Die Fahrprüfung ist für jeden Fahrschüler ein bedeutendes Ereignis. Deren Bestehen bescheinigt ihm, dass er die theoretischen und praktischen Fähigkeiten besitzt, ein Fahrzeug führen zu können. Doch leider kann die Angst vor dem Fahrprüfer so unkontrollierbar sein, dass der Fahrschüler während der Prüfung versagt.
Fahrprüfer sind auch nur Menschen. Dieser Satz klingt nach abgedroschener Phrase, dennoch ist er wahr. Allein der Gedanke an den Fahrprüfer löst bei vielen Fahrschülern ähnliche Reaktionen aus wie bei anderen Menschen der Arzt im weißen Kittel, der Finanzbeamte oder das Gewitter bei drohendem Unwetter. Der Prüfling reagiert mit Zittern, körperlicher Anspannung und psychischen Symptomen. Der Tag der Prüfung ist unausweichlich. Und das Wissen um das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Fahrschüler und Fahrprüfer macht die Situation noch schlimmer. Der Fahrschüler fühlt sich als Unterlegener. Leider spielen viele Fahrprüfer ihren Status gegenüber den Fahrschülern aus. Unnötig forsches Auftreten, überheblich abschätzende Blicke und abfällige Bemerkungen, die auf die Persönlichkeit, nicht auf die Leistung des Prüflings zielen, symbolisieren ein Machtverhältnis, als wäre es ein einseitiges.
In Wirklichkeit ist das Abhängigkeitsverhältnis ein gegenseitiges. Ohne Fahrschüler gäbe es für den Fahrprüfer keine Arbeit. Er würde genauso wie der Fahrschüler irgendwo an der Werkbank stehen, im Büro sitzen oder von Sozialleistungen leben. Ein Fahrprüfer ist also wirklich auch nur ein Mensch wie jeder andere. Dies sollte sich der Prüfling vor Augen führen. Wem dieses Wissen nicht reicht, seine Angst zu besiegen, sollte sich den Fahrlehrer im Schlafanzug vorstellen.
Psychologisch betrachtet ist Angst eine Schutzreaktion des Körpers auf eine aktuelle Gefahr. Sie ist von kurzer Dauer und bezieht sich auf ein präzises Objekt. Bei vielen Fahrschülern macht sie sich aber nicht erst zu Beginn der Prüfung, sondern bereits Tage, Wochen vorher bemerkbar. Es kommt zu einer Steigerung der Angst, die in Panik umschlägt. Die Angst ist damit unkontrollierbar und mit einer Phobie vergleichbar.
Natürlich können solcherlei Ängste und Phobien behandelt werden. Alkohol, Drogen oder vom Fahrschüler selbst verordnete Medikamente sollten natürlich tabu sein. Die Nebenwirkungen wären kaum vorhersehbar. Entspannungsübungen können helfen. Wer auf Medikamente nicht verzichten möchte, kann auf Bachblüten aus der Apotheke zurückgreifen, mit deren Einnahme bereits einige Tage vor der Prüfung begonnen wird.
Ich war vielleicht aufgeregt, bei dem schriftlichen Test (bei mir noch mit Fragebogen) hatte ich zum Glück sehr lange gelernt und 0 Fehlerpunk...
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