivitäten und der Zahl der wöchentlichen Trainingsstunden befragt. So stellte man fest, dass 29 Prozent der Befragten Übergewicht hatten und ein Drittel von diesen an Adipositas litten.

Bei den sportlichen Aktivitäten gaben drei Viertel an, dass sie einen Mannschaftssport betreiben, wobei 35 Prozent sogar in mindestens drei verschiedenen Sportarten aktiv waren. Als Ergebnis kam heraus, dass die Kinder und Jugendlichen, die einen Mannschaftssport, ausgenommen Fußball, betreiben, weniger Übergewicht hatten und nur selten auch an Adipositas (Fettleibigkeit) litten.

Auch beim täglichen Schulweg zeigte sich eine ähnliche Tendenz ab, wenn der Weg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt wurde.

Kinder sollen mehr Sport betreiben um Übergewicht zu vermeiden

In Deutschland leiden etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen an Übergewicht oder sogar an Adipositas (Fettleibigkeit). Aus dem Grund fordern der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) sowie die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), dass die Kinder und Jugendliche sich mehr sportlich betätigen sollten.

Im Durchschnitt verbringen die Kinder täglich etwa 1,5 Stunden vor dem Fernseher, dazu kommen noch die Spiele am PC oder an der Spielekonsole. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Kindergartenkinder nicht in der Lage sind, beispielsweise auf einem Bein zu stehen oder einen Purzelbaum zu machen. Etwa drei Viertel der Schulanfänger haben dann auch Probleme bei der Grobmotorik.

Wie die Experten erklären ist besonders in den jungen Jahren Bewegung sehr wichtig für den Knochenaufbau, denn nach dem 20. bis 25. Lebensjahr nimmt dieser stetig ab. Deshalb sollte auch der Schulsport wieder mehr gefördert werden.

Schlank durch Herbst und Winter

Jogger im Winter
winter running © Wojciech Gajda - www.fotolia.de

Raus zum Joggen oder ins nächste Fitnessstudio gehen oder lieber gemütlich auf der Couch bleiben und sich einen warmen Kakao gönnen? An kalten und verregneten Tagen entscheiden sich viele Menschen eher für letzteres. Nachdem man im Sommer noch auf seine Bikinifigur geachtet hat, bleibt die Fitnesslust im Herbst und Winter häufig auf der Strecke.

Doch es muss nicht unbedingt ein anstrengendes Sportprogramm sein, um schlank zu bleiben. Auch kleine, alltägliche Bewegungen können – wenn sie regelmäßig durchgeführt werden – für die nötige Fitness sorgen. So helfen morgens beispielsweise kleine Gymnastikübungen im Bett. Auch bestimmte Strecken zu Fuß zurück zu legen sorgt für Kondition und den nötigen Energieumsatz.

Neben Spaziergängen empfehlen Experten zudem, Treppen ausgiebig zu nutzen, denn auch das Stufensteigen ist eine wirksame sportliche Betätigung. Auf einen gemütlichen Fernsehabend muss nicht verzichtet werden, allerdings kann man diesen durch kleine Krafteinheiten – beispielsweise Situps oder Hantelübungen – zum Beispiel während der Werbepausen ein wenig aufpeppen.

So bekommt man seinen Körper kurzfristig noch fit für die Bikini-Saison

Nach langem Warten ist vom Sommer auch hierzulande endlich etwas zu merken. Damit der Körper nach der langen Kältephase und den damit verbundenen Naschtagen doch noch fit für die Badesaison wird, sollte man ein paar wichtige Punkte befolgen.

Wichtige Nebenfaktoren: Planung, Gefährten und Ausstattung

Ohne Sport und gesunde Ernährung geht bekanntlich nichts. Daher sollte man sich unbedingt einen Fitnessplan anlegen, den man gut sichtbar am Kühlschrank oder im Terminkalender verwahrt. Wichtig bei der Erstellung des persönlichen Fitnessplans ist, dass man sich seine Ziele nicht gleich allzu hoch steckt, denn das kann schnell Frust auslösen. Schon ein paar Stunden Bewegung pro Woche reichen aus, um ein paar Speckröllchen loszuwerden!

Wer sich nicht wirklich zum Sport motvieren kann, sollte sich einen oder gleich mehrere Mitstreiter suchen. Denn zusammen macht Sport ohnehin mehr Spaß und man kann sich gegenseitig auch noch motivieren und anspornen. Motivierend kann auch das richtige Sportoutfit oder gute Musik sein. Also: melancholische Winter-Musik durch rhythmische Sommer-Klänge ersetzen und bequeme Sportschuhe, einen gut sitzenden Sport-BH und atmungsaktive Sportkleidung kaufen!

Richtiges Aufwärmen und Ausspannen

Damit der Muskelkater nach dem Sport nicht ganz so belastend ist und man die nächsten Tage auch noch in der Lage ist sich zu bewegen, sollte man die Muskeln vor und auch nach dem Workout unbedingt ausreichend dehnen!

Wer für dieses Jahr noch einen Urlaub plant, könnte zur Abwechslung auch einmal auf einen Aktivurlaub setzen und die Seele dort beim Sportprogramm baumeln lassen, anstatt am Strand in der Sonne zu bruzeln.

Das A und O: Ernährung

Mindestens genauso wichtig wie Bewegung ist aber auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und dazu zählt viel frisches Obst und Gemüse und das lässt sich am besten auf dem Wochenmarkt besorgen. Ergänzend dazu ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Mindestens zwei Liter Wasser oder andere ungesüßte Getränke sollte man am Tag zu sich nehmen. Im Sommer oder nach dem Sport sollte man den Flüssigkeitsverlust durchs Schwitzen außerdem noch zusätzlich ausgleichen.

Hat man Durchhaltevermögen bewiesen, sollte man sich hin und wieder auch selbst belohnen, zum Beispiel mit einem leckeren selbstgekochten Essen oder einer entspannenden Massage.

Bloß nicht!

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: auf keinen Fall jeden tag auf die Waage stellen! Da Muskeln ja bekanntlich mehr wiegen als Fett kann es schonmal vorkommen, dass man in den ersten Tagen kein Gewicht verliert oder sogar das ein oder andere Kilo zunimmt. Damit das nicht demotiviert, sollte man sich höchstens einmal pro Woche wiegen!

Sport ist gesund - wie sich dieser genau auf unsere Körperfunktionen auswirkt

Frau in Sportkleidung lehnt mit einer Wasserflasche in den Händen über eine Brüstung vor einer Naturlandschaft
pause © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat sportliche Betätigung eine positive Auswirkung auf unsere Gesundheit und kann uns vor verschiedenen Krankheiten bewahren, darunter Darm- und Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Bluthochdruck und Diabetes. Dass wir unserem Körper durch Fitness gut tun, wissen wir wohl alle. Doch Umfragen zufolge ist dies kein Garant dafür, dass wir es auch tun – stattdessen genießen die meisten von uns ihren Feierabend vor dem Fernseher oder im Kino.

Knochen und Gehirn

Sport hat zum einen eine positive Auswirkung auf unsere Knochen, denn durch regelmäßige Bewegung werden diese vor Instabilität bewahrt. Zudem nimmt die Knochendichte zu, sodass ein Schutz vor Osteoporose gewährleistet werden kann. Auch das Gehirn profitiert: es erfolgt eine vermehrte Versorgung mit Sauerstoff, was zusammen mit neuen Verbindungen zwischen den Nervenzellen zu einer besseren geistigen Fitness führt.

Herz-Kreislauf und Gelenke

Es gibt zahlreiche Ausdauersportarten, die gut für Herz und Kreislauf sind. Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt für eine Vergrößerung des Herzmuskels. Dieser kann mehr Blut durch den Körper pumpen – und das bei weniger Schlägen. Auf diese Weise schützen wir uns vor Herzkrankheiten. Nebenbei wird Ablagerungen in den Blutgefäßen vorgebeugt. Natürlich tun wir auch was für unsere Gelenke. Durch Training werden mehr Muskeln gebildet, die unter anderem auch unsere Gelenke stabilisieren. So werden sie entlastet und vor Belastungen bewahrt.

Blutzucker, Blutdruck und Blutfette

Durch Sport können wir unseren Blutzuckerspiegel senken, da unsere Muskeln bei Betätigung Glukose benötigen; durch Insulin wird der Zucker in die Muskelzellen transportiert. Auch der Blutdruck lässt sich senken, da die Gefäßwände durch Sport geweitet und somit elastischer werden. Die so genannten Triglyzeride, Blutfette, sinken ebenfalls durch körperliche Betätigung, zusammen mit dem LDL-Cholesterin, sodass einer Arterienverkalkung vorgebeugt werden kann. Das Gefäß schützende HDL-Cholesterin wiederum steigt an.

Körperfett und Lunge

Wer Sport treibt, verbraucht Energie, baut Fettpolster ab und Muskelmasse auf. Die Muskeln wiederum steigern unseren Grundumsatz an Energie, selbst im Ruhezustand. Auf diese Weise können wir langfristig gesehen durch Sport abnehmen. Wichtig ist dabei, die übermäßigen verbrannten Kalorien nicht wieder durch Nahrungsmittel aufzunehmen. Von körperlicher Fitness profitiert auch die Lunge: unser Körper benötigt mehr Sauerstoff, was eine effektivere Arbeit der Lunge voraussetzt. Die Lungenmuskeln werden gestärkt und sorgen für eine effektivere Sauerstoffversorgung.

Immunsystem und Psyche

Bei (nicht zu hoher!) körperlicher Aktivität kann unser Immunsystem gestärkt werden, denn dieses sorgt für eine Veränderung spezieller Immunzellen. Unsere Abwehrkräfte schützen uns somit vor zahlreichen Infekten. Und schließlich profitiert unsere Psyche noch vom Sport: wer sich bewegt, fühlt sich gut – das Selbstwertgefühl steigt, die Stimmung wird besser und auch der Umgang mit Stress wird deutlich leichter.

Generell ist es wichtig, dass man sich besonders als Sportanfänger nicht übernimmt und sich bei vorhandenen oder überstandenen Erkrankungen vor Trainingsbeginn mit seinem Arzt abspricht.

Abnehmen durch Laufen – die drei größten Mythen

Junge Frau im Sportoutfit joggt durch den Wald
Junge Frau beim Joggen im Wald © Christian Schwier - www.fotolia.de

Wer abnehmen will, muss sich bewegen. Aber selbst ein intensives Laufprogramm bringt nicht automatisch die Fettpolster zum Schmelzen. Und manche Thesen zur Lauf-Diät sind schlichtweg falsch. Mit etwas Know-how können Läufer aber schneller schlank werden.

Mythos 1: Joggen lässt die Pfunde purzeln

Natürlich verbrennt Laufen viele Kalorien. Wie viel Energie tatsächlich verbraucht werden, hängt jedoch von Größe und Gewicht des Läufers ab. Eine 70-Kilo-Person benötigt für 30 Minuten Training rund 360 Kilokalorien.

Damit sich das auch auf der Waage bemerkbar macht, muss der Läufer beim Essen entsprechend maßhalten. Grundregel: nur wer mehr Kalorien verbraucht, als er zu sich nimmt, verliert Pfunde.

Mythos 2: Laufen auf nüchternen Magen verbrennt mehr Fett

Manche Ernährungsexperten empfehlen, das Laufpensum schon morgens vor dem Frühstück zu absolvieren. Da die Kohlehydratreicher dann relativ leer sind, soll so direkt Fett verbrannt werden.

Der Körper "denkt" jedoch anders: Um Fette zu verbrennen, braucht er Kohlenhydrate. Gerade Ungeübte sollten deshalb vor dem Laufen einen leichten Snack zu sich nehmen. Schon ein Glas Fruchtsaft oder eine Banane reichen.

Richtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sportler noch eine halbe Stunde nach dem Training einen beschleunigten Fettstoffwechsel haben. Wer diesen Nachbrenneffekt nutzen möchte, sollte also lieber häufiger statt länger laufen.

Mythos 3: Nur beim langsamen Joggen baut der Körper Fett ab

Gegen gemütliches Laufen ist nichts einzuwenden. Um möglichst viel Körperfett zu verbrennen, sollten Sportler aber auf ein abwechslungsreiches Training setzen.

Studien zeigen, dass beim schnellen Laufen dreimal so viel Fett abgebaut wird wie beim langsamen Joggen.

Abnehmen im Alltag – schon mit kleinen Übungen können die Pfunde purzeln

Ein Paar weißer Sportschuhe auf weißem Hintergrund
Sportschuhe © Piccolo - www.fotolia.de

Bei vielen Menschen steht Sport in Sachen gute Vorsätze an erster Stelle. In den ersten Wochen des neuen Jahres sieht dies auch noch sehr gut aus, die Anmeldung im Fitnessstudio ist erfolgt und drei Mal pro Woche geht man nach Feierabend noch eine Runde trainieren. Doch mit der Zeit merkt man, wie anstrengend es ist und irgendwie scheint es ja auch gar nichts zu bringen. Also fällt man zurück in seinen alten Trott und bei der nächstmöglichen Gelegenheit ist die Mitgliedschaft im Studio wieder gekündigt.

Wer sich dazu entschließt, abzunehmen, muss nicht gleich zum Stammkunden im Fitnessclub werden. Schon mit kleinen Tricks und Übungen können die Pfunde schmelzen, und diese kann man ganz leicht in seinen Alltag integrieren.

Langsame Muskelstärkung zur Kalorienverbrennung auch im Ruhestand

Wer seine Muskeln stetig stärkt, sorgt dafür, dass auch im Ruhezustand mehr Kalorien verbraucht werden. So sieht man zwar nicht gleich ein klares Ergebnis, doch auch ein langsames Training hilft dem Körper dabei, in den Modus der Dauerverbrennung zu schalten. Und so sind es die kleinen Dinge im Alltag, die dazu führen können: die Treppe statt des Aufzuges zu wählen, oder mit dem Fahrrad statt mit dem Bus zur Arbeit zu fahren.

Da es sich bei den Beinmuskeln um eine recht große Muskulatur handelt, kann man hier den Effekt am besten nutzen. Wer einen weiten Arbeitsweg hat, den er normalerweise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, kann auch einfach eine Haltestelle früher aussteigen, denn jeder Schritt zählt beim Beintraining.

Experten zufolge kann man sich mit 10.000 Schritten pro Tag sehr fit halten. Auch wenn diese Anzahl bestimmten Berufsgruppen wie beispielsweise Briefträgern vorbehalten ist, kann man trotzdem mithilfe eines Schrittzählers sehen, wie nah man an dieses Ziel herankommt, um sein Pensum auf andere Art und Weise zu erhöhen.

Alltagstaugliche Trainingstipps für stärkere Muskeln

Neben den zusätzlichen Schritten kann man auch anderweitig im Alltag etwas für seine Muskeln tun. Sogar im Sitzen ist es möglich, seine Grundfitness durch gezielte Übungen zu erhöhen. So zum Beispiel, indem man die Pomuskeln anspannt, sodass man sich ein kleines Stück vom Stuhl erhebt. Diese Position etwa fünf Sekunden halten, dann entspannen und wiederholen. Dadurch wird der große Gesäßmuskel trainiert.

Wer sich auf die Kante des Stuhls oder Sofas setzt und eine langsame und kontrollierte Pendelbewegung ausführt, kann seine untere Rücken- sowie die Bauchmuskulatur trainieren. Zur Stärkung der vorderen Oberschenkelmuskeln streckt man die Beine jeweils abwechselnd, bis sie eine Waagerechte bilden. Und im Stehen kann die Wadenmuskulatur trainiert werden, dazu beugt man die Knie leicht und stellt sich auf die Zehenspitzen. Nach kurzer Haltung dieser Position wieder auf die Füße stellen und die Übung ein paar Mal wiederholen. Sie kann man beispielsweise beim Zähneputzen oder Bügeln ausführen.

Passend zum Thema

    Hilfreiche Trainingstipps zum Abnehmen

    Generell gilt: Um fit zu werden und zu bleiben, genügt es, zwei bis drei Mal pro Woche etwa eine Dreiviertelstunde Ausdauersport zu machen. Wer längere Zeit keinen Sport gemacht hat, sollte sich erst von einem Arzt durchchecken lassen. Dieser überprüft Puls, Blutdruck sowie Sehnen und Gelenke.

    Tipps für Anfänger

    Anfänger sollten langsam beginnen und die Betätigung langsam steigern. Zwei Mal wöchentlich eine halbe Stunde joggen ist ein guter Anfang.

    Wer jetzt noch ein bis zwei Mal in der Woche Fitnessübungen zu Hause macht, hat den Einstieg in ein gesünderes Leben schon geschafft. Auf die Dauer werden verschiedene Muskelgruppen gestärkt; die Pfunde schwinden und man fühlt sich besser.

    Bewegung im Alltag

    Ein vollgepackter Terminkalender, ein ausgefülltes Familienleben, Weiterbildungskurse und Schichtarbeit. Diese und viele weitere Gründe machen deutlich, dass nicht jeder einfach so ein straffes Fitnesstraining beginnen kann und es nicht immer an einer mangelnden Willensstärke und Leidensbereitschaft liegen muss. Manchmal kommt einen einfach das Leben in die Quere und man muss es so nehmen, wie es kommt.

    Aber um fit zu werden, braucht es nicht unbedingt einen ausgeklügelten Trainingsplan. Wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, ein paar Pfunde verlieren und ihre Gesundheit stärken wollen, genügt es, etwas mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Und das kann man auf ziemlich unkomplizierte Art und Weise tun.

    Nehmen Sie die Treppen

    Jeden Tag werden wir mehrfach mit einer "Treppe gegen Fahrstuhl"-Situation konfrontiert. Machen Sie es sich zu einer persönlichen Regel, dass Sie von heute an der guten alten Treppe den Vorzug geben.

    Schon nach einer Woche werden Sie feststellen, dass Sie die Stufen flotter erklimmen, sondern dass auch Ihre Beine an Form gewinnen. Treppensteigen ist übrigens eine exzellente Übung, um Po, Hüften und Beine zu straffen.

    Ansicht von unten: Joggerin läuft Treppe in Gebäude in Stadt hoch
    Ansicht von unten: Joggerin läuft Treppe in Gebäude in Stadt hoch
    Verzichten Sie auf den Lieferservice

    Wenn Sie sich zum Abend Sushi bestellen, laufen Sie einfach die paar Blocks zum Restaurant und holen Sie sich Ihr Abendessen selbst ab, anstatt es liefern zu lassen.

    Auf diese Weise können Sie einen abendlichen Spaziergang zu einer neuen Angewohnheit werden lassen, die Ihnen dabei hilft, die Seele einmal baumeln zu lassen und über Gedanken zu grübeln, die Sie sonst wegen der Hektik des Alltags zur Seite schieben müssen. Sie können den Spaziergang auch etwas flotter gestalten und so die Kalorien des Abendessens im Vorfeld verbrennen.

    Von Angesicht zu Angesicht

    E-Mails und Telefone sind eine feine Sache, aber wenn die zu sprechende Person nur zwei Räume weiter sitzt, artet es in eine Groteske aus. Sofern es Ihr Arbeitsplatz zulässt, erklären Sie es zur persönlichen Maxime, dass Sie Kollegen im selben Haus beim Kommunizieren in die Augen blicken.

    Beim Weg zum benachbarten Büro verbrennen Sie nicht nur mehr Energie als im Sitzen, Sie können die Zeit abseits des Computer-Bildschirms auch zum kurzen Durchschnaufen nutzen, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können.

    Seien Sie in den eigenen vier Wänden aktiv

    Wer seine Wohnung als den Ort versteht, an dem man am Feierabend gemütlich auf den Sofa sitzt und nur aufsteht, um den Pizza-Jungen die Tür aufzumachen, hat enormes Potential, durch kleine Änderungen im Lebensstil dramatische Veränderungen auf der Waage und am Körper in Gang zu setzen. Wenn Sie abnehmen möchten, gibt es keinen Grund, auf der Couch zu hocken.

    Seien Sie immer aktiv. Auch außerhalb des Fitness-Studios gibt es genügend zu tun.

    Wann haben Sie das letzte Mal

    • die Gardinen gewaschen
    • den Teppich ausgeklopft
    • die komplette Wohnung durchgewischt oder
    • den Rasen gemäht?

    Ein aktiver Lebensstil geht weit über ein dreimaliges Workout pro Woche hinaus. Wenn Sie zu denjenigen gehören wollen, die vor Energie sprühen und Dinge, egal ob im Privatleben oder auf der Arbeit, voller Schwung angehen, müssen Sie dies auch in jeder Situation so leben.

    Drehen Sie die Musik auf

    Was auch immer Sie zu Hause tun, verwandeln Sie die typischen Haushaltsarbeiten wie Abwaschen, Aufräumen oder Kochen in einen Aerobic-Kurs, indem Sie dabei zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen. Unabhängig vom Fitness-Faktor bringen Sie damit extrem gute Laune in die eigenen vier Wände.

    Nutzen Sie den Hometrainer

    Wer Laufen absolut nicht mag, kann sich auch zwei bis drei Mal wöchentlich auf den Hometrainer setzen und sich den Stress von der Seele strampeln. Auch Crosstrainer gibt es mittlerweile schon für zu Hause.

    Diese effektiven Trainingsgeräte trainieren beinahe den ganzen Körper und sorgen für Gewichtsverlust. Außerdem macht das Training mit einem Crosstrainer großen Spaß.

    Verzichten Sie auf Motoren

    Wenn es Ihr Arbeitsweg erlaubt, sollten Sie möglichst mit den Rad oder Inline-Skates zur Arbeit fahren. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, wie man das Notwendige mit dem Nützlichen verbinden kann.

    Besser abnehmen dank Frühsport: Weniger Appetit für den Rest des Tages

    Frühsport ist der beste Appetitzügler: Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher der Brigham Young University in Utah, die in einer Studie 35 Frauen auf ihre Gehirnaktivität beim Anblick von leckeren Gerichten testeten. Die Frauen bekamen die Bilder dabei an zwei unterschiedlichen Tagen vorgelegt: Einmal nachdem sie zuvor schon eine dreiviertel Stunde Frühsport betrieben hatten.

    Dabei stellten die Forscher fest, dass die Gehirne der Frauen weniger auf das gezeigte Essen ansprachen, wenn vorher schon Sport getrieben wurde. Die Studie widerlegte auch die gängige These, dass Menschen die morgens beim Sport verbrannten Kalorien später durch verstärktes Essen wieder wett gemacht wurden: Die Frauen aßen auch über den restlichen Tag verteilt nicht mehr als sonst. Stattdessen bewegten sie sich auch für den Rest des Tages mehr als an Tagen ohne Frühsport.

    Da die Untersuchung jedoch nur über zwei Tage geführt wurde, kann daraus noch kein Rückschluss darauf gezogen werden, dass Frühsport wirklich ideal beim Abnehmen hilft: Eine ausführlichere Studie über einen längeren Zeitraum hinweg soll hier Klarheit bringen.

    Leichter abnehmen dank Sport und gesunder Ernährung: So klappt es

    Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
    Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

    Dass eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung wichtig sind um keinen Speck anzusetzen, ist mittlerweile allgemein bekannt. Dabei ist wichtig, dass beide Elemente miteinander verbunden werden: Wer lediglich Sport treibt und trotzdem viele üppige Mahlzeiten verspeist, wird auch nicht abnehmen. Und wer sich nur gesund ernährt, ohne seinem Körper Bewegung zukommen zu lassen, sorgt nicht für eine optimale Verbrennung der Kalorien und setzt trotzdem an.

    Dies liegt daran, dass der untrainierte Organismus vor allem auf Zuckerverbrennung setzt. Wer sich regelmäßig bewegt, zum Beispiel indem 2 bis 3 Mal pro Woche eine Stunde Ausdauersport getrieben wird, stellt seine Muskulatur auf Fettverbrennung um. So purzeln die Pfunde erst richtig und der gesamte Körper wird schlanker. Dazu kommt eine ausgewogene Ernährung, die auf eine langsame Gewichtsreduktion setzt.

    Bei extremen Diäten verliert der Körper nur Wasser, wodurch die Waage zwar einige Kilogramm weniger anzeigt, sich aber keine dauerhafte Gewichtsreduktion einstellt. Wird nach der Diät dann wieder "normal" gegessen, stellt sich zudem häufig der gefürchtete Jojo-Effekt ein: Das Gewicht ist schnell wieder auf dem alten Stand.

    Wer es einmal geschafft hat, dank passendem Sport abzunehmen, muss nun schauen, dass er sein neues Gewicht auch hält...

    Sein Gewicht halten

    Für die Balance ist es wichtig, die Ressourcen seines Körpers nicht einschlafen zu lassen. Reaktivieren Sie die Leistungsfähigkeit ungenutzter Gehirnzellen und die Funktion ungenutzter Muskeln. Erlangen Sie auf diese Weise Ihre Fitness zurück und halten Sie diese.

    Warum die richtige Sportart so wichtig ist

    Neben der bewussten Ernährung und dem Integrieren von Bewegungen in Alltagssituationen ist ein in die Woche eingeplantes Training im Umfang von 3-5 Stunden ebenfalls ein Garant dafür, dass Sie Ihr Gewicht halten und Ihren Körper in Form bringen können. Machen Sie sich bei der Auswahl des richtigen Sports keinen Stress und nehmen Sie sich Zeit, verschiedene sportliche Aktivitäten kennenzulernen und auszutesten. Wählen Sie letztlich jene Sportart, die Ihnen auch in der zukünftigen Perspektive Spaß machen wird.

    Es werden auch Zeiten kommen, in denen Sie von anderen Themen stark belastet sein werden, sodass es schwierig werden wird, Ihrem regelmäßigen Sport treu zu bleiben. Im besten Fall kann Ihnen das Zeitfenster des Trainings und die damit verbundene Regelmäßigkeit eine Oase der Entlastung sein.

    Die Zeit sollte dann nur Ihnen gehören und dazu dienen, dass Sie Ihren Körper bewusst wahrnehmen und fordern. Auf diese Weise können Sie sich aus den Belastungen des Alltags zumindest für die Zeit des Trainings ablegen und sich wieder tief wahrnehmen und zentrieren.

    Junge Frau joggt in Stadt, hört Musik über Kopfhörer
    Junge Frau joggt in Stadt, hört Musik über Kopfhörer
    Spaß am Training

    Denken Sie immer daran, dass Sie sich bei allem was Sie sich aussuchen und frei wählen, den Spaß und die Leichtigkeit für sich in den Vordergrund stellen. Achten Sie während des Trainings darauf, dass Sie in das Training keine Langeweile kommen lassen. Langeweile ist das Gift für die Trainingseinheiten sowohl in der Ausübung als auch in dem Trainingseffekt.

    Lockern Sie also vor Beginn des Trainings nicht nur Ihren Körper, sondern auch vor allem Ihren Kopf und versuchen Sie sich einen Weg anzueignen, um die Gedanken des Alltags in den Trainingsspint zu legen.

    Lassen Sie das Training so fröhlich und lustig wie möglich ablaufen und erfreuen Sie sich an Ihren Erfolgen. Sie werden höhere Trainingsleistungen erzielen können, wenn Sie sich bei der Ausübung nicht auf die sich einstellenden Schwächeerscheinungen des Körpers einlassen, sondern weiterhin die heitere Stimmung aufrechterhalten. Auf diese Weise wird es Ihnen nach dem Training wesentlich besser gehen und Sie werden sich den Rest des Tages fröhlicher und ausgeglichener fühlen.

    Singen Sie sich zur Motivation selbst ein Lied und formulieren Sie Strophen, die Ihnen gerade in den Sinn kommen. Hören Sie motivierende Musik oder nehmen Sie sich positive Erlebnisse und Szenen vor Ihr geistiges Auge, während Sie trainieren.

    Körper und Geist gehören zusammen

    Bei allem, was Sie machen, stellt es eine entscheidende gesundheitliche Verbesserung dar, wenn Sie mit Bewusstsein dabei sind. Halten Sie sich an das HES-Prinzip. Hierbei steht HES für Hop Extend Squat und bedeutet so viel wie: in die Hocke gehen.

    Sinn dieser regelrechten Lebenseinstellung ist, dass Sie sich eigene Bewegungsmuster im Alltag aufbauen und sich revitalisieren.

    • Strecken Sie sich von Zeit zu Zeit
    • Stehen Sie auf, gehen Sie auf und ab, machen Sie einen Spaziergang
    • Dehnen Sie sich
    • Laufen Sie durch den nahegelegenen Park
    • Hüpfen Sie die Treppe hoch und wieder runter.

    Wenn Sie arbeitsbedingt immer Dasselbe machen, dann fordern Sie Ihren Körper auf diese Weise zusätzlich heraus. Erinnern Sie Ihren Körper und sich an die Existenz der Muskeln, die Sie im Alltagsablauf nicht benutzen und schon beinahe vergessen haben.

    Vitalisieren Sie Ihren ganzen Körper durch gezielte Zusatzbewegungen. Sie werden das Ergebnis bereits nach kurzer Zeit spüren können.

    Zu guter Letzt: Man wird beim Abnehmen durch Sport nur dann erfolgreich sein, wenn man gleichzeitig auch auf einen bestimmten Ernährungsstil achtet...

    Halten Sie sich an simple Diät-Richtlinien

    Wer abnehmen möchte, muss nicht zwingend eine furchtbar komplizierte und ausmergelnde Diät halten. Einleuchtende Regeln machen das Diäthalten zu einer ziemlich einfachen Angelegenheit, die nicht unbedingt in Selbstkasteiung ausarten muss.

    Diät - zwei grüne Äpfel, einer als Waage dargestellt, gesunde Ernährung zum Abnehmen
    Diät - zwei grüne Äpfel, einer als Waage dargestellt, gesunde Ernährung zum Abnehmen

    Reduzieren Sie soweit wie möglich den Genuss von kaloriendichten Speisen wie

    Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Proteinquellen wie

    Ein hoher Proteinkonsum beschleunigt nicht nur den Stoffwechsel, sondern hält Sie auch länger satt.

    Grasen statt Schlemmen

    Grasen statt Schlemmen lautet die Devise, wenn es um den Abbau von Körperfett geht. Versuchen Sie über den Tag verteilt fünf bis sechs kleine Mahlzeiten zu essen, anstatt dem klassischen 3-Speisen-pro-Tag-Muster zu folgen, das Sie an den Punkt gebracht hat, an dem Sie unzufrieden in den Spiegel schauen.

    Eine aktuelle Studie hat zwar die Annahme widerlegt, dass das Essen mehrerer kleinerer Mahlzeiten den Stoffwechsel antreiben würde, aber es liegt auf der Hand, das diese Taktik Heißhungerattacken zur absoluten Seltenheit macht. Und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Diät tatsächlich befolgen und durchhalten.

    Essen Sie am Abend wie ein armer Mann

    Dieser Auszug des wohl bekannten Sprichworts ist trotz seines hohen Alters auch heute noch so wahr wie in der Zeit, als es zum ersten Mal ausgesprochen wurde. Wenn Sie sich zum Schlafen legen, drosselt Ihr Körper viele Energie verbrauchende Prozesse, wodurch ein reichhaltiges Abendbrot zwangsläufig in den Fettspeichern landen muss. Sofern Sie nicht kurz vorher hart und lang trainiert haben, sollten Sie Ihr Abendbrot auf einen proteinreichen Snack beschränken.

    Bewegung ist wichtig: Kleine Fit-macher-Übungen für den Alltag

    Eltern mit zwei Kindern beim Winterspaziergang im Schnee
    winter fun 1 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

    Ob Rolltreppe oder Auto - viele kleine Hilfsmittel nehmen uns heutzutage die "Arbeit" ab. Dabei braucht der Mensch von seinen Anlagen her eigentlich unbedingt Bewegung im Alltag, um gesund und fit zu bleiben. Übergewicht, Diabetes und Herzprobleme verbreiten sich in der Folge immer stärker in der Bevölkerung.

    Um etwas dagegen zu tun, muss es jedoch nicht immer gleich der Marathonlauf sein, weiß Professor Winfried Banzer, der in der Uni Frankfurt am Institut für Sportwissenschaften lehrt und arbeitet. "Wer sich konsequent und regelmäßig bei täglichen Aufgaben ein bisschen mehr bewegt, kann dadurch sogar ähnliche Effekte erzielen wie bei einem Besuch im Fitnessstudio", so Banzer.

    Konkrete Vorschläge hat der Experte auch: Öfter mal die Treppe anstelle des Fahrstuhls benutzen, absichtlich einige Stationen früher aus den öffentlichen Nahverkehrsmitteln steigen oder gleich das Fahrrad nehmen. Sogar im Stehen telefonieren kann schon einen Unterschied machen. Im Vergleich zum sitzen verbrennt das nebenbei nämlich das doppelte an Kalorien.

    Sport ist wichtig für Schulkinder

    Nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit bleiben Kinder, wenn sie Sport treiben. Darum sollte neben der Schule auch stets Sport getrieben werden.

    Eine Studie aus Schweden hatte gezeigt, dass sich trainierte Jugendliche wesentlich besser konzentrieren und effizienter lernen konnten, als ihre trägen Altersgenossen. Durch das körperliche Training erfährt auch das Hirn eine bessere Durchblutung.

    Bewegung hält nicht nur Körper, sondern auch den Geist fit

    Bärtiger Mann in grauem Wollpulli spaziert an einem schwarzen Strand auf Island
    Handsome man walking on Icelandic black sand beach © Maridav - www.fotolia.de

    Ein amerikanisches Forscherteam fand heraus, dass körperlich fitte Kinder in Gedächtnistests besser abschneiden als Kinder, bei denen nicht so sehr auf die körperliche Fitness gesetzt wird.

    Grund dafür ist, dass die körperliche Aktivität sich positiv auf das Gehirn und dessen Entwicklung auswirkt. Fitte Kinder konnten bedingt durch die regelmäßige Bewegung den Sauerstoff besser verwerten und so die Denkfähigkeit erhöhen. Außerdem wurden während der Gedächtnistests mit Hilfe eines Magnet-Resonanz-Tomographen Bilder von der Gehirnaktivität eines jeden Kindes angefertigt, die zeigten, dass die Kinder, die gut in Form sind, einen deutlich größeren Hippocampus hatten als die Kinder, die weniger gut körperlich trainiert waren. Der Hippocampus ist der Teil im Gehirn, der für das Kurz- und Langzeitgedächtnis und somit auf für das Lösen von Gedächtnistests zuständig ist.

    In Zeiten von mehr und mehr Übergewicht sei es deswegen umso wichtiger, seinen Körper durch ausreichend Bewegung fit zu halten.

    Kein Sport bei einer Erkältung oder einem Infekt

    Normalerweise ist eine sportliche Betätigung auch eine Vorbeugung gegen eine Erkältung. Doch, wenn man sich doch erkältet hat oder an einem anderen Infekt erkrankt ist, beispielsweise eine Magen-Darm-Infektion, so sollte man in dieser Zeit auf den Sport verzichten und erst, wenn man wenigstens drei oder vier Tage wieder fit ist, das Training wieder aufnehmen.

    Denn die Viren könnten auch das Herz befallen und zu einer Herzmuskelentzündung führen, die man auch als "Myokarditis" bezeichnet und sogar auch einen tödlichen Verlauf nehmen kann, wie auch das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" in einer Ausgabe schreibt. Meistens sind von dieser Erkrankung jüngere Männer betroffen, die sich nicht an ein Trainingsverbot halten und erst nach Tagen oder auch Wochen über Luftnot und Brustschmerzen klagen. Wenn der Arzt dann eine Herzmuskelentzündung feststellt, werden Medikamente verordnet und so muss der Patient längere Zeit auf seine sportliche Betätigung verzichten und sich schonen.

    Stadtpark statt Studio - Sport im Freien

    Körperliche Aktivitäten im Grünen haben zusätzlichen Nutzen

    Körperausschnit Frau joggt im Sportoutfit im Wald
    Beautiful young woman runner in a green forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

    Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken ins Freie. In den Parks und Grünanlagen tummeln sich mehr Sporttreibende als in der dunklen Jahreszeit. Wissenschaftler empfehlen sogar, körperliche Aktivitäten nach draußen zu verlagern. Gerade die Psyche profitiere vom Training in freier Natur, schreibt das Fachblatt "Environmental Science and Technology".

    Fitnessstudio oder Outdoor-Training?

    Vor die Wahl gestellt, ziehen Sportler bei niedrigen Temperaturen Aktivitäten in geschlossenen Räumen vor. Verständlich, denn Nieselregen oder eine Schneedecke laden nicht gerade zu einem Lauf durch den Stadtpark ein. Aber, so fanden Forscher bei der Auswertung von insgesamt elf Studien heraus, Trainieren im Grünen baut eher Stress ab als Körperübungen in der Halle.

    Studienteilnehmer berichteten zudem von einem Zugewinn an Lebensenergie. Sie fühlten sich weniger niedergeschlagen und verspürten weniger Ärger. Outdoor-Training führte bei den Probanden zu mehr Freude und Ausgeglichenheit.

    Studienleiterin Dr. Joanna Thompson-Coon von der Universität Exeter und Plymouth rät Menschen, die an Depressionen erkrankt sind oder andere psychische Probleme habe, zu verstärkten körperlichen Aktivitäten im Grünen. Es bringe, so die Wissenschaftlerin, zusätzlichen Nutzen, in der Natur Sport zu treiben.

    Was genau für die positiven Auswirkungen verantwortlich ist, sei noch nicht endgültig bekannt. Es lohne sich aber, auf diesem Feld weiterzuforschen, erklärte Dr. Thompson-Coon, schließlich lebten drei von vier Menschen in Städten und hätten daher weniger Möglichkeiten, in der Natur zu trainieren.

    Hundehalter sind aktiver als Menschen ohne Hund

    Menschen mit Hund erreichen die empfohlene Bewegungszeit pro Woche deutlich wahrscheinlicher

    Rennen, Schäferhund rennt neben Besitzerin her
    Dog Race © Martin Hahn - www.fotolia.de

    Wie nun US-Forscher herausgefunden haben, gelten Menschen, die einen Hund halten, als sehr viel aktiver als Menschen ohne Hund. Neben den täglichen Spaziergängen, die Hundehalter mit ihrem Hund absolvieren, steigt abgesehen davon ihre körperliche Aktivität. Experten empfehlen eine wöchentliche Bewegungszeit von 150 Minuten. Hundehalter erreichen diese deutlich häufiger.

    Wie sich bereits in früheren Studien gezeigt hat, fördern Hunde nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Sozialkontakte der Menschen. Die Forscher vermuten, dass dies zu einer Steigerung der körperlichen Aktivität beitragen könnte.

    Um nun genauer analysieren zu können, ob Hundehalter körperliche Bewegung durch das Gassi-Gehen ersetzen oder tatsächlich aktiver sind, wurden für die Studie knapp 6.000 US-Amerikaner befragt. Die Fragen drehten sich um das Freizeitverhalten, damit verbundene Gesundheitsrisiken, die Art und Dauer der körperlichen Aktivitäten und Informationen über die Haustiere.

    Nach eingehender Auswertung der Studie berichten die Forscher um Mathew Reeves von der Michigan State University in East Lansing über ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Journal of Physical Activity and Healt“. (Bd. 8, Vol. 3, S. 436).

    Hundebesitzer sind auch abgesehen vom Gassi-Gehen aktiver

    Hundebesitzer gehen übrigens nicht nur mit ihren Hunden Gassi, sondern nehmen sich auch mehr Zeit für Sport und Gartenarbeit. Durchschnittlich erreichen Menschen, die einen Hund halten, mit einer 34 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit als Menschen ohne einen Hund, die von Experten empfohlene Bewegungszeit in der Woche.

    Wie die Forscher feststellten, hat also ein Hund durchaus eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Menschen. Allerdings müssen die Wissenschaftler auch betonen, dass es einige Hundehalter gibt, die nur sehr wenig mit ihrem Hund spazieren gehen. Diese Hundebesitzer können natürlich von den positiven Auswirkungen nicht profitieren.

    Die meisten Deutschen treiben regelmäßig Sport

    Auch wenn wir Deutschen es mit der Gesundheitsvorsorge nicht so genau nehmen, so achten wir zumindest gut auf unsere Fitness, wie eine aktuelle Umfrage des Patientenmagazins "HausArzt" unter 1.952 Personen zeigt.

    51% der Befragten sind demnach mindestens einmal die Woche sportlich aktiv. 36% nehmen sich mindestens zwei- oder dreimal die Woche Zeit für sportliche Betätigungen und 9,6% tun sogar täglich etwas für ihre Fitness.

    Dennoch können sich 20,2% der Befragten lediglich einmal im Monat oder noch seltener zum Sport aufraffen und 28,9% treiben überhaupt keinen Sport.

    Die meisten Deutschen machen wegen der Gesundheit und der Fitness regelmäßig Sport

    Was bewegt die Deutschen dazu, gewissenhaft Sport zu treiben?

    Junge, blonde Joggerin im Sportoutfit mit Wasserflasche macht Pause im Wald
    Pretty young girl runner in the forest. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

    Regelmäßige sportliche Aktivität soll nicht nur Spaß machen, sondern auch dem Körper helfen fit und gesund zu bleiben. Genau aus diesem Grund machen auch die meisten Deutschen regelmäßig Sport, wie eine Umfrage des "HausArzt Patientenmagazins" unter 1.952 Leuten zeigt.

    Beweggründe nach Häufigkeit und Alter

    78,8% gaben an sich durch die körperliche Betätigung gesund und fit halten zu wollen. Erst an zweiter Stelle steht mit 57,9% der Stimmen der Spaßfaktor. 36% treiben Sport, um möglichen körperlichen Beschwerden und Krankheiten vorzubeugen und 28% wollen durch das Auspowern den Stress abbauen, der sich angestaut hat. Für 26,8% der Befragten sind vor allem die sozialen Kontakte wichtig, die sie bei gemeinschaftlichen sportlichen Aktivitäten pflegen können, 23,3% treiben gezielt Sport, um Gewicht zu verlieren.

    16,5% lieben einfach den sportlichen Wettkampf und 16,2% möchten ihre eigenen körperlichen Grenzen kennenlernen und sich vollkommen verausgaben. Immerhin 15% der Befragten gaben zu nur auf ärztlichen Rat hin Sport zu treiben und 13,7% haben dies als guten Vorsatz gefasst, den sie nun in die Tat umsetzen möchten.

    Die Umfrage zeigte zudem, dass die Gründe, Sport zu treiben, sehr stark vom Alter abhängig zu sein scheinen. Während die 14 bis 19-Jährigen mit 40,4% der Stimmen vor allem der sozialen Kontakte wegen Sport treiben, wollen die 30 bis 59-Jährigen beim Sport am ehesten Stress abbauen (42,7%). Bei den älteren Menschen ist meist der Rat des Arztes der Hauptgrund für die regelmäßige sportliche Betätigung (28,8%).

    Die deutschen machen Sport wegen körperlichem und geistigem Wohlbefinden

    Sportliche Betätigung hält nicht nur körperlich fit und gesund, sie steigert auch das seelische Wohlbefinden. Genau aus diesem Grund machen auch die meisten Deutschen regelmäßig Sport, wie eine Umfrage des "Hausarzt Patientenmagazins" unter 1.952 Personen, die mindestens einmal monatlich sportlich aktiv sind, zeigt.

    59,1% der Befragten fühlen sich nach dem Sport entspannter, ausgeglichener und sind gänzlich positiv gestimmt. 57,2% sehen vor allem die zunehmende Beweglichkeit ihres Körpers als positiven Aspekt des Sports an. 30,9% haben das Gefühl durch regelmäßige Bewegung seltener krank zu werden und ein stärkeres Immunsystem zu haben und 23,4% der Befragten leiden seltener unter Rücken- oder Gelenkschmerzen.

    22,8% konnten durch eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivität ihr Gewicht reduzieren und 18% haben den Eindruck auch geistig wieder fitter zu sein. Bei 16,4% der Umfragenteilnehmer haben durch den Sport zudem die Muskelbeschwerden nachgelassen, 7,3% haben seitdem einen niedrigeren Blutdruck und 5,8% berichteten von einer besseren Durchblutung.

    Sport schützt vor Drogen

    Laut einer Umfrage rauchen Jugendliche seltener, wenn sie regelmäßig Sport betreiben

    Fußballteam in roten Trikots im Kreis auf Fußballfeld
    Soccerteam © L.F.otography - www.fotolia.de

    Studenten die sich in ihrer Freizeit sportlich betätigen, lehnen Drogen häufiger ab, als ihre Kollegen, die keinen Sport treiben. Zu diesem Ergebnis kam eine amerikanische Studie, bei der 12.000 Studenten zu ihrem Umgang mit Zigaretten, Alkohol und Drogen befragt wurden.

    Während 38 Prozent der Befragten, die keinen Sport treiben, angaben im letzten Monat geraucht zu haben, waren es bei den sportlichen Jugendlichen nur 27 Prozent. Marihuana rauchten 23 Prozent der Sportmuffel im Vergleich zu nur 16 Prozent der Aktiven.

    Alkoholkonsum als "Teamaktivität"

    Allerdings liegt der Alkoholkonsum der Sportler mit 57 Prozent deutlich höher als der der Nichtsportler mit 45 Prozent. Laut der kanadischen Zeitung „The Gazette“, liege dies vor allem an der sozialen Komponenten des Alkohols.

    So gehöre das Trinken von Alkohol für die Meisten zum Teamsport dazu. Diese These wird durch die Tatsache unterstützt, dass bei den Individualsportlern kein erhöhter Alkoholkonsum nachgewiesen werden konnte.

    Die Studie soll dazu dienen, die Hintergründe des Drogenkonsums Jugendlicher besser zu beleuchten. An der Universität Michigan hofft man, dass das Animieren der Jugend, Sport zu treiben, zu einem verringerten Drogenmissbrauch führen könnte.

    Sport verbessert Lese- und Rechenkompetenz von Schulkindern

    In der Zeitschrift "Geistig fit" wird in der aktuellen Ausgabe von 12 Studien mit 200 Schulkindern berichtet. Alle Studien wurden an der University of Georgia in den USA gemacht.

    Die Forscher fanden heraus, dass sich durch eine Stunde Sport mehr am Tag die Lese- und Rechenfähigkeit der Kinder verbessert. Die Wissenschaftler vermuten, dass durch Bewegung die kognitive Fähigkeit der Handlungsplanung trainiert wird, die für das Lesen und Rechnen extrem wichtig ist. Welche Sportart die Kinder betreiben sei nebensächlich, von Hula-Hoop bis Kurzstreckenrennen sei alles gleich gut. Am besten sei spielerische Bewegung an der frischen Luft.

    Die Forscher raten Eltern, die Bewegung am Nachmittag den Kindern nicht vorzuenthalten, um mit ihnen mehr Rechnen und Lesen zu üben. Allerdings ergaben die Studien keine Verbesserung der Sprachkompetenz und der Fähigkeit sich Objekte vorzustellen durch die zusätzliche Bewegung.

    Insgesamt lässt sich feststellen, dass Sport nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist der Kinder gut tut.

    Für den gesunden Rücken - nach der Winterpause nur langsam wieder mit Sommersport anfangen

    Nach der Winterpause sollten zur Vemeidung von Rückenbeschwerden Wassersportarten betrieben werden

    Frau im Pool macht Wassergymnastik
    Girl in pool doing aerobic © Lars Christensen - www.fotolia.de

    Die Sonne 2011 lädt nicht nur zum Eisessen ein, endlich ist es auch wieder Zeit für sommerlichen Sport. Doch wen die Luft und Sonne zum Training nach draußen lockt, der sollte dabei besonders an seinen Rücken denken.

    Wassersportarten schonen die Gelenke und eignen sich besonders

    Gerade unmittelbar nach der Winterpause sollte man nur langsam und moderat den Sommersport wieder aufnehmen. Die Pause kann bewirken, dass bei zu intensivem Trainingsstart eine Überbelastung eintritt. Dies kann nicht nur zu vorübergehenden Schmerzen führen, sondern auch Knorpel und Bänder ernsthaft verletzen.

    Um diese Schäden zu vermeiden, sollte man am Besten mit einer Wassersportart die Bewegungspause beenden. Die Bewegung im Wasser entlastet alle Gelenke und auch die Bandscheiben und kann daher kaum zur Überbelastung führen. Intensiven Sport, wie etwa Volleyball, Tennis und Badminton, sollten Sie nur nach einer Erwärmphase betreiben. Die schnellen Bewegungen und ein abruptes Stoppen beim Kampf um den Ball kann die Wirbel extrem belasten.

    Wer von sich weiß, dass er zu Rückenschmerzen neigt, sollte vor der Sportsaison des Sommers 2011 am Besten mit seinem Hausarzt oder sogar einem Sportmediziner über sportliche Vorhaben sprechen.

    Auch ein bisschen Sport wirkt lebensverlängernd

    Für Menschen mit wenig Zeit oder Lust auf Sport, reichen 15 Minuten Bewegung täglich aus

    Junger Mann im Sportoutfit sitzt auf Tennisplatz und dehnt sich vor dem Tennisspiel
    A young asian male tennis player stretching before playing © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

    Die WHO empfiehlt 30 Minuten Sport am Tag, um sich körperlich gesund und fit zu halten. Eine Studie aus Taiwan hat nun herausgefunden, dass schon 15 Minuten täglich genügen. Bereits diese kurze Zeit soll das Leben um drei Jahre verlängern.

    Für Menschen, die entweder keine Zeit oder auch keine Lust auf ein längeres Sportprogramm haben, könnte das Forschungsergebnis aufmunternd wirken. Zeigt es doch, dass sich selbst ein geringer Einsatz lohnt.

    15 Minuten Sport täglich

    Durch den modernen, hektischen Lebensstil bleibt vielen Menschen keine Gelegenheit, die obligatorischen Sporteinheiten zu schaffen. Darum haben diverse Mediziner und Sportwissenschaftler schon seit längerem vorgeschlagen, die feste Regel lockerer zu sehen und beispielsweise drei mal zehn Minuten am Tag anzuraten. Dies hätte einen bei weitem positiveren Einfluss auf die Motivation.

    Die Wissenschaftler aus Taiwan sind nun mit ihren Resultaten sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Sie finden 15 Minuten angemessen.

    Aktiv oder inaktiv

    Sie interviewten 416 000 Landsleute nach deren Gewohnheiten. Je nachdem, wie bewegungsfreudig die Probanden waren, wurden sie in fünf unterschiedliche Gruppen eingeteilt.

    Das Spektrum reichte von sehr aktiv bis inaktiv. Insgesamt acht Jahre lang checkten die Experten die Entwicklung der Teilnehmer. Sie kamen abschließend zu der Feststellung, dass gemäßigter Sport einen guten Einfluss auf die Gesundheit hat.

    Rauchen und Alkoholgenuss

    Andere Experten kritisierten, dass sich die Studie einzig auf Selbsteinschätzungen von Probanden verlassen habe. Andere Lebensumstände hätten keinen Einfluss auf die Studie genommen. Dem widersprachen die Wissenschaftler aus Taiwan. Rauchen und Alkoholgenuss seien sehr wohl beachtet worden.

    Zwischendurch den Herzschlag erhöhen: Treppensteigen im Alltag ist gesund

    Ob Aufzug oder Rolltreppe - mittlerweile kennen wir unzählige Wege, um am Bahnhof, im Büro oder in der Stadt nicht mehr selbst auf die Treppe zu müssen. Dabei ist Treppensteigen eine der besten Fitness-Übungen, die es gibt. Einer wissenschaftlichen Studie aus der Schweiz zufolge, kann man sein Sterberisiko bereits nach einem Vierteljahr um bis zu 15 Prozent senken, wenn man konsequent die Treppe nimmt.

    Ab und zu den Herzschlag etwas in die Höhe zu treiben, hat nämlich durchaus einen positiven Effekt, auch wenn man nicht ins Schwitzen gerät. Beim Treppensteigen wird zudem der Po und die Beine geformt. Auch für den Rücken ist das Auf und Ab gut. Also wozu viel Geld für Fitnessstudios ausgeben, um sich auf den Stepper zu stellen, wenn es doch überall im Alltag Treppen gibt, die man nutzen kann!

    Von wegen Sport für alle - manche schaden damit dem Herzen

    Jeder Mensch sollte regelmäßig Sport treiben, denn das ist gesund. Diesen Merksatz kennen die meisten und würden ihn wohl auch bestätigen. Mediziner verschiedener Fachrichtungen raten stets zu sportlichen Betätigungen und daher kommt schnell das schlechte Gewissen, wenn man es mit dem Sport nicht so genau nimmt. Doch eine aktuelle Untersuchung könnte das nagende Gewissen vieler beruhigen, denn offenbar ist die alte Weisheit gar nicht immer gültig. Die Studie ermittelte, dass bei manchen Menschen regelmäßige Betätigung nicht nur nicht die Gesundheit stärkt, sondern ihr sogar schadet. Es konnte eine Steigerung der Risiken für das Herz festgestellt werden, die nicht zufällig sein konnten.

    Untersucht wurden die Daten von sechs Sportstudien. So konnte man insgesamt auf die Angaben von 1.687 Patienten zurückgreifen. Besonders unter die Lupe genommen wurden jene Probanden, die regelmäßig Belastungssport trieben und dies über Jahre. Genau für diese Gruppe ermittelte die Meta-Studie bedenkliches. Demnach hatten zehn Prozent der Teilnehmer krankhafte Veränderungen am Herzen entwickelt und zwar erst nachdem sie mit dem Sport begonnen hatten. 12,2 Prozent hatten inzwischen Bluthochdruck entwickelt, 13,3 Prozent hatten ungünstige Cholesterinwerte. Auch die Neigung zu Diabetes war bei 8,3 Prozent plötzlich aufgetreten.

    Bedenklich sind diese Ergebnisse, da vor allen Dingen viel Kardiologen, also Herzspezialisten, ihren Patienten immer wieder zu regelmäßigem Sport raten, damit deren Herz gestärkt wird. Der Studie zufolge kann das aber genau der falsche Rat sein. Allerdings sind diese Risiken noch immer kleiner, als die Gefahren, die das Leben ganz ohne Sport mit sich bringt. Jedoch sollte man wohl eher zu moderaten Sportarten tendieren.

    Sport verlängert das Leben - Studie zeigt, dass nur 15 Minuten am Tag schon reichen

    Sport ist wichtig für die Gesundheit, das wissen wir alle. Allerdings ist der innere Schweinehund oft so stark, dass man einfach nicht regelmäßig zum Trainieren kommt. Eine Studie beruhigt nun aber die inneren Schweinehunde, denn man muss gar nicht stundenlang joggen oder schwimmen.

    Deutsche Mediziner haben in einer Studie belegt, dass bereits 15 Minuten Sport am Tag vollkommen ausreichen, um das Leben eines Menschen deutlich zu verlängern. Als Sportarten empfehlen sich dabei besonders der kurze Jogging-Lauf hinter dem Haus oder das Fahren mit dem Rad.

    Untersucht wurden die Ergebnisse einer Studie aus Taiwan. Dort hatten 400.000 Menschen an einer Gesundheitsstudie teilgenommen und ließen sich zwölf Jahre am Stück regelmäßig untersuchen. Es zeigte sich in der deutschen Auswertung, dass eine Viertelstunde Sport am Tag das Leben im Durchschnitt um drei Jahre verlängerte. Dabei wurde auch nur an sechs Tagen die Woche trainiert. Verglichen mit sportlich komplett inaktiven Menschen sank die Gesamtsterberate um immerhin 14 Prozent. Wer statt 15 Minuten gleich 30 Minuten Sport am Tag machte, dessen Risiko sank noch einmal um vier Prozent. Ab einer Trainingseinheit von 90 Minuten sank das Risiko nicht weiter, hier scheint das Limit erreicht.

    Fit im Alltag: Warum man öfter die Treppe nehmen sollte

    Wer in der Stadt unterwegs ist, es eilig hat oder viele Taschen mit sich trägt, müde von der Arbeit ist oder generell faul, für den ist die Rolltreppe eine der größten Erfindungen der Menschheit. Doch wer trotz alle dem immer mal wieder seinen inneren Schweinehund überwindet, der kann immens vom Treppensteigen profitieren. Denn wer die unbequeme Alternative zur Rolltreppe wählt, der verbessert seine Ausdauer und kann sich mitunter die ein oder andere Sporteinheit sparen.

    Wer 400 Treppen am Tag steige, der habe den gleichen positiven Effekt für seinen Körper erzielt, wie jemand, der eine Viertelstunde lang joggen gehe, so Sabine Kind von der Saarbrückener "Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement". Wichtig ist, dass man es regelmäßig tut, sich jedoch am Anfang nicht überfordert. Man solle sich langsam steigern, dann aber dabei bleiben, so Kind. Dann tut man nicht nur seinem Herz etwas Gutes, sondern kann mitunter auch einige Pfunde verlieren.

    Sich selbst überlisten und Zeit sparen - Sport kann im Alltag überall integriert werden

    Dass Sport zeitaufwändig ist, ist für viele Menschen die beliebteste Ausrede. Dabei ist gerade von Workaholics mit enorm engem Zeitplan bekannt, dass sie für Sport immer noch ein wenig Zeit finden. Besonders solche Menschen, die viel arbeiten, schätzen den Sport als Ausgleich, um den Kopf frei zu kriegen.

    Mit einigen Tricks kann man Sporteinheiten in jeden Alltag integrieren. Wer etwa keine Zeit für lange Anfahrtswege zum Fitness-Studio oder dem Laufweg hat, der trainiert eben zu Hause. Räume sie sich eine kleine Ecke im Keller oder Wohnzimmer frei, wo sie ihre Fitness-Matte und eventuell ein paar Hanteln lagern.

    Intervalltraining dauert nicht lange und ist ideal für Zwischendurch. Wann immer man sich motiviert für Sport fühlt, sollte man einige Einheiten einlegen. Wer sich immer einen festen Termin ausgucke, so Christian Hagen, Fitnesstrainer und Clubleiter vom Hamburger "kingdom of sports", der wird scheitern. Wenn etwas dazwischen kommt, dann hört man meistens nämlich gleich wieder ganz mit Sport auf. Also einfach immer ran an die Hanteln, wenn man Lust darauf hat. Dehnen und stretchen sind wichtig, aber man sollte es nicht übertreiben. Das kostet Zeit und bringt nicht viel. Dehnübungen sollte man vor allem nach dem Training machen, so Hagen.

    Ideal sei es auch, Sport in den Alltag zu integrieren. Wer eine Station früher aus dem Bus aussteigt als er muss, der kann sich schon fünf Minuten auf dem Laufband sparen, so Hagen.

    Sport kann besser vorbeugen und heilen als manche Medikamente

    In Zukunft sollte Sport bei Therapiekonzepten mehr berücksichtigt werden

    Sportler mit blauer Hose und weißen Laufschuhen auf einem Laufband
    running on a treadmill © .shock - www.fotolia.de

    Immer wieder hört man, wie wichtig Sport ist und das stimmt auch, denn Sport hat einen präventiven Nutzen. Viele Krankheiten können so vermieden werden. Bei dem 37. interdis­ziplinären Forum der Bundesärztekammer sprachen die Experten ihres Faches nun aber darüber, dass die Fitness einen Menschen nicht nur vor einer Krankheit schützen, sondern diese auch nach dem Ausbruch im Zaum halten kann. In Berlin erörterte man, was sich in der letzten Zeit an neuen Erkenntnissen zu diesem Thema angesammelt hat.

    Sportlichkeit und Sterblichkeit

    Insgesamt wurden vier Meta-Studien betrachtet, die unter anderem gezeigt hatten, dass regelmäßiger Sport teilweise besser helfen, als manche Wirkstoffe aus Medikamenten. Insgesamt hatte man die Daten von mehr als 800.000 Menschen ausgewertet und dabei ihre Sportlichkeit während einer Krankheit in direkten Zusammenhang zu ihrer Sterblichkeit gesetzt.

    • Die Gefahr, vorzeitig zu versterben, sank im Schnitt um 35 Prozent.
    • Die Gefahr, dass ein Problem des Herzens zu diesem frühen Tod führen würde, war bei sportlichen Patienten durchschnittlich um 33 Prozent kleiner.

    Sport in Therapiekonzepten

    Interessant war auch, dass die pAVK, die periphere arterielle Verschlusskrankheit, durch das Einsetzen von Stents nicht so gut in den Griff bekommen werden konnte, wie durch Sport. Gegenüber einer Stent-Gruppe konnten die sportlichen Patienten ihre Gehstrecke nach einem Jahr um bis zu 78 Prozent mehr verbessern. Eine ähnliche Wirkung hatte Sport auf Menschen mit

    All diese chronischen leiden können zwar mit Medikamenten versorgt werden, doch offenbar scheint Sport das „Medikament“ der ersten Wahl zu sein. Dies sollte bei Therapiekonzepten in Zukunft mehr berücksichtigt werden.

    Was ist besser: Walken oder Joggen? - Gesundheitlicher Effekt nicht eindeutig geklärt

    Rückansicht Paar beim Nordic Walking auf Feldweg
    nordic walking 2 © Ilan Amith - www.fotolia.de

    Laut US-amerikanischen Forschern ist es egal, ob man einen Sport treibt, bei dem man tüchtig ins Schwitzen kommt, oder ob man ein moderates Training bevorzugt. Dafür haben die Forscher 30.000 Läufer und 16.000 Walker beobachtet. Im Endergebnis stellten sie fest, dass der Gesundheit sowohl Gehen, als auch Laufen bekommt.

    Wichtig ist der Energieverbrauch. Beim selben Kalorienverbrauch wirkt sich Joggen und Walken gleich aus. Alle gesundheitsgefährdenden Risiken wie Bluthochdruck, ein schlechter Cholesterinspiegel und die Gefahren einer koronaren Herzerkrankung und Diabetes werden eingeschränkt.

    Die Forscher erklärten, dass sowohl beim Gehen als auch beim Joggen dieselben Muskelgruppen eingesetzt werden. Allerdings müssen Walker einen erheblich längeren Zeitaufwand mit einrechnen, wenn sie dieselbe Kalorienmenge verbrauchen wollen, wie die Jogger.

    Doch so richtig eins sind sich die Forscher nicht. Bei einer taiwanesischen Veröffentlichung kam heraus, dass schweißtreibender Sport eine höhere Wirkung auf die Lebensverlängerung hätte als moderater Sport. Schon bei fünfzehn Minuten am Tag kann das Sterblichkeitsrisiko um 14 Prozent minimiert werden. Auch Menschen die es gemütlicher angehen lassen, leben demnach drei Jahre länger.

    Wer fünfzehn Minuten am Tag länger trainiert, kann sein persönliches Risiko frühzeitig zu sterben, um weitere vier Prozent senken und die Gefahr einer Krebserkrankung um ein Prozent reduzieren. Nicht aktive Menschen sterben demnach zu 17 Prozent früher.

    Der Saarbrücker Sportmediziner Meyer rät auf Grund der widersprüchlichen Ergebnisse, tausend Menschen ein paar Jahre lang zu begleiten und ihre Daten bezüglich Joggen und Walken zu vergleichen. Er ist der Meinung, dass man damit man zu einem abschließenden Ergebnis käme.

    Weniger Medienkonsum, dafür mindestens 90 Minutean Aktivität für Kinder gefordert

    Paar mit zwei Kindern, Familie rennt lachend Strand entlang
    Family running on beach smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

    Stundenlang hocken sie vor ihren Bildschirmen, schauen Trickfilme und spielen mit ihren Konsolen. Die bewegungsarme Generation weiß schon fast nicht mehr, wie wichtig körperliche Ertüchtigung ist und vor allem wie gesund es sein kann für Körper und Geist, sich täglich zu bewegen.

    Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie gab nun bekannt, dass Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren täglich mindestens 90 Minuten aktiv sein müssen oder 12.000 Schritte tun sollen. Der TV-Konsum sollte sich auf höchstens eine Stunde beschränken. Ein anderes Expertenteam ist der Meinung, dass 60 Minuten Bewegung sein müssen und der Medienkonsum zwei Stunden nicht überschreiten sollte.

    Als Fazit bleibt Eltern, Pädagogen und Ärzten jedoch die Erkenntnis, dass körperliche Aktivität und weniger sitzende Tätigkeiten dem Wohle des Kindes dienen und spätere Erkrankungen vorbeugen können.

    Warum körperliche Fitness gut gegen Angst sein kann

    Sport ist gesund. Das ist nichts Neues, allerdings hält man mit Sport nicht nur seinen Körper fit, sondern man tut auch etwas für die Seele. Menschen die regelmäßig joggen, schwimmen oder Rad fahren sind generell gelassener. In stressigen Situationen reagieren sie meist viel ruhiger und sind wesentlich weniger ängstlich.

    Grundlage für diese Erkenntnis war eine Studie an Mäusen. Diese wurden in zwei unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe Mäuse bekam ein Laufrad in den Käfig gestellt, die andere nicht. Die Mäuse nutzen das Angebot und liefen bis zu vier Kilometer pro Nacht. Die andere Gruppe war entsprechend träger und bewegte sich kaum.

    Sechs Wochen später wurden die Nager in kaltes Wasser getaucht. Mit Sensoren wurden die Reaktionen im Gehirn untersucht und man konnte feststellen, dass die trainierten Mäuse ganz andere Botenstoffe ausstießen, als ihre untrainierten Artgenossen. Anhand der Daten konnten Schlussfolgerungen gezogen werden, die beweisen, dass körperliche Fitness dazu beträgt, in stressigen Situationen ruhiger zu bleiben und gelassener zu reagieren.

    Des Öfteren wurde bereits der positive, kurze Kick nach einem ausgiebigen Training erörtert und bestätigt. Nun gilt es weiter zu forschen, denn mit der neuen Erkenntnis könnten psychische Erkrankungen bei Menschen mit ganz neuen Methoden behandelt werden. Vor allem was die Behandlung von Angststörungen betrifft, könnten sich neue Wege erschließen.

    Wichtig für die Gesundheit: Trotz chronischer Leiden und Handicaps sollten Kinder Sport treiben

    Damit ein Mensch möglichst lang gesund und fit bleibt, ist regelmäßiger Sport einfach unentbehrlich. Das wissen die meisten zwar, doch oft fehlen Zeit und Muse, damit man sich an die Ratschläge der Ärzte hält. Anders ist es bei Eltern, deren Kinder von einem chronischen Leiden betroffen sind oder ein starkes Handicap haben.

    Sie sind oft verunsichert, ob es überhaupt für ihr Kind gut ist, wenn sie es zum Sport anhalten. Aus Angst vor Verletzungen und Sorge vor Überbelastungen halten manche ihren Nachwuchs dann von jeder sportlichen Betätigung fern. Doch dies ist ein völlig falsches Vorgehen, wie Ärzte betonen. Auch für beeinträchtigte Kinder ist Sport enorm wichtig und kann sogar ihr Leiden lindern.

    Eine häufige chronische Krankheit ist das Asthma. Eltern sollten dazu wissen, dass es aus medizinischer Sicht überhaupt kein Problem ist, einen Asthmatiker zum Sport zu schicken. Wichtig ist allein, dass die nötigen Medikamente für einen Notfall griffbereit sind. Auch mit Epilepsie darf ein Kind zum Sport. Erneut zählt, dass Notfallmedikamente da sind und eventuelle Trainingspartner über die Krankheit informiert sind, damit sie sich bei einem Anfall richtig verhalten können.

    Bevor ein Kind mit einem Herzleiden zum Sport geht, sollte der Kardiologe die genaue Belastungsgrenze festlegen und entsprechende Betätigungen vorschlagen. Werden die Vorgaben eingehalten, kann der regelmäßige Sport sogar dazu beitragen, dass das Kind belastbarer wird, da das Herz- und Kreislaufsystem gestärkt wird.

    Kinder mit dem Down-Syndrom sollten nur unter Aufsicht Sport treiben, um das Verletzungsrisiko zu minimieren, doch dann steht der Betätigung nichts im Wege. Durch richtigen Ausdauersport kann so sogar die vergleichsweise geringere Muskelspannung der Kinder gesteigert werden.

    Fahrradfahren ist nach wie vor der liebste Sport der Deutschen

    Junges Paar mit Fahrradhelm beim Mountainbiking
    mountainbike couple outdoors © Warren Goldswain - www.fotolia.de

    Fahrrad fahren ist des Deutschen liebste Sportart. Sie führt noch vor dem Fitnesstraining. Das ist das Ergebnis einer Forsa Umfrage, welche von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde.

    In Ost und West ist der Drahtesel gleichermaßen beliebt und es wird in ländlichen Regionen häufiger geradelt, als das in urbanen Gebieten der Fall ist. Darüber hinaus steigen mehr Männer, nämlich 44 Prozent, als Frauen auf das Rad. Bei den Frauen sind es immerhin noch 35 Prozent. Die fleißigsten Radler sind im übrigen junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Hier treten 47 Prozent gern in die Pedale.

    Mit zunehmenden Alter steigt das Interesse an gezielten Fitnesstraining und Gymnastik. Das hängt oftmals damit zusammen, dass Beschwerden, wie Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen zunehmen.

    Auf Platz drei finden sich die Sportarten Nordic Walking und Schwimmen ein. Wobei hier der Frauenanteil dominiert. Besonders Frauen über 66 begeistern sich zunehmend für das Nordic Walking.

    Den vierten Platz nimmt Joggen ein, dicht gefolgt von Fußball und Tennis. Die Studie zeigte auch, dass Sport keine Frage des Geldes ist. Egal aus welcher sozialen Schicht die Befragten stammten, es wurden stets diese Platzierungen erreicht.

    Eine tägliche moderate sportliche Bewegung lässt mehr Kilogramm purzeln als hartes Training

    Nahaufnahme Stück eines Fahrradreifens auf Blumenwiese
    summer cycling. health and sport concept. © w14a - www.fotolia.de

    Wie eine skandinavische Studie zeigt, wirkt sich eine moderate sportliche Betätigung mehr auf das Alltagsverhalten aus, als ein hartes Training in einem Fitnessstudio. Bei der Studie nahmen 60 leicht übergewichtige gesunde Personen teil, die über 13 Wochen ein Training absolvierten.

    Die eine Gruppe nahm täglich etwa eine halbe Stunde an sportlichen Übungen teil, die andere Gruppe dagegen machte eine ganze Stunde lang Sport. Doch nach dem Studienende hatten die Teilnehmer der ersten Gruppe im Schnitt 3,6 Kilogramm an Körpergewicht verloren, die Teilnehmer der zweiten Gruppe kamen nur auf 2,7 Kilogramm.

    Aber auch im täglichen Alltag zeigten sich Unterschiede, so fuhren viele Teilnehmer der ersten Gruppe mit dem Fahrrad zur Arbeit, benutzten die Treppe, statt mit dem Aufzug zu fahren und einige waren öfters mit ihrem Hund unterwegs.

    Trimm-dich-Pfade - der Klassiker kommt nun wieder in Mode

    Junge Joggerin läuft im Park am Gewässer
    Young woman ruuning in the park © Agamtb - www.fotolia.de

    Sich sportlich an der frischen Luft zu betätigen, ist wohl die gesündeste aller Sportvarianten. In den 70er Jahren standen die so genannten Trimm-dich-Pfade dabei hoch im Kurs. Nachdem sie im Laufe der Zeit mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind, erfreuen sie sich nun wieder immer größerer Beliebtheit.

    Schritt für Schritt von Etappe zu Etappe

    Die Pfade sind meistens ein paar Kilometer lang und befinden sich im Grünen, beispielsweise in Parks oder Wäldern. In manchen Gegenden kann man die fachliche Unterstützung eines Fitnesstrainers in Anspruch nehmen, der einen beim Absolvieren der Etappen begleitet und die dort aufgeführten Übungsvorschläge vormacht. Auf diese Weise lassen sich Trainingsfehler vermeiden, was besonders für Sportanfänger wichtig ist.

    Die Trimm-dich-Pfade sind in mehrere Etappen aufgeteilt; meistens startet man mit einem Aufwärmprogramm wie Armkreisen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Anschließend folgen kleine Hüpf- oder Kletterparcours und auch das Stemmen von Baumstämmen ist je nach Umgebung möglich. Selbst einfache Treppen eignen sich als gutes Trainingselement, denn hier kann jeder selbst bestimmen, ob er mit großen oder kleinen Schritten runter- und wieder raufrennt und auch das Tempo kann individuell gewählt werden.

    Auf diese Weise kann man mit einfachen Mitteln und auf gesunde Weise seinen gesamten Körper trainieren – vom gezielten Muskeltraining für Bauch, Arme und Beine bis zum einheitlichen Ausdauerworkout. Auch für die Balance und Geschicklichkeit stehen dem Natursportler auf einem Trimm-dich-Pfad zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

    Gesundheitsvorsorge: Bewegung oft besser als Medikamente

    Sportler mit blauer Hose und weißen Laufschuhen auf einem Laufband
    running on a treadmill © .shock - www.fotolia.de

    Manche Krankheiten lassen sich durch Sport genauso gut behandeln wie durch Medikamente. Beim Schlaganfall schützt gezielte Bewegung sogar besser vor dem Tod als die gängigen Arzneimittel. Belege dafür entdeckten Wissenschaftler in einem internationalen Netzwerk-Metaanalyse.

    Um die Effekte von Sport und Medikamenten vergleichen zu können, durchforsteten die Forscher medizinische Datenbanken in aller Welt. Dabei konzentrierten sie sich auf vier häufige Krankheitsbilder: Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Herzversagen. Lediglich in den Diabetes-Studien konnte kein Vorteil der Bewegung nachgewiesen werden. Bei den Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems konnte der Sport das Sterblichkeitsrisiko senken – teilweise stärker als eine medikamentöse Therapie.

    Die Wissenschaftler weisen aber darauf hin, dass die Daten zu Medikamenten wesentlich zahlreicher sind als zum Effekt von Bewegung. So wurde der Einfluss von körperlichem Training beim Schlaganfall nur an 227 Patienten gemessen. Die Studien über blutverdünnende Medikamente umfassen dagegen mehr als 70.000 Patienten. Diese zahlenmäßigen Unterschiede spiegeln auch das generelle Missverhältnis in der Medizin wider: Forscher und Ärzte setzen stärker auf Medikamente als auf nebenwirkungsfreie Therapien wie Bewegung.

    Die Initiatoren der Meta-Studie fordern die Wissenschaft deshalb auf, weitere Studien zum Einfluss von Sport in der Gesundheitsvorsorge durchzuführen. Möglicherweise seien effektive Bewegungsprogramme für bestimmte Krankheiten bisher unerkannt, weil die Forschung sich zu sehr auf Pharmazeutika konzentriert. Mit gezielten Studien ließen sich konkrete Therapiepläne für die einzelnen Krankheitsbilder entwickeln.

    Sport schon im Kindesalter fördern: Verbessert kognitive Leistung vor allem in Naturwissenschaften

    Drei Jugendliche lachen und halten Daumen in Kamera
    Three Young Teenagers © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Sport wirkt sich nicht nur positiv auf Herz und Kreislauf aus. Er kann bei Jugendlichen auch dazu beitragen, bessere Schulnoten zu erzielen. Wissenschaftler von der schottischen Universität Dundee haben in einer Studie belegt, dass ein Zusammenhang zwischen Sport und Schulnoten besteht.

    Dazu haben sie 5000 Elfjährige untersucht und hinsichtlich ihrer sportlichen Aktivität und die schulischen Leistungen mit 11, 13 und 16 Jahren begutachtet. Vor allem die Fächer Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften nahmen sie ins Visier. Tatsächlich hatten die Teenager, die schon mit elf Jahren viel Sport machten, auch in späteren Altersstufen bessere Leistungen als die unsportlichen Kameraden.

    Es ließ sich eine Steigerung bis zum Alter von 16 Jahren ablesen, und zwar in dem Maße wie auch die körperliche Aktivität zunahm. Außerdem waren die Leistungen umso besser, wenn schon in jungen Jahren eine körperliche Aktivität bestand. Bei Jungen wirkte sich jede Zeitspanne von 17 Minuten Sport positiv aus, bei Mädchen reichten 12 Minuten. Bei ihnen zeigte sich im naturwissenschaftlichen Bereich ein besonders deutlicher Effekt.

    Sport und Bewegung können Depressionen vorbeugen

    Junges, lächelndes Paar im Sportoutfit macht Liegestütze
    Fitness people © Kurhan - www.fotolia.de

    Wer unter Depressionen leidet, sollte neusten Studien zufolge einfach etwas Sport treiben. Wie Wissenschaftler nun bekannt gaben, helfe ein wenig Bewegung jeden Tag, einen Weg aus der düsteren Stimmung zu finden.

    Zudem wurde festgestellt, dass man mit ein wenig Sport einer Depression sogar vorbeugen kann. Mit Sport ist kein Leistungs- oder Kraftsport gemeint. Leichter Sport, wie Walken oder Schwimmen reichen schon aus, um der Seele etwas gutes zu tun. Selbst 20 Minuten Gartenarbeit sind ein gutes Mittel, um sich vor Depressionen zu schützen.

    Zu diesen Erkenntnissen kam Georg Mammen von der Universität Toronto in Kanada. Er hatte als Grundlage für diese Studie zahlreiche Forschungsergebnisse aus den vergangenen 26 Jahren hinzugezogen, welche im direkten Zusammenhang zwischen Sport, Bewegung und Depression standen. Zwar müsse man auch genetische Faktoren mit einbeziehen, welche für eine Depression verantwortlich gemacht werden können. Dennoch sehe es Mammen als erwiesen an, dass Bewegung einen vorbeugenden Effekt erzielt.

    Er gibt den gut gemeinten Rat, dass Menschen, die bereits sportlich aktiv sind, es auch bleiben sollten und jene, die bislang einen Bogen darum gemacht haben, damit anfangen sollten. Angesichts der immens hohen Kosten einer medikamentösen Behandlung bei Depression, sei Prävention in der heutigen Zeit sehr wichtig geworden.

    Warum Frauen eher kurzatmig werden als Männer

    Anatomie - Grafik der menschlichen Lunge
    menschliche lunge © sebastian kaulitzki - www.fotolia.de

    Warum Frauen schneller an Kurzatmigkeit leiden als Männer haben nun kanadische Forscher herausgefunden. Denn nicht nur beim Treppe steigen, sondern auch beim Langstreckenlauf geht den Damen offensichtlich schneller die Puste aus als gleichaltrigen Herren.

    Der wesentliche Unterschied liegt den Forschern zufolge in der Größe der Atmungsorgane. So haben Frauen eine kleinere Lunge und auch kleiner Atemwege als Männer. Daher müssen Frauen diese stärker elektrisch aktivieren als Männer. Auch die Atemmuskulatur ist bei Frauen anders ausgeprägt.

    Für die Studien erklärten sich 50 nicht-rauchende Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren zu einem Belastungstest auf dem Fahrrad bereit. Überwacht wurde unter anderem die Atmung, das Herz- Kreislaufsystem als auch der Stoffwechsel. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer ihre eigene Kurzatmigkeit regelmäßig auf einer Skala bis zehn bewerten.

    Forscher erhoffen sich anhand der Ergebnisse neue Therapien und Behandlungen besonders für ältere Menschen, die an chronischen Herz- und Lungenerkrankungen leiden. Auch die Leistungsfähigkeit könne mit den neuen Erkenntnissen gesteigert werden.

    Treppensteigen als Fitness-Programm: Schilder können Mitarbeiter motivieren

    Ansicht von unten: Joggerin läuft Treppe in Gebäude in Stadt hoch
    Urban Runner © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

    Treppensteigen verbrennt mehr Kalorien als Joggen. Sportmediziner empfehlen daher seit langem, den Aufzug links liegen zu lassen und öfter mal die Stufen zu erklimmen. Ein englisches Unternehmen liefert dazu sogar passende Schilder, mit denen Firmen ihre Mitarbeiter zum hauseigenen Fitness-Programm motivieren können.

    StepJockey

    StepJockey nennt sich das Programm, und jeder Nutzer kann individuell errechnen lassen, wie viele Kalorien das Besteigen seiner Treppe verbraucht. Info-Poster mit motivierenden Sprüchen lassen sich einfach ausdrucken oder als ansprechende Acryl-Schilder bestellen. Die Kalorienangaben werden für jede Etage gesondert ausgewiesen, per Smartphone können Treppensportler ihr Pensum bewerten. 5 Minuten flotter Stufenlauf verbrauchen rund 40 Kilokalorien.

    Sieben Minuten Treppensteigen pro Tag

    Wer bei der morgendlichen Ankunft, zur Kaffee- und Mittagspause sowie beim Nachhausegehen die Treppe benutzt, reduziert aber nicht nur seine Fettpölsterchen: eine britische Studie belegt, dass bereits sieben Minuten Treppensteigen pro Tag reichen, um das Risiko eines Herzinfarktes um mehr als die Hälfte zu senken. Kein Wunder also, dass sich in England bereits viele Betriebe an der Kampagne beteiligen.

    Mit drei Jahren auf die Skipiste? Ab wann welche Sportarten für Kinder geeignet sind

    Dick angezogenes Kleinkind auf Fahrad, lacht
    kind mit fahrrad © Ramona Heim - www.fotolia.de

    Für viele Eltern ist selbstverständlich, dass ihr Nachwuchs neben der Schule auch Sportarten im Verein betreiben sollen und Kinder lassen sich generell schnell für neue Aktivitäten begeistern.

    Allerdings kann die Lust auch genauso schnell wieder verfliegen, wenn keine altersgerechten Sportarten ausgewählt werden. So können schon Dreijährige Schwimmen oder Skifahren erlernen, während komplexere Bewegungsabläufe wie beim Eislaufen oder Radfahren etwas später dran kommen sollten.

    Das richtige Einstiegsalter ist wichtig

    Klassische Kindersportarten wie Leichtathletik oder Turnen sollten dagegen erst mit fünf Jahren begonnen werden und mit sechs können sich die Kleinen dann auch schon aufs Surfbrett oder auf den Tennisplatz wagen.

    Ab dem siebten Lebensjahr stehen dann Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Handball an, bei denen das Kind im Team soziale Kompetenzen lernen kann.

    Das Kind sollte mit wählen und ausprobieren dürfen

    Letztendlich ist jedoch wichtig, dass das Kind ganz einfach Spaß an der Sache hat und nicht zu einer bestimmten Sportart gezwungen wird.

    Viele Kinder spielen schon im Kindergarten begeistert Fußball und schließen sich den ersten Bambini-Mannschaften an, während das Surfbrett in den Wellen für ungeübte Schwimmer im Grundschulalter eher angsteinflößend wirkt.

    Empfehlenswert ist zudem, dass die Kinder Zeit haben, mehrere Sportarten für sich auszuprobieren, ehe sie sich festlegen und möglicherweise teures Equipment gekauft werden muss.

    Der gesundheitliche Nutzen beliebter Sportarten

    Erschöpfte Sportlerin hält sich ein weißes Handtuch um den Hals
    fitness © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

    Wer sich in seiner Freizeit sportlich betätigen möchte, dem stehen eine Menge an Möglichkeiten zur Verfügung. Daraus die passende Sportart zu wählen, ist gar nicht so einfach. Es ist hilfreich sich darüber zu informieren, welche Muskeln bei welchem Sport beansprucht werden und für wen dieser besonders geeignet ist.

    Yoga und Tennis

    Zu den beliebtesten Sportarten gehört beispielsweise Yoga. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass man Yoga bis ins hohe Alter ausüben kann. Es gilt als Ganzkörpertraining, welches zudem das eigene Körperbewusstsein schult. Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Stile; Yoga-Anfänger sollten sich zunächst bei einem Probetraining anmelden.

    Tennis eignet sich für Menschen mit gesunden Gelenken und guter Kondition. Es sollte auf einem elastischen Boden gespielt werden, um die Gelenke nicht zu stark zu belasten. Was bei diesem Sport nicht trainiert wird, sind Rücken und Bauch.

    Langlauf und Nordic Walking

    Skilangläufer tun bis ins höhere Alter etwas für ihre Kondition. Besonders Arme, Beine, Rumpf und Schultergürtel werden gestärkt, die Bauchmuskulatur jedoch außer Acht gelassen. Zur optimalen Vorbereitung empfiehlt sich Skigymnasik.

    Wer an Übergewicht leidet, sollte sich am Nordic Walking versuchen. Vor allem Beine und Po - und bei entsprechender Technik mit Stöcken auch der Schultergürtel sowie die Arme - werden bei diesem Sport gestärkt. Bauch und Rücken werden vernachlässigt. Auch hierbei ist ein Einsteigerkurs zu empfehlen, da es aufgrund von falscher Technik zu übermäßiger Gelenkbelastung und Verspannungen kommen kann.

    Radfahren und Schwimmen

    Übergewichtige können auch das Radfahren einmal ausprobieren. Bei richtig gewählter Sitzposition werden die Gelenke geschont; Po- und Beinmuskulatur werden gestärkt. Was beim Radeln fehlt, ist das Training des Oberkörpers.

    Auch Schwimmen ist eine gelenkschonende Sportart, zudem eignet es sich für Menschen mit Rückenschmerzen. Neben den Gelenken wird auch die Wirbelsäule entlastet. Die Bauchmuskulatur wird hierbei jedoch nicht gestärkt. Wer die Bewegung im Wasser mag, für den ist Aquagymnastik vielleicht auch die richtige Wahl.

    Krafttraining im Fitnessstudio

    Schließlich gehört noch das Krafttraining im Studio zu den beliebtesten Sportarten. Von Vorteil ist, dass man das Workout durch einen Trainer individuell zusammenstellen lassen und somit auch mögliche Beschwerden gezielt lindern kann. Neben der Kraft werden durch die persönlichen Trainingspläne auch Ausdauer und Beweglichkeit trainiert. Der Trainingsplan sollte regelmäßig verändert werden. Wer mehr Abwechslung beim Training im Fitnessstudio wünscht, hat die Möglichkeit, an verschiedenen Kursen teilzunehmen.

    Weniger Diabeteserkrankungen durch Sport im Grünen?

    Frauenkörper im Sportoutfit beim Joggen unter blauem Himmel
    Beautiful woman runner in front of blue sky, low angle. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

    Sport tut unserem Körper gut und hilft dabei, verschiedenen Krankheiten vorzubeugen. Wie sich nun gezeigt hat, trifft dies auch auf Diabetes zu: die Ergebnisse einer australischen Studie haben ergeben, dass Bewohner, die in Gegenden mit vielen Grünanlagen wohnen, seltener an Diabetes Typ 2 erkranken.

    Forscher der University of Western Sydney haben sich die Wohngegend von 267.072 Menschen angesehen und konnten festhalten, dass die Erkrankungsrate an Diabetes Typ 2 dort am höchsten war, wo es weniger als 20 Prozent an Naturanlagen gab.

    Die grüne Umgebung motiviert

    Generell lässt sich sagen, dass in grünflächigen Gegenden die Mieten und Grundstückspreise höher sind. So wohnen dort auch eher gebildete, gut verdienende Menschen.

    Diese Gruppe erkrankt seltener an Diabetes, wie aus etlichen Studien hervorgeht. Solche, die aktuelle Studie beeinflussenden Faktoren, schlossen die Forscher bei ihrer Analyse aus und veränderten damit das Ergebnis nicht.

    Die Wissenschaftler nannten die höhere Motivation, in grüner Umgebung Sport zu treiben, als möglichen Grund für ihre Ergebnisse.

    Mit Yoga besser schlafen: Sport kuriert Krankheiten oft besser als Medikamente

    Brünette Frau in kurzem, schwarzen Sportbikini steht auf einem Bein, eine Hand am Fuß, die andere nach vorn gestreckt
    expert yoga pose © nyul - www.fotolia.de

    Bei Problemen des Alltags wie Schlafstörungen, Angstzuständen oder PMS greifen viele Menschen sofort zu Pillen. Diese belasten nicht nur den Organismus, sondern gehen auf Dauer auch ganz schön ins Geld.

    Sinnvollerweise auf Sport und Bewegung setzen

    Viel sinnvoller kann es sein, stattdessen auf Sport und Bewegung zu setzen. Vor allem sanfte Sportarten wie Yoga und Tai Chi wirken sich positiv auf den Körper und den Geist auf. Studien haben festgestellt, dass Menschen, die regelmäßig Yoga machen, nachts besser schlafen und weit seltener Ängste entwickeln als Menschen, die gar keinen Sport treiben.

    Auch Probleme wie Erektionsstörungen oder PMS lassen sich mit Bewegung besser in den Griff bekommen. Hilfreich sind Ausdauersportarten oder Gymnastikprogramme wie Pilates, die die Durchblutung der unteren Körperregion ankurbelt und so Hormonschwankungen bei Frauen lindert und die Libido der Herren steigert.

    Auch das Gehirn wird durch Sport gestärkt

    Eine bessere Durchblutung ist auch förderlich für die Gedächtnisleistung: Ein flotter Spaziergang täglich bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt das menschliche Gehirn, das entsprechend mehr Leistung bringen kann. Hilfreich sind hier auch Tanzsportarten wie Zumba oder das sanfte Tai Chi, bei denen immer wieder neue Bewegungsfolgen gelernt werden müssen - dadurch wird das Gedächtnis trainiert.

    Frauengesundheit: Sport tut gut - auch während der Periode

    Für viele Frauen ist es ein heikles Thema: Soll ich während der Periode Sport treiben oder lieber warten? Nicht wenige entscheiden sich für die zweite Variante - weil sie sich unwohl und müde fühlen, aber auch aus falscher Angst und Scham.

    Völlig zu Unrecht, schließlich ist Sport dank der Erfindung des Tampons problemlos möglich. Und gut tut die Bewegungseinheit auch noch - sogar die typischen Schmerzen und Verkrampfungen können durch das Work-Out gelindert werden.

    Auf das Körpergefühl achten

    Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man wie immer auf seinen Körper hört. Während der Periode sind viele Frauen weniger leistungsstark, was völlig normal und in Ordnung ist. Deshalb: Treten Sie ruhig etwas kürzer, aber verzichten Sie nicht völlig auf Ihre Joggingrunden oder Ihr Lieblings-Workout im Studio!

    Ganz besonders wohltuend wirken jetzt übrigens alle Sportarten im Wasser, von Aquajogging bis Schwimmen.

    Spazierengehen verbessert die Kreativität

    Backpacking, junges Paar beim Wandern mit Stöcken und Rucksack am See
    Backpac Couple © Tyler Olson - www.fotolia.de

    Neue Studien zeigen, dass körperliche Bewegung auch die geistigen Leistungen fördert. US-Forscher haben nun belegt, dass man dazu nicht stundenlang joggen muss. Schon ein kurzer Spaziergang reicht, um die Kreativität zu verbessern. Wer frische Ideen braucht, sollte also einfach mal an die Luft gehen.

    Ein kurzer Spaziergang fördert die Kreativität

    Für ihren Test forderten die Wissenschaftler 179 Studenten zum Lösen von Sprachrätseln auf. Während die Teilnehmer nach passenden Antworten fahndeten, mussten sie entweder ruhig sitzen, auf einem Laufband gehen oder einen Spaziergang an der frischen Luft machen.

    Fazit: bei den Aufgaben, die Konzentration und Kombinationsfähigkeit forderten, schnitten die "bewegten" Studenten nicht besser ab. Überall da, wo es auf Kreativität und Assoziationsgabe ankam, zeigte die Bewegung jedoch Vorteile, egal ob die Teilnehmer auf dem Laufband oder in der freien Natur trabten.

    Der Kick für die Kreativität hielt sogar noch eine Weile an. Man muss wichtige Entscheidungen oder Meetings also nicht ins Fitnessstudio oder den Wald verlegen – ein Spaziergang kurz vorher reicht.

    Jeder Schritt zählt – schon Aufstehen in der Werbepause verlängert das Leben

    Zoom Optik Mountainbike-Lenker mit Armen bei Tour durch Wald
    Mountain biking in the forest © Oligo - www.fotolia.de

    Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt jedem Erwachsenen, mindestens 2,5 Stunden wöchentlich in Bewegung zu sein. Am besten mit Ausdauersportarten wie Walken oder Schwimmen.

    Doch 36 Prozent der Deutschen erweisen sich als richtige Sportmuffel: sie sitzen lieber auf dem Sofa als auf dem Fahrrad. Das ist gemütlich, verringert aber die Lebenserwartung. Neue Studien belegen nun, dass schon leichte Bewegung das Sterberisiko senken kann.

    In einer Langzeitstudie über 13 Jahre ermittelten britische Forscher, wie mangelnde Aktivität die Gesundheit schwächt. Dazu wählten sie bewusst einfache Übungen aus: zehnmal hintereinander von einem Stuhl aufstehen und sich schnell wieder setzen, kraftvoll zugreifen und möglichst lange auf einem Bein balancieren.

    Sterberisiko bei wenig Bewegung deutlich erhöht

    Von den Teilnehmern, die mit 53 Jahren am schlechtesten abschnitten, waren am Studienende überdurchschnittlich viele verstorben. Wer zumindest leidlichen Trainingszustand bewies, konnte sein Leben verlängern.

    Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Wissenschaftler aus Chicago. Mit Beschleunigungssensoren analysierten sie, wie viel sich ihre 1680 Teilnehmer in einem bestimmten Zeitraum bewegten.

    Fazit: bei den inaktivsten Probanden entwickelten 15 Prozent ein körperliches Leiden. Schon 24 Minuten moderate Bewegung pro Tag, etwa beim Einkaufen, Treppensteigen oder Umhergehen in der Wohnung, drückte dieses Risiko unter zehn Prozent.

    Ballett, Tennis oder doch Fußball? Welche Sportart für welches Kind geeignet ist

    Kind mit brünetten Locken und grün-weißem Pullover schmollt, den Kopf auf den Handrücken
    pouting © Sandra Brunsch - www.fotolia.de

    Kinder probieren gerne unterschiedliche Sportarten aus oder begeistern sich für ein Hobby, das die Eltern so gar nicht nachvollziehen können. Dabei machen gerade exotische Sportarten viel Spaß.

    Geeignete Sportarten fürs Kind

    Asiatischer Kampfsport wie Judo und Karate bringt Kindern beispielsweise Disziplin und Respekt vor dem Gegner bei und die Verletzungsgefahr ist eher gering. Das gleiche gilt auch für Tennis, eine Sportart die seit den Zeiten von Boris und Steffi viel von ihrem elitären Gehabe verloren hat. Die Kosten sind jedoch nach wie vor hoch, denn Outfits, Schläger und Trainerstunden müssen erst einmal bezahlt werden.

    Klassiker wie Schwimmen und Leichtathletik schonen dagegen das elterliche Portemonnaie und bringen dem Nachwuchs Kenntnisse fürs Leben bei - schließlich lässt sich später auch im Urlaub im Meer schwimmen oder der Dauerlauf auf dem Sportplatz ins Jogging umwandeln. Gerade in der Leichtathletik lässt sich auch für jedes Kind die passende Disziplin finden, die ihm Spaß macht.

    Auch Fußball ist nach wie vor eine der gefragtesten Sportarten unter Kindern - nach dem WM-Sieg erst recht. Einziges Manko für Eltern: Sie müssen viele, viele Stunden bei Wind und Wetter auf dem Fußballplatz verbringen.

    Bei Mädchen auf der Wunschliste ganz oben steht seit Jahrzehnten das Ballett. Zwar ist auch hier der Kostenfaktor enorm, doch solange der Tanz in jungen Jahren spielerisch betrieben wird, sorgt er für eine gute Haltung, Ausdauer und viel Spaß. Spitzentanz auf keinen Fall vor dem zehnten Geburtstag beginnen!

    Sport macht gute Laune – warum eigentlich?

    Frau in Sportkleidung lehnt mit einer Wasserflasche in den Händen über eine Brüstung vor einer Naturlandschaft
    pause © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Regelmäßige Bewegung hat nicht nur einen positiven Effekt auf Herz, Kreislauf und Immunsystem – auch die Psyche profitiert vom Sport. Wie funktioniert die Biochemie des Wohlgefühls?

    Körpereigene Wellness-Apotheke

    Endgültig geklärt sind die biochemischen Prozesse beim Sport noch nicht. So nahm man etwa lange Zeit an, dass durch die Bewegung Endorphine ausgeschüttet werden, die uns happy machen. Tatsächlich sollen die körpereigenen Morphine aber wohl eher die Schmerzen in Muskeln und Gelenken lindern – was sie auch noch eine ganze Weile nach dem Training tun.

    Dass der Körper seine eigenen Drogen herstellt, zeigen zudem die sogenannten Endocannabinoide. Wie künstliche Rauschmittel versetzen sie den Ausdauersportler in euphorische Stimmung. Die genauen biochemischen Abläufe müssen allerdings noch geklärt werden.

    Serotonin und Dopamin für gute Laune

    Besser erforscht ist der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der Ausschüttung von Serotonin und Dopamin. Beide Botenstoffe sind auch als Glückshormone bekannt. Das Stresshormon Kortisol wird unter dem Einfluss von Bewegung dagegen reduziert. Rund 30 bis 40 Minuten Training im aeroben Bereich sind ausreichend, um den Kortisolspiegel zu senken – ideal vor Prüfungen oder nach einem langen Tag im Büro.

    Kein Platz für negative Gedanken

    Sport entspannt die Psyche aber nicht nur auf biologischer Ebene. Die Konzentration auf den Körper lenkt auch vom Grübeln ab. Am besten lässt sich bei Sportarten wie Klettern abschalten: wer ständig über die nächste Bewegung nachdenken muss, kann nicht parallel über Stress im Büro grübeln.

    Selbstwirksamkeit erlernen

    Einen neuen Bewegungsablauf lernen, ein Tor schießen, eine bestimmte Zeit erreichen – wenn wir sportliche Ziele erreichen, erfahren wir zugleich, dass wir selbstwirksam handeln können. Für Psychologen ein zentraler Baustein für ein gesundes Selbstbewusstsein. Und die beste Vorbeugung gegen Depressionen.

    Mit kleinen Schritten zu mehr Bewegung

    Erschöpfte Sportlerin wischt sich die Stirn und lächelt
    sport02 © Andrey Voznjuk - www.fotolia.de

    Bewegung ist das A und O - sie hält nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit. Doch während die einen tagtäglich ins Studio rennen oder eine ausgedehnte Joggingrunde einlegen, fällt dies anderen enorm schwer. Ein paar einfache Tipps können helfen, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen.

    Es muss nicht immer ums Abnehmen gehen

    An erster Stelle steht natürlich die Motivation: Es gibt 1001 gute Gründe, sich mehr zu bewegen. Dabei muss es überhaupt nicht immer nur ums Abnehmen gehen. Dies steht bei kleinen Sporteinheiten auch gar nicht unbedingt im Vordergrund.

    Trotzdem: Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung, kann für ein schöneres Hautbild sorgen und bringt dank Hormonausschüttung danach auch noch gute Laune. Zur Gesunderhaltung ist sie sowieso sehr empfehlenswert. Mit diesen guten Argumenten im Kopf gibt es eigentlich keinen Grund mehr dagegen - oder?

    Training nach Ihrem Geschmack: alleine oder zu zweit

    Der zweite Schritt: Schauen Sie, was Ihnen selbst Spaß macht. Heute gibt es schließlich für jeden Geschmack das richtige Workout: Trainieren Sie lieber zu zweit, dann suchen Sie sich einen Sportpartner an Ihrer Seite oder besuchen Sie Gruppentraining im Studio oder Sportverein.

    Wenn Sie lieber allein schwitzen, dann suchen Sie Fitness-DVDs oder ein passendes Online-Studio aus. Viele Programme können heute dank praktischer Apps wirklich überall geübt werden. Und wenn Sie am liebsten draußen an der frischen Luft sind, umso besser: Hier sorgt die Sporteinheit für einen besonderen Kick!

    Mehr Bewegung in den Alltag einbinden

    Wer sich überhaupt nicht aufraffen möchte zu festen Sporteinheiten, der sollte zumindest deutlich mehr Bewegung in den Alltag einbauen. Also einmal das Auto in der Garage stehen lassen, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit fahren, Treppen steigen statt Aufzug fahren, in der Mittagspause einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft einlegen. Auch alltägliches wie Hausarbeit verbrennt eine Menge Kalorien: Wer öfter gründlich reinemacht, der kann also auch hieraus ein kleines Workout zwischendurch zaubern!

    Toben statt Sitzen: Kinder benötigen mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag

    Bewegung mit Freunden wichtig für körperliche und geistige Entwicklung

    Nahaufnahme Jugendliche Beim Basketball in der Halle
    basketball © Maria.P. - www.fotolia.de

    Kinder sollten sich nach der Schule nicht direkt wieder an die Hausaufgaben setzen, sondern erst eine Stunde bewegen. Dies empfehlen Kinderärzte aus den USA, die über neun Monate hinweg Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren beobachtet hatten.

    Mannschaftssport für Bewegung und Sozialkontakte

    Die Kinder, die täglich nach dem Unterricht etwa 70 Minuten mäßig anstrengenden bis körperlich sehr anstrengenden Sport trieben, zeigten nicht nur eine höhere Konzentrationsfähigkeit, sondern auch verbesserte kognitive Leistungen. Allerdings sollte es sich dabei um Mannschaftssportarten handeln, bei denen Kinder mit ihren Freunden zusammen sind, so die Forscher.

    Die sozialen Kontakte und der Spaß am Spiel seien mindestens genauso wichtig wie die Bewegung selbst. Anders gesagt: Kinder sollten nach der Schule am besten eine Stunde Fußball oder Basketball zusammen spielen, während eine einsame Joggingrunde oder der Hometrainer zuhause wenig sinnvoll seien.

    Dass sportliche Aktivitäten für Kinder wichtig sind, ist dabei nichts Neues. Schon frühere Studien stellten fest, dass regelmäßige Bewegung die Knochen- und Muskelbildung bei Heranwachsenden fördert, für einen guten Blutdruckwert sorgt und Übergewicht vermeidet.

    Herzgefäße verkalken bei übermäßigem Sport

    Neue Studie sieht Gesundheitsrisiko für Extremsportler

    Blaue 3-D-Grafik eines Läufers mit leuchtend hervorgehobenem Herzen, daneben das Herz noch einmal vergrößert
    Running man focused on heart © CLIPAREA.com - www.fotolia.de

    Während viele Menschen sich mit regelmäßigem Sport fit halten, gibt es neben den Unsportlichen auch jene, die es zu Extremsport zieht. Dazu zählen besonders Sportarten wie Wildwasserschwimmen oder auch Ultramarathon. Bei diesen Sportformen wird vom Körper viel mehr als nur moderate Betätigung erwartet.

    Wer glaubt, dem Organismus damit etwas Gutes zu tun, kann sich gehörig irren. Tatsächlich zeigt eine aktuelle Studie zumindest für hellhäutige Männer einen Nachteil für die Herzgefäße. Wer jahrelang einem Extremsport nachgeht, hat früher Verkalkungen in den Koronar­arterien.

    Studie zur Herzgesundheit von Extremsportlern

    Die Untersuchung begann bereits 1985 und untersuchte über die Jahrzehnte sowohl Frauen als auch Männer in den USA. Insgesamt nahmen 3.175 Menschen aus drei Großstädten an der CARDIA-Studie teil. Bei den bislang acht Untersuchungen gaben 268 der Teilnehmer an, dass sie deutlich mehr Sport betreiben als die Leitlinie empfiehlt. Diese geht von 150 Minuten innerhalb einer Woche aus.

    Im Jahr 2010 wurde bei allen Männern und Frauen der Studie ein CT durchgeführt. Die Forscher waren überrascht, dass vor allem die stark aktiven Männer mit heller Hautfarbe zu Koronarkalk tendierten. Ihr Risiko war um 85 Prozent erhöht.

    Auch bei den Extremsportlerinnen zeigte sich eine Tendenz zu mehr Kalk in den Herzgefäßen, allerdings konnte die Zahl aufgrund der insgesamt kleinen Gruppe dieser Frauen statistisch nicht berücksichtigt werden. Es lässt jedoch vermuten, dass auch Frauen vor den Herzfolgen einer überstarken Sportlichkeit nicht bewahrt werden.

    Risiko für Extremsportler schon länger bekannt

    Die Studie reiht sich damit in ältere Untersuchungen ein, die ebenfalls eine negative Auswirkung zu hoher Sportlichkeit belegt haben. Beispielsweise konnte bereits gezeigt werden, dass nach einem Marathonlauf mehr Troponin im Blut der Läufer ist; Troponin ist ein Marker, der das Risiko auf einen Herzinfarkt anzeigt. Das lässt vermuten, das viel Sport dem Herzmuskel eher schadet als nützt.

    Eine Ausrede für einen kompletten Sportverzicht ist das natürlich nicht. Wer gar keine sportliche Betätigung zeigt, lebt definitiv ungesund. Auf die rund 150 Minuten Sport in der Woche sollte jeder kommen.

    Grundinformationen und Hinweise zu sportlicher Betätigung

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: abs, abs, abs!!! © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: running on a treadmill © .shock - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Fitness girl in park © T.Tulic - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Rollerskating © Walter Luger - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: bike race © jeancliclac - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: young women in sport dress jumping at an aerobic and zumba exerc © Val Thoermer - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Healthy lifestyle © diego cervo - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Woman with skipping rope. © Konstantin Yuganov - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Urban Runner © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Young person listening misic running in city street © Martinan - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Diet concept © viperagp - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema