Boule

Die Kugelsportart wird nach den Pétanque-Regeln gespielt

Die Kugelsportart Boule steht als Sammelbegriff für alle darunter fallenden Varianten. Am bekanntesten ist das so genannte "Pétanque", nach dessen Regeln auch gespielt wird, wenn man von Boule spricht. Bei dem Freizeit-Kugelspiel geht es darum, mit seiner Kugel so nah wie möglich an die Zielkugel heran zu kommen. Beim Boule treten immer zwei Mannschaften gegeneinander an.

Glänzende Boule-Kugeln im Sand
playing a ball game (boccie) on the beach © kameel - www.fotolia.de

Herkunft und Verbreitung

Das Boule-Spiel gilt als typische französische Freizeitbeschäftigung und Sportart. Und tatsächlich ist es kaum irgendwo so verbreitet wie im Süden Frankreichs. Hier wird es in Parks und an Stränden gespielt, wo sich die Spieler an angestammten Treffpunkten zum Spiel versammeln. Dabei hat das Boule-Spiel aber nicht nur eine hohe soziale Komponente. Auch als ernsthafter Wettkampfsport ist es inzwischen etabliert.

Seinen Namen verdankt das Boule Spiel dem Spielgerät, mehreren schweren Kugeln von der Größe etwa eines Tennisballs. Das französische Wort für Kugel oder Ball ist "boule". In Frankreich wird das Boule-Spiel häufig als "Pétanque" bezeichnet, in Deutschland dagegen ist das Boule-Spiel auch unter dem Namen "Boccia" bekannt.

Spielprinzip

Beim Boule-Spiel gibt es mehrere offizielle Spielvarianten, die in diverse Unterkategorien eingeteilt sind. Die grundlegenden Regeln finden jedoch bei all diesen Spielvarianten Anwendung. Sie sind kompliziert, das Spielprinzip ist jedoch relativ schnell erklärt.

Beim Boule treten grundsätzlich zwei Mannschaften oder auch zwei Einzelspieler gegeneinander an. Die Mannschaften bestehen dabei aus zwei, drei oder vier Mitgliedern. Der erste Wurf wird mit der Zielkugel, dem so genannten Schweinchen oder Cochonet, ausgeführt. Ihre Lage bildet den Fixpunkt für alle weiteren Würfe.

Die Spieler müssen nun versuchen, ihre Kugeln so nah als möglich an die Zielkugel heran zu werfen. Dabei kommt es im Spielverlauf vor, dass die bereits liegenden Kugeln der gegnerischen Mannschaft wieder weg geschossen werden. Manche Würfe treffen auch die Zielkugel, so dass diese ihren Platz verändert. Sieger wird die Mannschaft, deren Kugel am Spielende am nächsten an der Zielkugel zu liegen kommt.

Boule ist eine Präzisionssportart, bei der aber auch jede Menge taktisches Gespür verlangt ist. Sind die ersten Kugeln einmal geworfen, so müssen häufig die nächsten Wurfbahnen erst wieder frei geschossen werden. Die Spieler benötigen ein sehr gutes Ballgefühl und müssen präzise werfen können. Dabei gilt es auch, Abstände richtig einzuschätzen und den Spielverlauf gut zu taxieren.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Boule-Spiel

Boccia - Merkmale und Regeln

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In der Freizeit wird Boccia oft am Strand oder auf der Wiese gespielt. Professionelles Boccia findet jedoch auf speziellen Bahnen mit nivelliertem Boden statt.

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