20. September 2011
Rennwagen der Formel 3000 ließen sich aufgrund ihrer Bauweise und der technischen Ausstattung in die Rennserie eingliedern. Das Reglement zur Größe des Hubraumes war bereits im Namen der Rennserie enthalten.
Da es sich bei der Formel 3000 um eine für offene Einsitzer ausgeschriebene Rennklasse handelte, waren bereits zwei Merkmale genannt, die zu den Grundvoraussetzungen für die Zulassung gehörten. Ihr Mindestgewicht betrug 540 Kilogramm. Die Breite der Rennwagens durfte 200 Zentimeter nicht überschreiten.
Die Formel 3000 verdankte ihre Bezeichnung der Hubraumgröße der eingesetzten Rennwagenmotoren. Es handelte sich dabei um Verbrennungsmotoren ohne Motoraufladung, sogenannte Saugmotoren. Die Drehzahl dieser zumeist von Cosworth gelieferten DFV-V8-Modelle war auf 9000 Umdrehungen in der Minute begrenzt. Daraus ergab sich eine maximale Leistung von 330 Kilowatt. Andere Lieferanten für Rennwagenmotoren der Formel 3000 waren Judd, Mugen und Zytek.
Insgesamt gab es vier namhafte Hersteller von Formel-3000-Fahrzeugen. Einer davon hieß Ralt. Die Firma bestand zwischen 1974 und 1988, in den Jahren ab 1985 war Ralt in der Formel 3000 vertreten. Ein anderer Rennwagenproduzent hieß March Engineering. Etwa Mitte der 90er Jahre stieg March Engineering in die Formel 3000 ein, wo er das italienische Team First Racing mit Fahrzeugen versorgte. Der dritte bedeutende Rennwagenhersteller, der sich in der Formel 3000 bewährte, war Lola. Es handelt sich dabei um einen englischen Fahrzeugbauer, der auch heute noch Sportwagen fertigt. Die Einheitschassis der Euroseries 3000 wurden von ihm konstruiert.
Doch auch Reynard Motorsport soll nicht unerwähnt bleiben, schließlich handelte es sich zeitweise um den größten Hersteller von Rennwagen im Motorsport überhaupt. Reynard Motorsport verkaufte in den Jahren zwischen 1988 und 1995 über 200 Chassis für die Formel 3000 und verdrängte die bis dato konkurrierenden drei Hersteller. Erst 1992 gelang es Ralt erneut, sich in der Formel 3000 zu etablieren. Auch Lola kehrte zur Formel 3000 zurück. 2001 musste Reynard Motorsport aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen schließen. Die Firmen Minardi, AGS und RAM Racing fielen bei der Lieferung von Chassis kaum ins Gewicht.
Reifen für die Formel 3000 lieferte der Hersteller für gummibasierte Produkte Avon Rubber p.l.c. Die Firma, die unter anderem auch Fließbänder produziert, war während der gesamten Laufzeit der Rennserie alleiniger Reifenlieferant.
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