13. Juli 2011
Die Reinigung der Windschutzscheibe ist eine heikle Angelegenheit. Die einen Autobesitzer schwören auf Chemie, während sich die anderen Putzbegeisterten an Omas alte Haushaltstipps erinnern. Ökologische Aspekte sollten bei der Auswahl des Reinigungsmittels nicht unberücksichtigt bleiben.
Seit langem bietet der Handel eine große Auswahl an Reinigungsmitteln an, darunter unzählige für Glasflächen. Dem Käufer fällt oft die Entscheidung schwer, ob er sich für ein Markenprodukt oder für eines aus dem Discounter entscheiden soll. Schließlich sollen seine Scheiben mindestens so glänzen wie die in der Werbung deklarierten.
Entscheidend für die Reinigungswirkung einer Glasfläche ist nicht der Preis. Im Gegenteil, die meisten Verschmutzungen lassen sich mit alten Hausmitteln entfernen, die nicht nur preiswert, sondern auch ökologisch unbedenklich sind. Dazu zählt beispielsweise der Einsatz von Essigwasser. Das Anmischen ist einfach: In einen Eimer handwarmes Wasser wird ein guter Schuss Essig gefügt. Auch wenn Oma noch kein Mikrofasertuch besaß, haben ihre Scheiben mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Zum Nachwischen und Polieren nahm sie die ausrangierte Tageszeitung.
Dieselbe Funktion mit demselben Effekt erfüllt ein Schuss Brennspiritus, ebenfalls in einem Eimer Wasser vermischt. Eine andere Alternative ist zehnprozentige Ammoniaklösung, die es in der Apotheke unter der Bezeichnung Salmiakgeist zu kaufen gibt. Davon wird ein Esslöffel mit einem Schuss Schmierseife in Wasser aufgelöst. Welche von diesen Hausmitteln die perfekte Lösung ist, muss jeder Autobesitzer selbst entscheiden.
Seit es das Mikrofasertuch gibt, kann im Grunde genommen auf den Einsatz jedweder Putzmittel ganz verzichtet werden. Für die äußere Reinigung der Windschutzscheibe sollte dieses nass verwendet werden, da ansonsten Verkratzungen durch aufliegende Sand- und Staubkörner drohen. Für die Innenreinigung reicht in den meisten Fällen ein trockenes Abwischen und Polieren. Wer auf den Einsatz von Wasser nicht verzichten kann, sollte das Fahrzeug während des Fensterputzes nicht in die Sonne stellen, da es ansonsten zur Streifenbildung kommt, die sich nur schwer wieder entfernen lässt.
Wer von alten Hausmitteln überhaupt nichts hält, wird sich auch weiterhin vom riesigen Angebot an Glasreinigern beeindrucken lassen. Damit die Auswahl leichter fällt, sollte auf die Inhaltsangaben geachtet werden. Viele Hersteller arbeiten mit biologisch abbaubaren Substanzen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Atemwege des Benutzers.
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