Die sportliche Betätigung spielt bei Menschen ab 50 eine besondere Rolle, da sie die Symptome von Wechseljahresbeschwerden mindern kann. Eine fachliche Anleitung ist für Neueinsteiger allerdings sinnvoll, damit sich in die Bewegungsabläufe keine Fehler einschleichen. Das Üben in der Gruppe erhält die Motivation.
Die Zahl 50 wird besonders von Frauen gefürchtet, wenn sie auf dieses Alter zugehen. Nach einem halben Jahrhundert finden im menschlichen Körper nämlich alle Abbauprozesse schneller statt - sie lassen sich optisch trotz hochwertiger Kosmetika kaum mehr verbergen. Während der Fettanteil im Körper Schritt für Schritt steigt, nehmen Muskel-, Knochen- und Knorpelmasse ab. Die Haut wirkt besonders am Hals und an den Oberarmen schlaffer, die Knie- und Ellenbogengelenke sehen knochiger aus. Erste Altersflecken zeigen sich.
Und als würden diese äußeren Anzeichen der Alterung nicht genügen, sorgen die nun unvermeidlichen Wechseljahre dafür, dass auch psychische Veränderungen eintreten können. Depressionen, Stimmungsschwankungen und Schwermut sind bei Frauen ab 50 besonders weit verbreitet.
Nun stehen den über Fünfzigjährigen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Die eine ist, sich dem Schicksal zu ergeben, in Wehmut zu ertrinken und die Passivität das Leben bestimmen zu lassen. Diese Gruppe Frauen ist ironischerweise leider auch diejenige, die von ihren Männern gerade in diesem Alter häufig verlassen wird.
Die andere Gruppe ist die aktivere. Diejenige, die auf das vergangene halbe Jahrhundert nicht traurig, sondern stolz zurückblickt. Die aus ihren Erfahrungen gelernt hat und weiterhin offen für Neues ist. Diese Frauen wissen auch, dass es Männern nicht besser geht. Auch an ihnen gehen die Wechseljahre nicht spurlos vorbei. Nur gehen Männer mit Hormonschüben anders um.
Fakt jedoch ist, dass ein regelmäßiges sportliches Training das weitere Fortschreiten der Alterung entscheidend aufhalten kann. Die Hormonverschiebung innerhalb des Körpers läuft harmonischer und langsamer ab. Die Fettzellen haben auch weiterhin ein großes Problem, die Oberhand zu gewinnen. Muskel-, Knochen- und Knorpelmasse bleiben länger erhalten, die Haut wirkt länger straff.
Fakt ist auch, dass Sport nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Seele einen großen Einfluss ausübt. Schließlich profitiert die Figur der über Fünfzigjährigen von der körperlichen Betätigung. Wer weiß, dass er attraktiv wirkt, fühlt sich ohnehin ausgezeichnet. Außerdem werden beim Training Stresshormone abgebaut, eine ausgeglichene Psyche wiederum ist ein perfekter Gesundheitsschutz. Selbst das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, nimmt bei regelmäßigem Training ab.
Menschen ab 50 können sogar schon den Unfallrisiken im Alter vorbeugen. Durch Koordinationsübungen lässt sich das Zusammenspiel von Gehirn und Gliedmaßen trainieren. Es schadet nichts, auch in diesem Alter neue Herausforderungen anzunehmen. Wer Lust auf eine andere Sportart hat, sollte sie ausprobieren. Wichtig ist natürlich, dass keine gesundheitlichen Bedenken bestehen.
Neueinsteiger in den Sport oder in eine bestimmte Sportart sollten besser vorher ihren Arzt konsultieren. Dieser wird sicher auch ein paar Tipps zu den optimalsten Trainingszeiten und zu den Anbietern geben können. Die meisten Sportarten sollte man sich in diesem Alter nicht mehr autodidaktisch aneignen wollen. Falsche Bewegungsabläufe könnten die positiven Effekte der sportlichen Betätigung ins Gegenteil umschlagen lassen.
In einem Fitness-Studio oder in einer Sportgruppe übt es sich unter fachlicher Anleitung ohnehin am effektivsten. Wer mit Gleichgesinnten trainiert, hat außerdem eine höhere Motivation.
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