10. Oktober 2011
Schutzkleidung im Motorradsport soll Fahrer und Beifahrer vor Verletzungen bewahren. Nebenbei bietet sie Schutz vor extremen Witterungsverhältnissen. Wie Motorrad-Schutzkleidung beschaffen sein muss, ist gesetzlich geregelt.
Gute Schutzkleidung zeichnet sich dadurch aus, dass sie atmungsaktiv ist, die Bewegung des Fahrers nicht einschränkt und trotzdem über eine ausreichende Abriebfestigkeit verfügt, die bei eventuellen Stürzen schützt. Moderne Motorradbekleidung besteht beispielsweise aus hochwertigem Leder, in welches an sicherheitsrelevanten Stellen Protektoren eingearbeitet wurden.
Benötigt wird unter anderem ein Motorradhelm, der als Aufprallschutz dient. Er muss den Normen der ECE 22-05 entsprechen. Damit ein Helm von der Prüfstelle als Schutzhelm zugelassen wird, muss er nicht nur den Kopf, sondern auch Stirn, Ohren und Nacken schützen. Der Aufbau des Helms unterscheidet sich nach der Bauart. Integralhelme bieten durch ihre feste Kinnpartie und das angebrachte Visier den größten Komfort. Eine Abwandlung hiervon sind Klapphelme, bei denen sich zusätzlich zum Visier die Kinnpartie klappen lässt. Motocrosshelme besitzen ebenfalls eine feste Kinnpartie, jedoch kein Visier. Halbschalenhelmen fehlt die Kinnpartie ganz.
Die Helmschalen werden aus Thermoplasten oder Duroplasten sowie Verbundstoffen gefertigt. Letztere Modelle sind teurer, dafür aber langlebiger. Als Dämpfungsmaterial im Inneren des Helms wird Polystyrol verwendet. Visiere bestehen aus schlagfestem Polycarbonat, welches bruch- und kratzfest ist, so dass ein guter Durchblick gewährleistet ist. Die Helmpflicht besteht in Deutschland seit 1976 und ist in der StVO verankert. Verwendete Motorradhelme müssen über ein entsprechendes Prüfzeichen verfügen.
Um Handverletzungen zu vermeiden, trägt der Motorradfahrer Handschuhe. Motorradhandschuhe bestehen aus gepolstertem Leder und besitzen Protektoren aus Karbon oder Stahl. Chopperhandschuhe dienen lediglich der Optik, aber nicht dem Schutz.
Auch Motorradstiefel sind kunststoff- oder stahlverstärkt. Im Idealfall sind sie kniehoch und aus wasserundurchlässigem Material. Sie müssen nicht nur in der Länge, sondern auch in der Weite passen, damit sie einen optimalen Schutz bieten. Hochwertige Motorradstiefel verfügen über diverse Einstellmöglichkeiten am Schaft.
Ebenfalls wichtig ist eine hochwertige Protektorenkombi, die den Fahrer zusammen mit dem Nierengurt nicht nur schützt, sondern auch vor Unterkühlung bewahrt. Eine Alternative stellen Motorradjacke und –hose dar. Protektorenkombis bestehen aus Leder oder Textil, wobei auf Qualität geachtet werden sollte, damit ein optimaler Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich gewährleistet ist. An gefährdeten Stellen ist ein Protektorenschutz eingebaut.
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