Tipps zur richtigen Atmung beim Sport

Schwimmer in Anzug und Schwimmbrille krault im freien Gewässer
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  • von Paradisi-Redaktion

Die Schlüssel zur erfolgreichen sportlichen Betätigung sind regelmäßiges und sinnvoll dosiertes Training, eine angemessene Ernährung sowie die richtige Atmung. Während die meisten Sportler mit dem ersten Punkt kein Problem haben und den zweiten zumindest weitgehend umsetzen, bereitet der dritte oft Kopfschmerzen. Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, die man mit der richtigen Übung problemlos umsetzen kann.

Deshalb ist die Atmung beim Sport so wichtig

Generell spielt es keine Rolle, ob man Krafttraining oder Ausdauerübungen absolviert – ohne die richtige Atmung geht es nicht. Dadurch wird der Körper mit Sauerstoff angereichert und setzt die sogenannte aerob-anaerobe Schwelle nach oben.

Wird diese überschritten, produziert der Körper zum einen Laktat, das die Muskelkraft mindert und zum anderen Kohledioxid, das nur durch eine noch schnellere Atmung abtransportiert werden kann, wodurch die Sauerstoffversorgung geringer wird und sich ein Teufelskreis bildet.

Generell gilt deshalb, dass alle Sportler tief und rhythmisch atmen sollten. Vermieden werden muss hingegen die sogenannte Flachatmung, die sehr gut daran zu erfühlen ist, dass der Körper nur noch wenig Sauerstoff aufnimmt.

Die richtige Atmung beim Krafttraining

Beim Krafttraining kommt es immer wieder zur sogenannten Pressatmung, die vor allem dann einsetzt, wenn das gewählte Gewicht sehr (oder zu) hoch ist. Dabei verschließt sich der Kehlkopf, zudem steigt der Blutdruck dramatisch und dem Herz fließt nur noch sehr wenig oder gar kein Blut mehr zu.

Der einfachste Weg, um die Pressatmung zu verhindern, ist es, beim Heben des Gewichts aus- und beim Ablassen schließlich wieder einzuatmen. Auch hier gilt: Tiefes Atmen ist wichtig, um für eine angemessene Sauerstoffversorgung zu garantieren.

Die richtige Atmung beim Ausdauertraining

Beim Ausdauertraining gelten die Grundprinzipien auch, doch es ist nicht ganz so einfach: So gibt es beispielsweise einen Streit unter Experten, ob Jogger lieber durch die Nase oder den Mund atmen sollten. Durchgesetzt hat sich die Meinung, dass die Läufer bei niedrigen Temperaturen zumindest versuchen sollten, durch die Nase einzuatmen, um die Luft nicht kalt in die Atemwege gelangen zu lassen.

Zudem sollten Jogger möglichst tief ausatmen und gezielt versuchen, aus dem Bauch und nicht aus der Brust zu atmen, denn auf diese Weise kann das gesamte Lungenvolumen genutzt werden. Die Bauchatmung werden viele Menschen üben müssen: Dafür legt man sich auf den Rücken und platziert ein Buch auf dem eigenen Bauch. Hebt und senkt sich dieses beim Atmen, dann stimmt die Atmung.

Die richtige Atmung beim Schwimmen

Während Läufer in der Frage des Atemrhythmus noch recht frei sind und schnell zu einem finden, mit dem sie trainieren können, ist es für Schwimmer nicht so einfach. Diese brauchen zwingend eine feste Vorgabe.

Der sogenannte "Dreier" hat sich dabei bewährt. Dieser sieht vor, nach drei Kraulbewegungen zu atmen. Dabei wird immer durch den Mund geatmet, weil dieser mehr Sauerstoff aufnehmen und die Schuld, die der Körper eingegangen ist, so ausgleichen kann.

Anfänger starten üblicherweise mit zwei Kraulzügen vor der nächsten Atemphase, da für sie die Schwimmbewegungen noch anstrengender sind und mehr Sauerstoff benötigt wird, um ein stetiges Leistungsniveau aufrechtzuerhalten.

Beim Brustschwimmen wird nach jedem "Tauchgang" geatmet.

Grundinformationen und Hinweise zu sportlicher Betätigung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: tri-athlete © Torsten Lorenz - www.fotolia.de

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