Wissenswertes zum modernen Biathlon: Merkmale, Disziplinen und Regeln des Sommerbiathlons

Der Sommerbiathlon wird von April bis Oktober durchgeführt. Es handelt sich um eine Mehrkampfsportart, bei der Crosslauf bzw. Rollskilaufen sowie Sportschießen miteinander kombiniert werden. Im Gegensatz zum Biathlon, der im Winter betrieben wird, verbleiben die Schießwaffen bei der Sommervariante am Schießstand und werden nicht mitgenommen. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Sommerbiathlon.

Traditionelle Biathlon-Elemente mit klassischen Sommersportarten - wir informieren über die Merkmale des modernen Biathlons

Die Rahmendaten

Rein äußerlich ähneln sich Biathlon im Winter und im Sommer: Die beiden Disziplinen sind Laufen und Schießen. Anders als im Winter werden die Waffen beim Sommerbiathlon während des Crosslaufs (der Laufuntergrund kann je nach Wettkampf variieren) nicht mitgenommen, sondern verbleiben am Schießstand.

Es werden die gleichen Wettbewerbe durchgeführt, also

  • Sprint
  • Verfolgung
  • Einzel
  • Massenstart
  • Staffel
  • Mixed-Staffel,

die bis auf die Mixed-Staffel nach Geschlechtern getrennt werden. Auch der Sommerbiathlon unterteilt sich in einen Juniorenbereich und in die Erwachsenensparte. Bis zu einem Alter von einschließlich 21 Jahren darf man bei den Junioren mitwirken, anschließend muss der Wechsel in den Erwachsenenbereich erfolgen. Durchgeführt werden die Wettkämpfe von der Internationalen Biathlon Union.

In Deutschland stehen sowohl der Sommer- als auch der Winterbiathlon unter der Schirmherrschaft des Deutschen Schützenbundes, der auch das nationale Regelwerk nach den internationalen Vorgaben ausarbeitet.

Beim Sommerbiathlon wird genau wie in der traditionellen Variante gelaufen und geschossen
Wettbewerbe beim Sommerbiathlon

Die Regeln

Zu treffen sind fünf Zielscheiben, die sich in 50 Meter Entfernung vom Schützen befinden. Der Durchmesser des Scheiben beträgt im liegenden Anschlag 4,5 Zentimeter. Bei stehenden Anschlag sind es 11,5 Zentimeter.

Pro verfehlter Zielscheibe muss eine Strafrunde gelaufen werden, die 70 Meter lang ist. Sollte dies unterlassen werden, bekommt der Sportler zwei Minuten auf seine Gesamtzeit hinzuaddiert. Eine Ausnahme bildet das Einzel, aber dies führt von den Formalien zu den Disziplinen.

Die Disziplinen

Die offiziellen Wettkämpfe des Sommerbiathlons kennen sechs verschiedene Disziplinen.

  • Die klassische Ausführung ist das Einzel. Männer müssen dabei insgesamt sieben Kilometer laufen. Für Frauen ist die Wegstrecke einen Kilometer kürzer.

    Geschossen wird je zweimal im Liegen und im Stehen. Pro verfehltem Schuss bekommt der Sportler eine Strafzeit von 30 Sekunden.

  • Neben dem Einzel gibt es auch den Sprint. Hierbei wird nur einmal im Liegen und Stehen geschossen. Die zu absolvierende Laufstrecke beträgt für Männer vier und für Frauen drei Kilometer.

  • Genau wie beim winterlichen Pendant treten die Biathleten auch im Sommer in der Verfolgung und im Massenstart an. In beiden Disziplinen wird insgesamt viermal geschossen.

    Bei der Verfolgung wird im Wechsel liegend und stehend auf die Scheiben gefeuert, beim Massenstart erst liegend und dann stehend. Die Laufdistanz beträgt in beiden Fällen für Männer sechs und für Frauen fünf Kilometer.

  • Zudem gibt es zwei Teamwettbewerbe: Die Staffel, bei der vier Athleten pro Team die Sprintdistanz absolvieren müssen sowie die Mixstaffel, bei der zwei Frauen und zwei Männer in einer Mannschaft antreten, die jeweils ihre Sprintdistanz zu absolvieren haben. Bei den Teamwettbewerben hat jeder Sportler pro Schießen drei Reservepatronen.

Der Reiz des Sommers

Der Sommerbiathlon kann mit einem Reiz aufwarten, mit dem seine winterliche Schwester nicht konkurrieren kann. Während man zwar im Winter zwar auch Strecken mit unterschiedlicher Schwierigkeit wählen kann, bleibt der Untergrund doch immer Schnee. Im Sommer betreiben die Athleten Crosslauf, dies bedeutet, Umgebung und Untergrund wechseln sich ab.

Im Sommer ist deshalb nicht nur Schießstand für die Zuschauer ein besonderer Reiz, sondern auch die Laufeinheiten, die eine besondere Herausforderung darstellen. Der Charakter des Sommerbiathlons verändert sich aus diesem Grund von Wettkampfort zu Wettkampfort dramatisch.

Die Organisation des Sommerbiathlons in Deutschland

Wie die meisten Sportarten, ist auch der Sommerbiathlon in Vereinen organisiert. Man unterscheidet

  • die Wettkämpfe, an denen Sportler der unterschiedlichen Vereine teilnehmen können,
  • von der Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

Die Mehrzahl der Turniere findet auf Landesebene statt, wo sogenannte Laufserien und Landesverbandsmeisterschaften ausgetragen werden.

Aus Bundesebene gibt es

  • den Deutschland-Cup (der wie der Weltcup im Winterbiathlon funktioniert) und
  • die Deutschen Meisterschaften.

Anfangs gab es kaum internationale Wettkämpfe, doch diese werden zunehmend häufiger durchgeführt. Der Sommerbiathlon hat die Chance, zu einem ähnlichen Event zu werden, wie der Zweikampf im Winter.

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