15. September 2011
Deutschlands berühmteste Rennstrecken sind Anziehungspunkte für viele Fahrer und unzählige Fans des Motorsports. Schwere Unfälle rufen jedoch immer wieder auch Kritiker auf den Plan. Die meisten der Rennstrecken stehen nicht nur den Profis, sondern auch der Öffentlichkeit für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung.
Die wohl bekannteste Rennstrecke in Deutschland dürfte der Hockenheimring sein. Ursprünglich betrug seine Länge 12 Kilometer. 1932 wurde er als Teststrecke für den Hersteller Mercedes-Benz freigegeben, aber auch für Rennen war die Strecke schon damals ausgelegt. Man fuhr zunächst gegen den Uhrzeigersinn. Allein das Eröffnungsrennen für Motorräder sorgte für großes Aufsehen und zog mehr als 45.000 Zuschauer an. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Hockenheimring so populär, dass auf ihm Weltmeisterschaftsläufe im Motorradrennen ausgetragen wurden. In den 60er Jahren kam es zu baulichen Veränderungen durch den Bau der BAB 6. Nach der Neueröffnung der Strecke im Jahr 1966 fuhr man mit dem Uhrzeigersinn. Später wurden die Sicherheitsstandards erhöht. Der Boykott der Nordschleife auf dem Nürburgring sorgte dafür, dass die Formel 1 sich im Hockenheimring einfand. Seit 1977 wird hier regelmäßig der Große Preis von Deutschland ausgetragen.
Der Nürburgring war jahrelang Austragungsort des Großen Preises, bevor diese Veranstaltung auf den Hockenheimring verlegt wurde. 1927 wurde die Strecke mit einer Länge von 28 Kilometern eröffnet. Erste Ideen zum Bau gab es bereits 1904. Kaiser Wilhelm II. sorgte dafür, dass entsprechende Pläne ausgearbeitet wurden, doch schon kurz darauf erlosch die Resonanz der Öffentlichkeit. Die Baupläne verschwanden vorerst in der Schublade. Nach dem 1. Weltkrieg wurden sie wieder aufgegriffen, weil der Motorsport einen neuen Aufschwung erlebte. Streckenumbauten sorgten dafür, dass der Nürburgring 1984 als sicherste Rennstrecke Deutschlands galt. Im selben und im darauffolgenden Jahr wurde die Formel 1 wiederholt auf der Strecke ausgetragen, bevor seit 1986 der Hockenheimring für den Großen Preis genutzt wird.
Die Planung des Lausitzringes fand bereits zu Zeiten der ehemaligen DDR statt. Im Jahr 2000 konnte er sowohl als Teststrecke als auch für Grand-Prix-Rennen und Speedway-Veranstaltungen eröffnet werden. 110.000 Zuschauer waren beim ersten Rennen anwesend. Inzwischen ist die EuroSpeedway GmbH Inhaberin der Anlage, die demzufolge den Namen EuroSpeedway Lausitz trägt. Neben Autorennen finden hier unter anderem Fahrsicherheitstrainings statt.
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