Trendsport Trike Drifting - Merkmale und Ausstattung

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Trike Drifting - Wissenswertes zu den sportlichen Dreirädern

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Dreiradfahren gehört wohl für jedes Kind zu den frühesten Erinnerungen an die eigene Mobilität. Doch selbst Erwachsene müssen darauf nicht verzichten. Das Trike Drifting umschreibt eine moderne Trendsportart, die ein schnelles Passieren von Neigungen und Kurven auf drei Rädern erlaubt. Der sportliche Wettkampf wird damit ebenso wie der lustige Zeitvertreib ermöglicht. Lesen Sie über Merkmale und Ausstattung des Trike Driftings.

Das Trike Drifting - Generelle Merkmale

Beim Trike Drifting handelt es sich um das Fahren auf einem besonderen Gefährt mit drei Rädern. Die Sportart basiert auf dem Fahren mit einem nicht motorisierten Dreirad.

Dieses kann in bestimmten Größen hergestellt und mit einer breiten Auswahl an Rädern versehen werden. Gestartet wird zumeist im bergigen Gelände: Straßen, die abwärts verlaufen und möglichst viele Kurven besitzen, eignen sich besonders gut.

Es gilt immerhin, sie in der schnellsten Zeit zu passieren. Mögen bei geraden Verläufen noch die Gesetze der Physik gelten, so lässt sich die Qualität des Gefährts spätestens bei den Richtungswechseln erkennen.

Je besser der Fahrer mit seinem Trike die Biegungen nehmen kann, desto weniger Tempo verliert er. Er driftet dabei um Hindernisse herum und kommt dem Ziel auf diese Weise näher.

Typisch für Drift Trikes ist das große Vorderrad und kleine Hinterräder, die die Form einer Walze aufweisen. Manchmal finden sich auch Pedalen am Vorderrad.

Mithilfe der breiten Hinterräder ist ein Sliden möglich. In der Regel sind Pedalen nicht nötig, da man beim Herunterfahren einer Strecke ausreichend Schwung erzeugen kann; doch durch diese Antriebsmöglichkeit lassen sich auch Passagen auf gerader Fläche überbrücken.

Ideal sind dabei asphaltierte Wege und Straßen. Je rauer die Oberfläche, desto mehr Widerstand wird aufgebaut, was sich wiederum negaitv auf die Slideeigenschaften auswirkt.

Häufig wird das Trike-Drifting mit dem Fahren auf Longboards verglichen. Fakt ist jedoch, dass sich dieser Sport deutlich leichter lernen lässt, da man bequem auf einem Sattel sitzt.

Herkunft des Trends

Das Trike Drifting ist erst in den letzten Jahren entstanden. Genau genommen handelt es sich dabei um eine Freizeitbeschäftigung, die aus dem BMX-Fahren hervorging. Auch dessen Entwicklung in den 1980er und 1990er Jahren machte in Neuseeland schnelle Fortschritte.

Von dort schwappt mit dem Trike Drifting nun erneut eine Trendsportart herüber. Seit der Jahrtausendwende ist die Verbreitung des schnellen Fahrens auf drei Rädern aber noch nicht allzu weit gediehen.

Lediglich in den Vereinigten Staaten sowie in England hat sich ein harter Kern an Athleten etabliert. Doch auch in Deutschland wächst die Szene – kleine Veranstaltungen lassen sich bereits jetzt finden. Ebenso laden immer mehr Vereine die Interessierten ein.

Ausrüstung: Das Fahrrad als Basis

Als Grundlage des Trikes wurde in der Vergangenheit zumeist ein ausgedientes BMX-Rad genommen, dessen Rahmen durch seine Eigenschaften auch für diese Sportart verwendet werden kann. Erst zuletzt haben sich Radmanufakturen dazu entschlossen, einen neuen Rahmentypen für das Drifting zu produzieren. Dieser unterscheidet sich vom herkömmlichen Radrahmen durch zusätzliche Verstrebungen, die dem Gefährt mehr Stabilität verleihen sollen.

Auch der Winkel, mit dem der Lenker auf dem Vorbau befestigt wird, variiert. Bereits kleine Handgriffe reichen somit aus, um dem Trike eine Richtungsänderung zu verleihen und somit die Kurvenlage zu beeinflussen.

Ratsam ist es darüber hinaus, keine leichten Baustoffe zu verwenden. Der Rahmen sollte aus schwerem Stahl bestehen, um somit einen idealen Tiefpunkt bei der Straßenlage zu erreichen.

Das kunststoffummantelte Rad

Zwei der drei Räder des Trikes sollen nicht die Richtung angeben, sondern möglichst gute Fahreigenschaften hervorrufen. Dabei handelt es sich um die beiden hinteren Exemplare, die meist sehr klein wirken, dafür aber etwas breiter konzipiert werden. Sie dürfen nur über einen sehr geringen Grip auf der Strecke verfügen, sollen also leicht ausbrechen und gut rutschen.

Die Hersteller fertigen die Modelle im Regelfall aus Kunststoff. Gerade Hobbybastler können aber auch normale Räder nutzen und sie lediglich mit einem Kunststoffrohr der entsprechenden Breite ummanteln.

Wichtig ist es dabei, dass die gewählten Materialien den Einflüssen der Strecke widerstehen. Immerhin werden nicht selten hohe Geschwindigkeiten erreicht, die Abnutzung der Räder kann sich daher relativ schnell einstellen.

Übung macht den Meister

Doch alle Eigenschaften des Trikes nützen wenig, wenn der Fahrer diese nicht zu nutzen weiß. Auf der Straße ist ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl gefragt. Ob das Gefährt rollt oder driftet, hängt meist an der Fähigkeit, dieses in der Kurve querzustellen oder den für die Biegung idealen Neigungswinkel zu erkennen.

Natürlich bedarf es dafür vieler Übungsstunden. Doch hat der Sportler erst einmal die richtige Technik erlernt, so macht das Driften nicht nur Spaß, sondern erweist sich gerade in der Konkurrenz gegen andere Fahrer auch als kurzweiliger Zeitvertreib.

Durch den geringen Schwerpunkt des Sitzens kommt es zudem selten einmal zu Stürzen. Ungeübte Fahrer sollten dennoch einen Helm tragen und die Gelenke mit Schützern versehen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Mountain biking in the forest © Oligo - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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