Geschlossene Rennstrecken im Motorsport werden als Rundstrecken oder Rundkurse bezeichnet. Im Gegensatz zu offenen Strecken wird die Strecke mehrfach durchfahren, wobei Start- und Ziellinie durchaus deckungsgleich sein können. Auf Rundstrecken wird mit mindestens zwei Fahrzeugen gleichzeitig gefahren.
Rundstrecken können sich im Innen- oder im Außenbereich befinden. Auch ist es möglich, dass sich nur eine Teilstrecke unter Dach, die andere im Freien befindet. Die Streckenlängen variieren. Aus Platzgründen sind Indoorstrecken deutlich kürzer als Outdoorstrecken. Für den Zuschauer bedeutet dies, dass er den gesamten Kurs besser überblicken kann. Beim Fahrer allerdings kommt schneller Eintönigkeit auf. Typische Rundstrecken sind beispielsweise Kartbahnen. Oft sind diese nur einen Kilometer lang.
Rundstrecken können dauerhaft oder temporär eingerichtet sein. Als Beispiel seien zeitlich abgesperrte Militär- oder Flugplätze genannt. Der Streckenuntergrund unterscheidet sich von Strecke zu Strecke und nach der jeweiligen Art der Nutzung. Gängige Materialien sind Asphalt, Beton oder Schotter. Als natürliche Substanzen kommen Gras, Erde, Sand oder Eis in Betracht. So lassen sich Rundstrecken in Gras- oder Sandstrecken unterscheiden.
Typisch für eine Strecke, die im Oval verläuft, ist die Anordnung der jeweiligen Kurven. Die Fahrtrichtung entscheidet, ob es sich um maximal vier Linkskurven oder um maximal vier Rechtskurven handelt. Lediglich bei Strecken, die in Form einer Acht verlaufen, kommt es zu Links- und Rechtskurven auf demselben Kurs.
Zu den bekanntesten Rundstrecken gehört die Nordschleife auf dem Nürburgring. Sie wurde bereits 1927 eröffnet. Genutzt wird sie unter anderem als Grand-Prix-Strecke. Im Jahr 1976 sorgte der schwere Unfall von Niki Lauda für das vorübergehende Streckenaus in der Formel 1. Weitere Unfälle führten dazu, dass die Strecke umgebaut und den Sicherheitsregeln angepasst wurde. Seit 1984 wird die Nordschleife wieder als Grand-Prix-Strecke genutzt. Das erste Formel-1-Fahrzeug wurde 2006 erneut auf der Strecke gesichtet. Nick Heidfeld fuhr drei Demonstrationsrunden in seinem BMW Sauber F 1. Neben Profiveranstaltungen finden auch Amateur- und Touristenfahrten statt, bei denen jedes straßenzugelassene Fahrzeug mit einer Mindestgeschwindigkeit ab 60 Kilometer in der Stunde teilnehmen kann. Der typische Charakter einer Rennstrecke verwandelt sich dabei in den einer öffentlichen Straße, auf der unter anderem die Straßenverkehrsordnung einzuhalten ist. Außerdem besteht für die Fahrer die Pflicht zur Zahlung einer Mautgebühr.
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22.01.11 | |
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10.01.11 | |
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08.01.11 | |
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06.01.11 | |
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10.12.10 | |
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