28. März 2011
Doping ist in vielen Sportarten gang und gäbe. Sich mit unerlaubten Mitteln Vorteile zu verschaffen, leider an der Tagesordnung. Wer bei Betrug im Sport an Radrennfahrer, Leichtathleten oder Gewichtheber denkt, liegt sicherlich nicht falsch. Doch Manipulation gibt es auch im Schach.
Drei Mitglieder der französischen Nationalmannschaft flogen bei der Schach-Olympiade 2010 im russischen Chanty-Mansisk auf, als sie sich gute Züge per SMS zusandten. Einer der Betrüger saß am Brett und trug seine Partie aus. Ein Zweiter ermittelte zeitgleich die besten Züge, während der dritte Beteiligte sich im Spielsaal so positionierte, dass der am Brett aktive Spieler wusste, wohin er seine Figuren ziehen sollte.
Da die Vizevorsitzende des französischen Schachverbandes FFE, Joanna Pomian, den Schwindel entdeckte, erhielten die drei Aktiven nun eine Strafe durch den Verband. Die Verantwortlichen sperrten zwei der Spieler für jeweils fünf Jahre, dem dritten Aktiven ist es untersagt, jemals wieder Trainer oder Spielführer des französischen Schachteams zu sein. Die drei Spieler bestritten die Anschuldigungen.
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