15. September 2011
Ohne Marketing kann sich heute keine Firma auf dem Weltmarkt behaupten. Auch Formel 1-Teams kommen kaum ohne Werbung aus. So präsentieren sie sich mit ihren eigenen Logos und tragen auch bekannte Marken anderer Hersteller zur Schau.
Red Bull Racing befindet sich im Besitz von Red Bull, einem österreichischen Getränkehersteller. Red Bull kommt aus dem Englischen und bedeutet Roter Stier. Gleich mit zweien dieser gehörnten roten Vierbeiner wirbt die Firma. Und zwar auf den Rennfahrzeugen ihres Formel 1-Teams, auf Fanartikeln und auf verschiedenen Veranstaltungen, die eigens für das Marketing ins Leben gerufen wurden. Immerhin macht der Werbeanteil bei Red Bull etwa ein Drittel des Jahresumsatzes aus.
Scuderia Ferrari wirbt mit einem schwarzen springenden Pferd auf gelbem Untergrund. Den Ursprung lieferte Francesco Baracca, ein Freund von Scuderia-Ferrari-Gründer Enzo Ferrari. Dieser hatte es im 1. Weltkrieg auf seinem Flugzeug angebracht. Inzwischen ist es ein getragenes Markenzeichen. Ebenso wie dieses Pferd hat die rote Lackierung der Formel 1-Fahrzeuge einen Erkennungswert. Doch auch andere Markennamen werden von den Formel 1-Teams nach außen getragen.
Als Hauptsponsor ist seit Jahren der US-amerikanische Tabak-Konzern Philip Morris aktiv. Und auch, wenn der Ferrari nicht raucht, wie Enzo Ferrari behauptet, trägt er dennoch die Marke Marlboro auf seinem Heck. Inzwischen gilt eine Entscheidung der Europäischen Union, auf Tabakwerbung bei öffentlichen Veranstaltungen zu verzichten. Scuderia Ferrari hat entsprechend reagiert und wirbt nun mit Strichcode und Signalfarbe Rot. Der werbewirksame Effekt bleibt dennoch erhalten. In den Jahren 2002 bis 2006 wurde das Team außerdem von Vodafone gesponsert.
Vodafone wechselte seine Sponsorentätigkeit 2006 und stieg beim Formel 1-Team McLaren ein. Seitdem lautet die Teambezeichnung Vodafone McLaren Mercedes, hierfür gibt es ein entsprechendes Teamlogo. In den 90er Jahren war auch auf den McLaren-Fahrzeugen der Name Marlboro zu sehen. Seit Mercedes im Jahr 1995 die Motoren für die Fahrzeuge liefert, findet man auf ihnen auch den Mercedes-Stern. 1996 stieg Marlboro aus, somit wechselte auch die Wagenfarbe. Aus Rot wurde Orange. Mit dem Einstieg des Tabakkonzerns West wurde diese durch Schwarz-Weiß- und Silbertöne ergänzt. Die Strategie ging auf. Inzwischen gibt es wohl niemanden, der sich nichts unter der Bezeichnung "Silberpfeile" vorstellen kann. 2007 gab es Pläne von Mercedes zur Komplettübernahme des Teams.
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Für alle Kenner und Liebhaber der Rennszene stellt dieses Werk mehr als nur eine Ergänzung der privaten Büchersa...