23. Juni 2008
Von Sarah Cramer
Für die meisten Leute dürfte Billard schlicht und einfach eine Freizeitbeschäftigung sein. Diese wird gerne mal am Abend mit Freunden und am besten auch in Kombination mit einem Bier ausgeübt. Doch es gibt auch Menschen die Billard als ernsten Sport betreiben.

Junge Leute beim Poolbillard
Natürlich ist Billard nicht wirklich ein körperlicher Sport, vielmehr wird das Gehirn gefordert. Wer denkt es sei langweilig einem Billardspiel zuzusehen, sei eines besseren belehrt. Einige Billardturniere werden sogar auf Sportkanälen im Fernsehen ausgestrahlt.
Billard ist aber nicht immer gleich Billard. Denn unter Billard werden verschiedene Spielarten zusammengefasst wie z.B. Pool, Karambol (Carambolage) und Snooker. Diese gehören u.a. zu den bekanntesten Spieltypen.
Poolbillard dürfte aber mit Abstand die bekannteste Billardart sein, da diese Form in der Regel in der Freizeit ausgeübt wird. Hier kommt es darauf an die weiße Kugel so mit dem Queue (Holzstab) anzustoßen, dass eine der farbigen Kugeln in eine der Taschen des Tisches eingelocht wird. Wobei teilweise bestimmte Regeln zum Einlochen bedacht werden müssen.
Aus taktischen Gründen sollte man immer den nächsten Schritt berücksichtigen und versuchen, die weiße Kugel nach dem Anstoß in eine günstige Position für den nächsten Stoß zu bringen. Glückt einem Spieler der Versuch eine Kugel zu versenken, darf dieser nämlich weiterspielen, bis einer seiner Versuche fehlschlägt. Erst dann ist der Gegenspieler dran.
Beim Poolbillard wird zusätzlich zwischen verschiedenen Disziplinen unterschieden. Eine davon ist die sogenannte 14/1 endlos Disziplin. Hier haben die Zahlen auf den Kugeln und auch ihre Farben keinerlei Bedeutung.
Einziges Ziel ist es so viele Kugeln wie möglich in die Taschen zu versenken. Es muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden, wobei jeder Spieler pro eingelochte Kugel einen Punkt erhält.
Aber nicht nur die zu erreichende Punktzahl wird vorgegeben sondern auch welche Kugel in welche Tasche zu spielen ist. Damit gehört diese Disziplin zu den sogenannten Ansagespielen. Sobald 14 Kugeln versenkt wurden, werden sie mithilfe des Dreiecks wieder auf dem Tisch platziert.
Die 8-Ball-Disziplin wird für gewöhnlich von den Freizeitspielern gespielt. Hier werden jedem Spieler verschiedene Kugeln zugeordnet, einer hat die vollen Kugeln (Nummer 1-7) und der andere spielt mit den halben Kugeln (9-15). Die 8 ist die schwarze Kugel die keinem Spieler zugeordnet wird.
Ziel bei dieser Disziplin ist es erst seine eigenen Kugeln und anschließend die schwarze 8 zu versenken. Während viele Freizeitspieler versuchen die Kugeln nach Lust und Laune zu versenken, ist die 8-Ball Disziplin bei Wettkämpfen ebenfalls ein Ansagespiel.
Eine weitere Disziplin, die eher von den Profis gespielt wird, ist die Disziplin 9-Ball. Wie der Name verrät werden mit 9 Kugeln (alle Vollen plus die 9) gespielt. Diese werden rautenförmig auf dem Tisch platziert. Die Kugel mit der Nummer 1 muss an der Spitze liegen und die Kugel 9 in der Mitte der Raute. Ansonsten gibt es keine Regeln bezüglich der Anordnung.
Es muss immer die Kugel mit der niedrigsten Zahl angestoßen werden (mithilfe des zusätzlichen Spielballs). Werden höher nummerierte Kugeln durch Berührung mit der niedrigsten Kugel versenkt ist dies gültig. Der Spieler der als erster die Kugel 9 versenkt hat das Spiel gewonnen.
Neben diesen Poolvarianten gibt noch zahlreiche andere Arten Billard zu spielen.
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