Sport mit dem Partner - Vorzüge, Möglichkeiten und Trainingstipps

Junges Paar bei Training im Fitnessstudio

Trainingstipps für Paare: Wissenswertes zur Paar-Fitness

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  • von Paradisi-Redaktion

Gemeinsam mit dem Herzblatt den inneren Schweinehund zu strotzen, bietet in vielerlei Hinsicht enorme Vorzüge. Zu zweit zu trainieren, macht nicht nur mehr Spaß, sondern stellt auch sicher, dass Sie jemanden haben, der Sie zum richtigen Zeitpunkt motiviert und zum Weitermachen animiert. Sport mit dem Partner ist auf unterschiedliche Art und Weise möglich. Lesen Sie über die Vorzüge und Möglichkeiten der sportlichen Betätigung mit dem Partner, und holen Sie sich hilfreiche Trainingstipps.

Sport mit dem Partner: Die Vorteile

Karriere, Gesundheit und ein ausgeglichenes Beziehungsleben sind Dinge, die sich in hektischen Alltag nicht immer problemlos unter einen Hut bringen lassen. Wenn nach einem anstrengenden Arbeitstag und einem lohnenden Workout nicht nur die Zeit, sondern auch die Energie für gemeinsame Unternehmungen oder intensive Gespräche mit dem Partner fehlen, kann Multitasking der Schlüssel zu mehr Lebensqualität sein. Warum nicht einfach gemeinsam mit dem Inhaber Ihres Herzens trainieren und so die zwei schönsten Dinge in Ihrem Leben miteinander kombinieren?

Gemeinsam mit dem Partner Sport zu treiben, kann nicht nur sehr motivierend sein, sondern ist auch eine Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen. Das bietet sich besonders dann an, wenn auf Grund einer hektischen Arbeitswoche die Zweisamkeit immer auf das Wochenende verschoben werden muss.

Gemeinsam zu trainieren, erhöht auch die Chancen, dass Sie tatsächlich ins Fitness-Studio gehen. Denn wer steht schon gern im Morgengrauen auf, um in die Laufschuhe zu schlüpfen, wenn der Partner noch tief im Land der Träume weilt. Wenn Sie sich gegenseitig versprechen, sich aus den Federn zu werfen, um das fitteste und schönste Paar der Nachbarschaft zu werden, stehen Sie immer mit Elan an der Bettkante.

Zudem können Paare auch Geld sparen, denn viele Fitness-Studios bieten Familienrabatte an. Sie könnten sich auch gemeinsam mit Ihrer besseren Hälfte die Kosten für einen Personal Trainer teilen.

Junges Paar beim Joggen am Strand
Junges Paar beim Joggen am Strand

Im Folgenden geben wir noch mal einen Überblick über die wichtigsten Vorteile.

Sie verbringen gemeinsam mehr Zeit

In unserer hektischen Berufswelt gehört es leider zu den Standardbeschwerden, dass Paare nicht genügend Zeit für einander finden. Warum sollten Sie also die ohnehin knappe Freizeit getrennt verbringen?

Gemeinsam zu trainieren bedeutet auch, dass Sie gemeinsam Zeit verbringen. Studien haben zudem gezeigt, dass regelmäßige Workouts zu einer Hormonausschüttung führen, die die Libido wachsen lasst.

Es gibt Ihnen einen Motivationsschub

Wenn sich einer von Ihnen einmal zu träge für ein Workout fühlt, kann der andere ihn ganz leicht von der Couch ködern. Immerhin kennen Sie sich in- und auswendig und wissen, wie der andere tickt und wie er angespornt werden muss, um die Energie für das gemeinsame Spinning zu finden.

Beine eines jungen Paares beim Joggen
Beine eines jungen Paares beim Joggen
Studie: Sportlich aktive Menschen ziehen Partner mit

Mediziner der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore stellten in einer Langzeitstudie fest, dass ein sportlich aktiver Mensch einen eher faulen Partner positiv beeinflusst und zu mehr Bewegung anregt. Zu Beginn der Studie entsprachen lediglich 45 Prozent der Herren und 33 Prozent der Damen der Empfehlung, jede Woche mindestens

  • 150 Minuten mit mittlerer Intensität oder
  • 75 Minuten mit hoher Intensität

zu trainieren. Nach sechs Jahren hatten sportliche Damen ihre Männer um 70 Prozent häufiger zum Sport gebracht als Frauen, die selbst keinen Sport trieben. Umgekehrt lag die Wahrscheinlichkeit um 40 Prozent höher, dass sportliche Männer ihre Frauen zu mehr Bewegung anregten als unsportliche Männer.

Experten empfehlen gerade Paaren gerne, zusammen eine neue Sportart zu finden, die beiden Spaß macht und bei der sie sich immer wieder gegenseitig motivieren können. Aber der Studie zufolge reicht auch schon das Vorbild eines sportlich aktiven Partners, um viele Menschen von der Couch zu holen.

Es ist romantisch

Paar beim Joggen: Frau hat sich verletzt und hat Schmerzen, sie hält sich den Knöchel, verdrehter Fu
Paar beim Joggen: Frau hat sich verletzt und hat Schmerzen, sie hält sich den Knöchel, verdrehter Fuß

Wenn er sich für sie in Form hält und sie sich nur für ihn so richtig am Kniebeugenständer schindet, dann ist das auch eine Art, "Ich liebe dich" zu sagen. Sich bewusst immer wieder zu quälen, damit man für den anderen so leistungsfähig und attraktiv wie möglich sein kann, ist ein wunderbarer Liebesschwur.

Es ist weniger Stress und Geld

Der Alltag mit seinen beruflichen wie familiären Herausforderungen fordert alle 24 Stunden seinen Tribut. Fitnesstraining ist der perfekte Ausgleich, um Stress und Frust abzubauen.

Gerade für Paare macht sich das bezahlt, wenn beide gemeinsam am Ende einer intensiven Trainingseinheit die aufkommende Entspannung geniessen können. Denn der Monatsbeitrag im Fitness-Studio ist deutlich niedriger als die Kosten für eine Ehetherapie.

Fitness wird schneller zum Lebensstil

Eine Studie hat gezeigt, dass sich eine Ernährungsumstellung leichter bewältigen lässt, wenn sich auch der Lebenspartner gesund ernährt. Dies trifft auch dann zu, wenn es darum geht, einen insgesamt aktiveren Lebensstil zu etablieren.

Fitness im Doppelpack – fünf gute Sportarten für Paare

Junges, lächelndes Paar im Sportoutfit macht Liegestütze
Fitness people © Kurhan - www.fotolia.de

Mit dem Partner Sport treiben? Besser als auf dem Sofa zu sitzen, ist gemeinsame Bewegung allemal. Mit den richtigen Sportarten lässt sich außerdem nicht nur die Fitness verbessern – auch die Beziehung profitiert.

  • Joggen und Walken

    Warum immer nur allein laufen? Ein Partner hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden und fördert die Motivation, auch mal an die eigenen Grenzen zu gehen. Damit der Ausdauersport wirklich das Herz stärken kann, sollten sich Paare allerdings über ihre Ziele einig sein. Wenn der eine den Marathon vor Augen hat, während der andere nur gemächlich traben möchte, ist Stress vorprogrammiert.

  • Fahrrad fahren

    Radfahren ist gut für Herz und Kreislauf. Bei regelmäßigen Touren stärkt es außerdem die Muskulatur. Für Paare besonders attraktiv: sie haben ein gemeinsames Ziel. Und nach dem Motto "Geteilte Freude ist doppelte Freude" macht auch das gemeinsame Ankommen noch mehr Spaß. Wenn die Leistungsunterschiede sehr groß sind, sollte man jedoch über den Kauf von E-Bikes nachdenken.

  • Wandern

    Ähnlich wie das Radfahren kann Wandern ein verbindendes Projekt sein. Beide Partner sollten jedoch ähnlich gut zu Fuß sein. Bei der Auswahl von Strecken und Distanzen können sie sich abwechseln. Ideal auch für einen aktiven Urlaub in schöner Landschaft.

  • Golfen

    Frische Luft, gepflegte Park-Atmosphäre und stete Bewegung – Golfen ist eine Wohltat für Körper und Geist. Ein Fitness-Effekt stellt sich allerdings erst ein, wenn man etwas forscher marschiert. Aber auch ein Spaziergang ist ja gesund und romantisch. Kritisch wird es nur, wenn einer immer gewinnen will und der andere nicht gern verliert.

  • Tanzen

    Tanzen ist der Inbegriff von Paar-Sport. Walzer und Tango klappen sowieso nur zu zweit. Und auch der Fitnessfaktor stimmt: Wer mit dem Partner über das Parkett gleitet, stärkt nicht nur sämtliche Muskeln, auch Beweglichkeit und Koordination werden gefördert. Paare müssen sich nur einigen, wer führt.

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    Viele Möglichkeiten

    Studien haben gezeigt, dass Menschen, die gemeinsam mit ihren Partnern Sport treiben, nicht nur mit einer höheren Wahrscheinlichkeit dem regelmäßigen Training treu bleiben, sondern auch im Alltag eine harmonischere Beziehung zueinander pflegen.

    Gemeinsam zu trainieren, kann jede Menge Spaß machen. Achten Sie jedoch darauf, körperliche Aktivitäten zu finden, die Ihnen beiden Freude bereitet. Seien Sie offen für Kompromisse und probieren Sie zusammen immer wieder neue Sportarten aus, um den Reiz des Neuen zu genießen.

    Krafttraining

    Krafttraining als Duo eignet sich zum Beispiel ideal für den Einstieg in ein gemeinsames Sportleben. Aufgrund der nötigen Pausen zwischen den einzelnen Sätzen und Übungen, bleibt während des Trainings genügend Zeit, um eine ansprechende Konversation zu betreiben.

    Vermeiden Sie jedoch Themen, die Sie vom Training ablenken. Frauen scheuen sich aus unterschiedlichen Gründen häufig davor, mit ihren Männern Widerstandstraining zu betreiben, dabei ist es für sie fast noch notwendiger als für ihre männlichen Gegenparts, weil sie so Haltungsschäden und Osteoporose vorbeugen können.

    Frau und Mann beim Krafttraining mit Langhanteln
    Frau und Mann beim Krafttraining mit Langhanteln

    Spinning

    Junge Frau auf Spinningrad im Vordergrund, nur der Lenker sichtbar, in Fitnessstudio, junger Mann im
    Junge Frau auf Spinningrad im Vordergrund, nur der Lenker sichtbar, in Fitnessstudio, junger Mann im Hintergrund

    Spinning ist eine weitere Aktivität, die sich hervorragend für Paare eignet. Sie können im gleichen Kurs auf zwei Rädern nebeneinander spinnen und trotzdem mit unterschiedlichen Tempi und Intensitäten trainieren, falls sich ihre Fitness-Niveaus unterscheiden.

    Beim Spinning können Sie nicht nur gemeinsam Ihre Fettverbrennung auf Hochtouren bringen, sondern sich auch gegenseitig neckisch sticheln. Spinning-Sessions sind prima, um sich einen kleinen Wettkampf zu liefern.

    Etwa wer mehr Kilometer radeln oder mehr Kalorien in einer Einheiten verbrennen kann. Sie können Spinning-Kurse gemeinsam in Ihrem Studio belegen oder aber auch einen zweiten Ergometer anschaffen und das heimische Wohnzimmer in Ihre persönliche Wettkampfarena verwandeln.

    Bootcamp

    Melden Sie sich für ein Bootcamp an, falls Sie beide Outdoor-Fans sind und nichts gegen Abenteuer einzuwenden haben. In einem Bootcamp durchlaufen Sie eine militärisch geprägte Trainingsprozedur, die vornehmlich auf Laufen und zahlreichen Übungen besteht, wo Sie gegen das eigene Körpergewicht ankämpfen müssen (Liegestütz, Klimmzüge, Seilklettern etc.).

    Zudem sind Hindernis-Parcours zu bewältigen, wo Sie sich gegenseitig helfen müssen. Am Abend wartet neben dem eigenen Zelt auch jede Lagerfeuerromantik. Sehen Sie sich erst ein bis zwei Bootcamps an, bevor Sie entscheiden, an eines teilzunehmen. Das Armee-Gehabe der Trainer ist nicht jedermanns Sache.

    Tanzen

    Tanzen Sie. Es ist nun einmal die perfekte Gelegenheit, um seiner Partnerin wie am ersten Rendez-Vous tief in die Augen zu schauen. Wenn Sie dabei noch Mambo oder Tango im Blut haben, werden Sie nicht nur im Tanzsaal jede Menge Kalorien verbrennen.

    Junges Paar in schwarzer Kleidung beim Tanzen, weißer Hintergrund
    Junges Paar in schwarzer Kleidung beim Tanzen, weißer Hintergrund
    Salsa Dancing

    Es gibt keinen besseren Weg, die gute Laune schlagartig anzuheben und sich einfach heißblütig wohl zu fühlen, als eine Salsa-Schrittfolge zu tanzen. Durch seinen schnellen Rhythmus ist Salsa ein großartiges Workout, das Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit gibt, als Paar gemeinsam ein ausgeprägteres Körpergefühl zu entwickeln. Wenn Sie anfangs nicht so recht wissen, ob Salsa wirklich der richtige Tanz für Sie ist oder einfach zu schüchtern sind, um sich für einen Kurs anzumelden, können Sie sich auch einen ersten Eindruck mit Hilfe der vielen Salsa-Lern-DVDs machen.

    Partner Yoga

    Yoga, die entspannende Kombination aus Dehn- und Kräftigungsübungen, ist perfekt dafür geeignet, seinen Partner auf einer anderen Art und Weise näher zu kommen und seinen Körper, Atem und Herzschlag neu zu erfahren. Insbesondere das Ashtanga Yoga bietet Posen und Stellungen, in denen sich zwei Partner gegenseitig unterstützen und halten müssen.

    Paar in weißen Oberteilen macht Yoga-Übungen am Meer
    Paar in weißen Oberteilen macht Yoga-Übungen am Meer

    Zirkeltraining

    Stellen Sie eine Übungsreihe auf, die die Schwachstellen beider Partner attackiert und kämpfen Sie sich gemeinsam durch drei bis fünf Durchgänge. Übungen mit Kurzhanteln eignen sich hierbei besonders gut, da man zwei unterschiedlich schwere Hantelpaare benutzen kann und keine Maschinen reservieren muss und so den Studiobetrieb aufhält.

    Entdecken Sie die Natur

    und viele weiteren Aktivitäten können Sie in den grünen Oasen außerhalb unserer Städte nachgehen. Gerade für Großstadtpaare hat der Ausflug ins Grüne eine besondere Wirkung.

    Neben der körperlichen Betätigung hat der Aufenthalt in der Natur eine beruhigende, ja geradezu meditative Wirkung. Powern Sie sich am Berghang oder beim Waldlauf ruhig aus, aber nutzen Sie die Gelegenheit auch für einige tiefe Atemzüge und zum Entschleunigen. Nicht selten findet sich in der Ruhe des Waldes die Gelegenheit, der Beziehung eine neue Tiefe zu geben.

    Fahrradtouren

    Fahrradtouren haben den Vorteil, relativ ungezwungen und spontan organisiert zu werden. Wenn Sie und ihr Partner beruflich oder familiär sehr eingespannt sind, könnte das die perfekte Sportart für Sie sein.

    Gehen Sie einen Schritt weiter und mieten Sie ein Tandem. Was auf dem ersten Blick wie ein Rückschritt in überholte Zeiten aussieht, ist in Wirklichkeit ein guter Weg, gemeinsam fit zu werden und dabei ein Gefühl der trauten Zweisamkeit zu erleben.

    Junges Paar mit Fahrradhelm beim Mountainbiking
    Junges Paar mit Fahrradhelm beim Mountainbiking
    Inline-Skating

    Inline-Skating zu zweit kommt dem Händchen halten beim Spaziergang ungeheuer nah. Es ist quasi das Turteln für Fitness-Enthusiasten.

    Rollen Sie Promenaden entlang und tragen Sie dabei gleichfarbende Inline-Skates als Zeichen Ihrer Unzertrennlichkeit. So wird das Rollerblading nicht nur zur Herzenssache, weil es eigentlich ein sehr effektives Ausdauertraining ist.

    Im folgenden Beispiel können unterschiedliche Sportarten betrieben werden...

    Adventure Racing - gemeinsamer Ausdauerspaß mit dem Partner

    Viele von uns fangen mit der sportlichen Laufbahn, egal ob mit Wettkampfambitionen oder aus Fitnessgründen in relativ jungen Jahren an. Mit dem Alter kommt die Ehe, Kinder, eine 40-Stunden-Woche und die Herausforderung, weiterhin Zeit zum Trainieren und für Wettkämpfe zu finden.

    Die Suche nach einem zweistündigen freien Zeitfenster für einen langen Ausdauerlauf kann im Familienalltag zu einer nahezu unüberwindbaren Hürde werden. Genauso wie der Traum, am Wochenende an einem Wettkampf teilzunehmen. In einer im Familienleben eingebundenen Lebensphase eine beinahe unmögliche Situation.

    Für Sie und ihren Lebenspartner kann die Lösung im so genannten "Adventure Racing" liegen. "Adventure Races" sind vor allem in Amerika populär. Der Trend findet aber bereits in Deutschland seine ersten Wegbereiter.

    Bei Adventure Races müssen Sie ähnlich wie beim Triathlon mehrere Teilstrecken auf unterschiedliche Art meistern. Je nach Strecke und Veranstaltungsort können Sie dabei lange

    Dadurch verbringen Sie nicht nur Zeit miteinander fernab des Familiensstresses, sondern bekommen auch ihre Dosis Fitness-Training ab. Nachfolgend einige Aspekte, die beim Adventure Racing von Ihrem Ehepartner und Ihnen zu berücksichtigen sein sollten.

    Warum Adventure Racing?

    Die einfache Antwort ist, dass Adventure Racing (AR) ein Mannschaftssport ist. Es betont Teamarbeit, verschiedene Kompetenzen und Fitnesselemente. Teams erlangen die Fähigkeit unter Stress klar zu denken, zu kombinieren, ihre unterschiedlichen Fitness-Level einzusetzen und entwickeln starke Fähigkeiten Ressourcen zu koordinieren. Das Erfolgsgefühl ist schwer zu beschreiben und kann letztlich nur selbst in einem Team erfahren werden.

    Fitness und Qualifikation

    Die größte Herausforderung in Mannschaftssportarten sind die Unterschiede in den Fitness- und Qualifikationsniveaus unter den Teammitgliedern. Mit Sportarten wie Mountainbike, Kajak, Laufen und Orientierung können die unterschiedlichen körperlichen und geistigen Vorraussetzungen ausschlaggebend sein. Das Rekrutieren der besten Athleten für Ihr Team ist eine Lösung, andernfalls müssen Sie lernen, mit dem Ihnen im Team vorliegenden Fitness- und Qualifikationsniveaus zu arbeiten.

    Beim Trainieren und Laufen mit Ihrem Ehepartner sollten Sie zunächst auf die gemeinsame Kompetenzentwicklung achten. Sie sollten Ihren Ehepartner nicht gleich am ersten Tag zu einer Trainigsstrecke mit einer schaurigen Klippe führen. Erst recht nicht, wenn Ihr Ehepartner das erste Mal auf dem Mountainbike sitzt und eine ruhige Strecke wesentlich besser ist, um sich Rad und der Strecke vertraut zu machen.

    Das Gleiche gilt für die Herangehensweise bei der Entwicklung von Navigationsfertigkeiten beim Kajakfahren. Sie müssen für den Anfang üben, auf leichten Wasserwegen Vertrauen untereinander aufzubauen und immer mehr zu fördern. Sie werden sehen, dass Sie mit steigendem Selbstvertrauen Spaß und Lockerheit gewinnen und schneller als Team zusammenwachsen und mit Leichtigkeit ein gestecktes Ziel nach dem anderen erreichen.

    Konzentrieren Sie sich auf Ihre Fitness. Die Lücke in Ihrer beider Fitness kann auf den ersten Blick unvereinbar groß sein.

    Sehen Sie genauer hin. Machen Sie gemeinsame Übungen und werden Sie sich Ihrer individuellen Stärken und Schwächen bewusst. Sehen Sie den den Vorteil, sich gegenseitig ergänzen zu können. Probieren Sie es. Sie werden positiv überrascht sein, wie leistungsstark ein Zweiergespann trotz unterschiedlicher Fitness-Niveaus sein kann.

    Rollenzuweisung, Verantwortlichkeiten und Respekt

    Beim Adventure Racing haben Sie eindeutig definierte Rollen: Kapitän, Navigator, Arbeiter und die Glucke. Es gibt keine Rollen für Mann, Frau, Freundin oder Freund. Wenn Sie mit Ihrem Ehepartner an einen Adventure Race teilnehmen, müssen Sie verstehen, dass es dabei für Ihren Ehepartner und Sie feste Rollen gibt.

    Wenn Ihre Frau der Kapitän der Mannschaft ist, sind die Entscheidungen Ihrer Frau unanfechtbar. Wenn Ihr Freund der Navigator ist und Sie nicht mit der Navigation im Team glücklich sind, müssen Sie die Zähne zusammenbeissen und bis zum Ende des Adventure Races akzeptierend und respektierend in Ihrer Rolle verbleiben.

    Wenn Ihr Ehepartner oder Ihr Freund Ihre Unterstützung braucht, werden sie Sie rechtzeitig fragen. Respektieren Sie die anderen als kompetente Athleten. Ihre Ehe oder Ihre Freundschaft könne Sie getrost nach dem Wettlauf fortsetzen.

    Ziele und Erwartungen

    Sie glauben vielleicht, dass Ihr Ehepartner oder Ihr Freund aus dem gleichen Grund an dem Adventure Race teilnehmen wie Sie. Sie sollten dennoch Ihre Teamkollegen direkt nach Ihren Zielen und Erwartungen befragen.

    Sie werden überrascht sein, wenn Ihre Frau vielleicht sagt, dass Sie gerne eine führende Position im Team ausüben möchte oder wenn Ihr Mann Ihnen mitteilt, dass er ein gutes Abenteuer erleben möchte. Was auch immer Ihre Ziele sind, Sie sollten Ihre Erwartungen vor und während des Adventure Races sich stets bewusst machen, neu prüfen und ausrichten.

    Finden Sie Zeit für sich

    Ein Teil des Trainings hat damit zu tun, dass Sie von Ihrem bisherigen Alltag wegkommen und sich einem anderen Thema ganzheitlich widmen können. Das Hören Ihres MP3-Players auf dem Weg nach Hause, kann für Sie die heilende Therapie nach einem anstrengenden Arbeitstag sein. Oder Sie haben mit Ihrem Kollegen einen gemeinsamen Arbeitsweg und finden neue und einander bereichernde Themen über das Arbeitsleben hinaus.

    In jedem Fall gilt für das Adventure Race wie auch für das Training, dass Sie nicht die ganze Zeit komplett miteinander verbringen. Der Vorteil ist, dass Sie mit Ihrem Ehepartner

    • die Liebe zum Sport teilen
    • Zeit miteinander verbringen
    • etwas Gemeinsames machen, das Ihnen Spaß macht

    und Sie sich auf diesem Weg einen gemeinsamen, familiären Lebensstil schaffen, der Fitness und Sport beinhaltet.

    Erste Schritte

    Das Erleben eines gemeinsamen Familienabenteuers kann, wenn es gut organisiert ist, eine gute Möglichkeit sein, ein schönes Wochenende mit Ihrem Ehepartner zu verbringen. Folgend einige Hinweise, damit das gemeinsame Wochenende auch wirklich gelingt.

    1. Trainieren Sie zusammen und lernen Sie einander an Ihren Spuren zu erkennen.
    2. Behandeln Sie sich gegenseitig wie Teamkollegen: beim Training und im Wettkampf.
    3. Beginnen Sie mit kleinere Wettkämpfen und steigern Sie sich mit der Erfahrung.
    4. Sprechen Sie darüber, was in Ihrem Team funktioniert und was nicht funktioniert.

    Grundlegende Trainingstipps für den Einstieg

    Wenn Sie bisher allein trainiert haben, gibt das Pärchentraining Ihren Workouts einen neuen Schwung und Sie schnüren wieder mit mehr Pfiff Ihre Turnschuhe. Mit den folgenden Tipps wird das gemeinsame Schwitzen trotz Seitenstechen und Trainingsschwielen zum echten Wohlfühlerlebnis.

    Gehen Sie gemeinsam einkaufen

    Ein gesunder Lebensstil fängt im Einkaufskorb an. Wenn Sie Tiefkühlpizza, Mikrowellen-Hamburger und Süßigkeiten weglassen, dann können Sie diese auch nicht zu Hause essen, womit der erste Grundstein für einen garantierten Diät-Erfolg gelegt wäre.

    Gehen Sie deshalb gemeinsam den großen Wochenendeinkauf erledigen und überlegen Sie sich, mit welchen diättauglichen Lebensmitteln Sie sich eindecken müssen, um über die Woche zu kommen. Das kann sogar so weit gehen, dass sie gemeinsam ein gesundes romantisches Dinner auf der heimischen Terrasse planen.

    Stoppen Sie schlechte Angewohnheiten

    Es ist für niemanden leicht, routinierte Angewohnheiten abzulegen. Problematisch ist es besonders dann, wenn Sie nicht allein sind, sondern sich gemeinsam als Paar die eine oder andere schlechte Angewohnheit zugelegt haben.

    Die Feierabendpizza beispielsweise, die Sie immer rechtzeitig zum Beginn der geliebten Vorabendserie liefern lassen. Machen Sie sich mit ihrem Partner eine Liste von ihren typischen Abendgewohnheiten und überlegen Sie sich, wie Sie diese gesünder gestalten können. Anstatt Pizza und Fernsehen könnte man auch bei Salat und Tanzunterricht die verdiente Entspannung finden.

    Denken Sie sich ein Belohnungssystem aus, so dass Sie sich gegenseitig zum Erreichen der gesteckten Ziele anspornen können. Wenn er es zum Beispiel schafft, seinen täglichen Bierkonsum auf zwei Feierabendbiere pro Woche zu reduzieren, darf er sich eine Dauerkarte für die nächste Bundesliga-Saison kaufen.

    Mann im Unterhemd mit Bierflasche und Pizza auf Couch
    Mann im Unterhemd mit Bierflasche und Pizza auf Couch

    Was das Training zu zweit angeht, sollten folgende Punkte beachtet werden...

    Seien Sie offen für Neues

    Für die meisten von uns ist das Fitness-Training meist auf ein bis zwei unterschiedliche Sportarten limitiert. Häufig handelt es sich dabei um Widerstandstraining an Maschinen sowie Gewichten und Cardio-Training auf dem Laufband oder Fahrradergometer.

    Wenn Sie sich den Interessen ihres Partners öffnen, kann das zu einer echten Wiedergeburt ihrer Fitness-Lust werden. Lassen Sie sich von ihm/ihr ruhig zeigen, wie man eine Flanke schießt oder beim Tennis den Ball schmettert. Neue Aktivitäten trainieren nicht nur Ihre Muskulatur auf ungewohnte Weise, sondern geben Ihnen auch das Selbstvertrauen, keine Angst vor ungewohnten Herausforderungen zu haben. Und Ihr Partner freut sich, weil er Ihnen etwas beibringen konnte und Sie Interesse an seinen Hobbys zeigen.

    Seien Sie diplomatisch

    Wer nie einen Mannschaftssport gespielt hat, findet es vielleicht etwas schwierig, sich beim Training voll und ganz jemand anderes unterzuordnen. Um Streitigkeiten im Fitness-Studio zu vermeiden, sollten Sie daher im Vorfeld gemeinsam einen Trainingsplan erstellen, der beide Seiten zufrieden stellt.

    Beim Training selbst sollten Sie sich wie im echten Leben auch, voll und ganz auf Ihren Partner verlassen. Betrachten Sie ihn als Ihren persönlichen Trainer, der nur das Beste für Sie im Sinn hat, wenn er Ihre Übungsausführung korrigiert oder Sie zu einer weiteren Wiederholung antreibt.

    Gemeinsam trainieren und lernen

    Nur weil er ein Fußball-Ass und Sie ein Aerobic-Profi sind, bedeutet das noch lange nicht, dass sich Ihre Workouts nur um den Ball oder flinke Tanzschritte drehen müssen. Verlassen Sie gemeinsam Ihre Komfortzonen, indem Sie sich an Aktivitäten wagen, die keiner von beiden jemals ausprobiert hat.

    So fühlt sich keiner von den anderen überlegen und zu zweit lässt sich auch die Schüchternheit schneller ablegen, die einem sonst davon abgehalten hat, Karate, Bergsteigen oder Salsa auszuprobieren.

    Wählen Sie Sportarten, die individuell anpassbar sind

    Wenn er schon seit Jahren jeden Morgen joggen und seine Freundin sich bisher auf der Yoga-Matte fit gehalten hat, ist eine gemeinsame Laufeinheit für beide Seiten wenig unterhaltsam. Entweder muss er sein Tempo so sehr drosseln, dass er keine Trainingswirkung erzielt oder sie muss sich so sehr schinden, dass es eher Folter als Training ist.

    Denken Sie deshalb über Möglichkeiten nach, wie Sie die Leistungsunterschiede ausgleichen können. Beim Ausdauersport könnte die Lösung beispielsweise das Laufband sein. So können Sie beide nebeneinander trainieren und trotzdem das individuelle Tempo halten.

    Problem Zeit: So klappt es mit dem gemeinsamen Sportprogramm

    Für Paare ist es häufig schwer, Zeit für ein gemeinsames Sportprogramm zu finden. Der Beruf, Hobbys des einzelnen und Kinder und Haustiere bilden ein großes Zeit-Ungetüm, das erst einmal gebändigt werden muss.

    Verständlicherweise sind Workouts das erste, was bei einem knappen Zeitbudget weggestrichen wird, weil es unmittelbar die geringsten Konsequenzen nach sich zieht. Auf lange Sicht jedoch ist jede verpasste Trainingseinheit genauso schlecht wie jede gerauchte Zigarette oder jeder Sonnenbrand.

    Ein Blick auf den Tagesablauf

    Unser Organismus ist schlicht nur bis zu einem begrenzten Maß belastbar, und wer das Leben jetzt und später in vollen Zügen genießen möchte, muss dafür kontinuierlich an seiner Fitness arbeiten. Wenn Sie glauben, dass Sie nicht genug Zeit für gemeinsame Fitness-Aktivitäten haben, kann Ihnen unser einfacher Fahrplan helfen:

    Notieren Sie eine Woche lang all das, was sie an jedem einzelnen Tag gemacht haben. Schreiben Sie sich auch auf, wie viel Zeit Sie dafür jeweils aufgewendet haben.

    Seien Sie dabei ehrlich miteinander, insbesondere was TV-Konsum und das Surfen im Internet angeht. Schauen Sie sich an, wie lange Sie sich mit unproduktiven oder ungesunden Dingen beschäftigt haben.

    Vielen Paaren fällt bei der kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Tagesablauf auf, dass Sie weit mehr Zeit vor dem Fernseher, im Internet oder mit anderen passiven Tätigkeiten verbringen. Natürlich ist es in Ordnung und auch notwendig, den Tag mit einem Spielfilm oder einer Game-Show ausklingen zu lassen, um einmal vollkommen abschalten zu können.

    Wenn Sie sich aber regelmäßig drei und mehr Stunden von den Medien berieseln oder der Game-Konsole verführen lassen, verschwenden Sie nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht ihr Potential. Normalerweise lässt sich im Tagesablauf eines jeden Paares ein Zeitfenster finden, um gemeinsam aktiv zu sein.

    Älteres Paar in Fahrradkleidung und Helm schlägt sich zufrieden in die Hände
    Älteres Paar in Fahrradkleidung und Helm schlägt sich zufrieden in die Hände

    Früher aufstehen

    Sie können beispielsweise 30 Minuten früher aufstehen. So haben Sie 10 Minuten Zeit, sich auf das Training vorzubereiten und können dann 20 Minuten Vollgas geben und danach ihren ganz normalen Tagesrhythmus aufnehmen. Was sich im ersten Moment ziemlich unzumutbar anhört, ist tatsächlich jedoch der einfachste Weg, weil Sie nicht ihren kompletten Tagesablauf umstellen müssen.

    Studien haben außerdem gezeigt, dass Personen, die am frühen Morgen trainieren, am Abend schneller zur Ruhe finden und eher einschlafen. So gesehen verkürzen Sie zwar Ihre Nachtruhe um 10-20 Minuten, erhöhen dabei jedoch die tatsächliche Schlafqualität.

    Fitness-Date

    Eine andere Möglichkeit wäre auch ein Fitness-Date nach Feierabend. Wenn Sie erst einmal zu Hause sind und das gemütliche Sofa sehen, fällt es schwer, sich noch einmal ins Auto zu setzen und zum Studio zu fahren. Verabreden Sie sich deshalb mit ihrer besseren Hälfte direkt nach der Arbeit und gehen Sie gemeinsam zum Sportclub oder zur Tanzschule.

    Training in den Abendstunden

    Wenn Sie keine Zeit haben, um sich mit ihren Partner zu treffen, weil Sie die Kinder abholen und noch etliche Besorgungen erledigen müssen, bleibt Ihnen noch das Zeitfenster zwischen Abendessen und dem Zubettgehen. Wenn Sie gegen 18 Uhr als Familie essen, gönnen Sie sich eine Stunde im entspannten Zusammensein.

    Wenn Sie abends nicht zu schwer kochen, und das verbietet sich bei einem gesunden Lebensstil ohnehin, fühlen Sie sich spätestens ab 19.30 Uhr magenmäßig wieder leicht genug, um eine ambitionierte Trainingseinheit anzugehen.

    Natürlich ist das eben auch die gleiche Zeit, in der Sie ins Theater gehen oder sich einen gemütlichen Filmabend machen könnten. Aber wenn wir davon ausgehen, dass Sie drei- bis viermal in der Woche aktiv sein müssen, um sich spürbar wohler zu fühlen und auch Fortschritte in optischer Hinsicht zu erzielen, reden wir von nur von zwei abendlichen Workouts unter der Woche und einem aktiven Wochenende. Das heißt, das Kulturleben oder gemütliche Zusammeinsein muss keineswegs mit unserem erklärten Ziel kollidieren.

    Gestalten Sie ihre Trainingseinheiten so, dass sie im Schnitt nicht länger als 20-30 Minuten dauern. So fällt es Ihnen leichter, sich die erforderlichen Zeiträume zu schaffen.

    Sie werden verblüfft sein, welchen großen Effekt solche kurzen Workouts haben können. Sie müssen es nur wirklich wollen.

    Männer und Frauen haben unterschiedliche Ziele beim Sport

    Wie eine Umfrage des "Hausarzt Patientenmagazins" unter 1.952 Personen zeigt, treibt ein Großteil der befragten Männer und Frauen zwar aus ein und demselben Grund regelmäßig Sport, nämlich zum Wohle der Gesundheit und der Fitness.

    Dennoch lassen sich zwischen den beiden Geschlechtern auch deutlich unterschiedliche Gründe für die sportliche Aktivität feststellen. Während 32,2% der Frauen eher Sport treiben, um ihr Gewicht zu reduzieren, ist dies nur für 14,2% der Männer ein Grund. Die männlichen Befragten verausgaben sich lieber, um an ihre körperlichen Grenzen zu kommen oder aus Liebe am sportlichen Wetteifern (22,9%), was allerdings nur etwa 10% der Frauen als Ansporn sehen.

    Bessere Libido durch Sport - Diese Sportarten fördern die Lust

    Dunkelhaarige Frau vor dem halbnackten Oberkörper eines durchtrainierten Mannes blickt erotisch in die Kamera
    Junges Liebespaar - Frau hält Mann am Hemd fest © unpict - www.fotolia.de

    Regelmäßig etwas Sport zu treiben, kommt nicht nur dem Gewicht zugute, sondern auch der Libido. Besonders Ausdauersport und Kraftsport können bei Männern die sexuelle Lust steigern, vorausgesetzt mann übetreibt es nicht.

    Moderates Kraft- und Ausdauertraining bewirkt, dass der männliche Körper mehr Testosteron ausschüttet. Am besten eignet sich eine Kombination aus Bewegung und anschließender Entspannung. 45 Minuten Joggen oder Walking an drei Tagen pro Woche wäre beispielsweise ein ideales Trainingspensum, das sich gut auf die männliche Libido auswirkt.

    Auswirkung von übermäßigem Ausdauersport

    Wer allerdings mehr als 60 Kilometer die Woche läuft, muss sich dagegen auf einen gegenteiligen Effekt einstellen. Denn wer sich beim Sport zu stark verausgabt, riskiert, dass er für andere körperliche Aktivitäten die Lust verliert.

    Extremer Ausdauersport kann sogar dazu führen, dass das Gewebe im Schwellkörper abbaut, was auf Dauer zu Potenzproblemen führt. Aber nicht nur Ausdauer- und Kraftsport eignen sich zur Steigerung der sexuellen Lust.

    Libido verstärkende Sportarten

    Bei Yoga und Pilates beispielsweise werden die so genannten Kuschelhormone Oxytocin und Serotonin vermehrt ausgeschüttet und die Durchblutung gefördert, was die Libido ebenfalls positiv beeinflusst und zwar nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen.

    Beim Fahrradfahren ist bei Männern allerdings Vorsicht geboten. Fahrradfahrer, die regelmäßig lange Strecken oder auf unebenem Gelände fahren, riskieren bei einer falschen Sitzposition, dass die feinen Nerven und Blutgefäße im Genitalbereich geschädigt werden, was schlimmstenfalls zur Impotenz führen kann.

    Gute Nachricht für "Weekend Warriors": auch Sport am Wochenende verlängert das Leben

    Wer nur am Wochenende trainiert, kann seine Sterblichkeit dennoch bedeutend senken

    Junges Paar beim Fitnesstraining, er mit blauem Handtuch um den Hals, halten beide eine blaue Hantel in die Kamera
    glückliches junge paar beim fitness-training © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

    Zu wenig Bewegung im Alltag ist ein Hauptgrund für Fettleibigkeit und die wiederum treibt die Gefahr für Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden in die Höhe. Wer sich entsprechend der WHO-Empfehlung täglich 30 Minuten sportlich betätigt, senkt das eigene Sterberisiko, doch kaum jemand hat Zeit und Muße für das tägliche Programm.

    Die Mindestempfehlung liegt daher bei 150 Minuten pro Woche bei moderatem Training oder 75 Minuten pro Woche bei intensivem Training. Manche Erwachsene haben jedoch selbst dafür unter der Woche kein Zeitfenster und verlegen den Sport komplett auf das Wochenende. Der Name "Weekend Warriors", also "Wochenendkrieger" hat sich für diese Gruppe der Freizeitsportler etabliert.

    Ist Wochenend-Sport ausreichend?

    Viele Ärzte bezweifeln jedoch, dass die seltene Betätigung schon ausreicht, um die Sterblichkeit zu senken. Eine Studie mit 580 Männern war zu dem Schluss gekommen, dass weder die Herz-Kreislauf-Gefahr noch die Krebssterblichkeit sinkt.

    Die Studie brachte jedoch die Probleme mit sich, dass zum einen nur Männer untersucht wurden und zum anderen die Teilnehmerzahl klein war. Von den 580 Probanden verstarben im Untersuchungszeitraum 67 Männer und die Aussagekraft ist in diesem Zahlenraum einfach zu schwach.

    Eine aktuelle Studie sah sich die "Weekend Warriors" daher noch einmal an. Die Forscher führten britische und schottische Daten zusammen und kamen so auf 63.591 Teilnehmer ab 40 Jahren mit einem Frauenanteil von 35 Prozent.

    Alle waren zwischen 1994 und 2012 zu ihrer Lebensweise befragt worden. 2.341 stellten sich als "Weekend Warriors" heraus, 14.224 waren zwar sportlich aktiv, allerdings unter der WHO-Empfehlung, 7.079 Personen erreichten die Mindestanforderung und die restlichen 39.947 betätigten sich so gut wie nie sportlich.

    Senkung der Sterblichkeitsrate um 30 Prozent

    Aus dem Sterberegister der Länder konnten die Forscher entnehmen, wer innerhalb des Beobachtungszeitraums verstarb. Man kam auf 8.802 Todesfälle, von denen 2.526 auf Krebs und 2.780 auf Herz-Kreislauf-Leiden zurückgingen.

    Verglichen mit der sportlichen Aktivität zeigte sich: Im Vergleich zu Sportmuffeln sank bei "Weekend Warriors" die Sterblichkeit um 30 Prozent. Interessant war, dass auch häufigere Sport unterhalb der Mindestempfehlung und Sport im Rahmen der WHO-Empfehlung keinen wesentlich besseren Effekt hatten. Wichtig ist offenbar also allein der Fakt, dass man überhaupt Sport treibt.

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    Autor:

    Marco Stephan - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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