Potenz, Harnwege, Prostata: Studie sieht keine Gefahr für Männergesundheit beim Radfahren

Selbst häufiges und langes Radfahren steigert nicht die Gefahr für Harnwegsinfekte und Impotenz

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  • von Paradisi-Redaktion
Mann mit Fahrradhelm und Radkleidung schließt sein Rennrad vor einem gläsernen Hochhaus ab

Viele Menschen sind leidenschaftliche Radfahrer und steigen zu jeder Gelegenheit in ihrer Freizeit oder für den Arbeitsweg auf ihr Fahrrad. Für Männer stellt sich allerdings immer die Frage, ob das Sitzen auf dem Sattel auf lange Sicht eine negative Auswirkung auf ihr bestes Stück hat. Die Sorgen drehen sich um Potenzprobleme und um das Steigen der Gefahren für Harnwegsinfekte. Eine aktuelle Studie hat sich beide Bedenken rund um das Fahrradfahren angesehen und gibt doppelte Entwarnung.

Studie zum Einfluss von Radfahren auf Potenzstörungen und Harnwegsprobleme

Für die Studie wurden rund 4.000 Männer ausgewählt, die entweder Radsportler waren oder als Kontrollgruppe dienten. Man teilte die Fahrer in zwei Gruppen auf und unterschied noch einmal in sehr aktive und moderat aktive Fahrradfahrer. Die Grenze zogen die Forscher bei durchschnittlich 40 Kilometern Fahrstrecke am Tag. Wer darüber lag, gehörte zur Intensiv-Gruppe.

Alle Männer wurden gebeten, einen Fragebogen zu ihrer Gesundheit auszufüllen und wurden dabei vor allem zu Problemen rund um Harnwegsinfektionen, Prostata oder auch wunde Stellen im Intimbereich und an den Oberschenkeln befragt.

Das Ergebnis: Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Menge der zurückgelegten Kilometer und der Potenz oder Harnwegsproblemen.

Taubheitsgefühl durch falsche Position

Interessant war, dass manche Männer sich im Fragebogen über ein regelmäßiges Taubheitsgefühl im Genitalbereich beklagt hatten. Betrachtete man ihren Fahrstil genauer, so stellte sich heraus, dass diese Fahrer sehr viel Zeit sitzend im Sattel verbrachten. Wer keine Taubheitsgefühle beklagte, fuhr laut eigener Angabe mehr als 20 Prozent seiner Fahrzeit im Stehen. Wichtig war zudem die eingestellte Höhe des Lenkers. Er sollte offenbar mindestens auf einer Höhe mit dem Sattel oder im Idealfall etwas höher stehen. Ist dies gegeben, verringert sich die Gefahr für Taubheitsgefühle.

Hingegen keinen Einfluss hatten unterschiedliche Sattelformen, und auch verschiedene Winkeleinstellungen des Sattels blieben ohne Einfluss.

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  • Bildnachweis: Man with his bike in the city. © william87 - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - News vom

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