Schach ist eigentlich ein klassisches Brettspiel. Man kann es jedoch auch gegen einen Computer spielen.
Unter Computerschach versteht man Schachspielen gegen den Computer. Es ist aber auch möglich, dass einzelne Computer untereinander Schach spielen.
Als erster Automat, der in der Lage gewesen sein soll, Schach zu spielen, gilt der so genannte Schachtürke, der von dem Universalgelehrten Wolfgang von Kempelen (1734-1804) erfunden worden war. Allerdings handelte es sich dabei um einen getürkten Apparat, in dessen Inneren ein Schachspieler steckte. Mithilfe von komplizierten Mechanismen wurden die Schachzüge dann ausgeführt. Im Jahr 1890 gelang es dagegen dem spanischen Ingenieur Leonardo Torres Quevedo (1852-1936) einen elektromechanischen Apparat zu konstruieren, der in der Lage war, bestimmte Schachspielzüge auszuführen. Danach tat sich bis zur Entwicklung der Digitalcomputer in den 50er Jahren nicht mehr viel auf diesem Gebiet. Mit der Entwicklung der Computer entstanden schließlich auch Schachprogramme, die sich mit den Rechnern spielen ließen. Da die Computer mit der Zeit immer besser und schneller wurden, findet man heutzutage auf fast allen PCs Schachprogramme. Diese sind einem durchschnittlichen Schachspieler weit überlegen. Sogar auf Mobiltelefonen kann mittlerweile schon Schach gespielt werden. Für viele Meisterspieler sind die Computer zur Eröffnungsvorbereitung oder Spielanalyse unverzichtbar geworden.
Im Jahre 1997 gelang es einer Schachmaschine von IBM sogar den damaligen russischen Schachweltmeister Garri Kasparow zu schlagen. Die menschlichen Schachgroßmeister unternehmen immer wieder Versuche ein spezielles Antischachprogramm gegen ihre maschinellen Gegenspieler einzusetzen. Allerdings zeichnet es sich immer mehr ab, dass die Rechenkraft der Computer, die zudem stetig wächst, den Menschen langfristig überlegen ist. Mithilfe von bestimmten Manövern, die der Computer nicht erkennen kann, ist es jedoch durchaus möglich erfolgreich gegen die Maschinen zu bestehen.
Schachcomputer sind aber auch in der Lage gegeneinander zu spielen. Es gibt sogar eine Reihe von speziellen Wettbewerben, in denen nur Computer antreten. Dazu gehören die Mikrocomputerschachweltmeisterschaft sowie die Schachcomputerweltmeisterschaft. Allerdings sind solche Wettbewerbe nur begrenzt aussagekräftig, wenn es um die Spielstärke gegen Menschen geht.
Ziel und Zweck des Computerschachs waren vor allem Unterhaltung und Spielanalyse. Daneben erhoffte man sich jedoch auch, bessere Einsichten in das Denken des Menschen zu gewinnen. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Daher dient Computerschach in der heutigen Zeit nicht mehr als Forschungsgegenstand und wurde durch Spiele wie Arimaa und Go ersetzt.
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John Nunn ist einer der angesehensten Schachautoren in der Welt. Gewissenhaft hat er dreißig moderne Partien aus...
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