21. September 2011
In der Geschichte des Motocross-Sports werden spektakuläre Meisterschaften ausgetragen, die auf eine hohe Resonanz bei den Zuschauern stoßen. Die ersten dieser Wettbewerbe fanden bereits in den 50er Jahren statt.
Nach dem 2. Weltkrieg konzentrierte man sich erneut auf die technische Weiterentwicklung der Motocross-Maschinen. Zu dieser Zeit wurden die ersten Rennen auf Rundstrecken ausgetragen. Der erste Motocross of Nations fand im Jahr 1947 statt. Es handelte sich dabei um einen Wettbewerb, bei dem jedes Team aus drei bis zwölf Fahrern bestand. Am Ende gab es eine Gesamtwertung je Mannschaft. Der Motocross of Nations brachte weitere Veränderungen an den Fahrzeugen mit sich.
Im Jahr 1955 wurde die erste Motocross-Europameisterschaft in der 500-Kubikzentimeter-Hubraumklasse ausgetragen. Bereits im ersten Jahr lagen die Strecken in 6 verschiedenen Ländern. 1960 war die ehemalige DDR Gastgeberland, wobei die Maschinen ihres Teams zwar nicht besonders leistungsstark, dafür aber am leichtesten waren. Dies lag an den aus der ehemaligen CSSR gelieferten Zweitaktmotoren.
Die erste Motocross-Weltmeisterschaft fand 1957 statt. Diese unterteilte sich in verschiedene Austragungsklassen und Rennen. Am meisten Interesse genoss die 500-Kubikzentimeter-Klasse, die aus neun Einzelrennen bestand. Während dieser Saison legte die FIM erste Voraussetzungen zur Beschaffenheit der Strecken fest. Geregelt war außerdem, dass am Vortag des Rennens ein Qualifying stattfinden musste, das aus 2 mal 30 Minuten bestand. Beim Rennen gab es 2 Läufe, bei denen Zeitvorgaben von 35 Minuten plus 2 Runden herrschten. Die Wertung erfolgte nach Punkten.
In den 70er Jahren lockte die AMA viele Profis mit hohen Preisgeldern. Hierbei handelte es sich um die Amerikanische Meisterschaft. Durch den Wechsel des Teilnehmerfeldes kam es zu einer echten Motocross-Konkurrenz zwischen AMA und Weltmeisterschaft. Und dennoch behielt Letztere einen so hohen Stellenwert, dass auch weiterhin viele Hersteller in sie einstiegen.
Aufgrund des hohen Zuschauerinteresses beschloss man, die AMA auch im Winter auszutragen, was selbstverständlich nur im Indoor-Bereich möglich war. So kam es in der Wintersaison 1972/1973 zur ersten Supercross-Meisterschaft. Diese bot vielen Fahrern die Möglichkeit zum ganzjährigen Fahren. Das öffentliche Interesse nahm weiterhin zu, so dass immer mehr Sponsoren in den Sport einstiegen, wodurch die Preisgelder für die Fahrer stiegen. Der Boom in diesem Sport hält bis heute an.
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