8. April 2011
Sobald sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zeigen, die Straßen nicht mehr glatt oder verschneit sind, ist die Fahrradsaison offiziell wieder eröffnet. Millionen Deutsche schwingen sich in den Sattel.
Fahrrad fahren beudeutet Bewegung, Schwung und Fitness, ist außerdem praktisch und schont die Umwelt. Doch unter Huckeln und Bordsteinen leidet schnell die Wirbelsäule und viele weitere Gelenke im Körper. Gerade wer nicht topfit ist, sollte also darauf achten, dass sein Fahrrad gut gefedert und in der Größe passend für den Körperbau ist.
Beim Kauf eines neuen Fahrrads sollte man darauf achten, dass der Drahtesel über eine Vollfederung verfügt. Diese ermöglicht beim Fahren ein Maximum an Rückenschonung. Zur Unterscheidung der Begriffe ist zu sagen, dass bei einer Komfortfederung lediglich Sattelstütze und Fahrradgabel gefedert sind, während eine Vollfederung auch das Vorder- und Hinterrad mit einschließt.
Das bedeutet schon einen großen Unterschied: Die Belastung für den Rücken durch Hügel und Schlaglöcher reduziert sich bei einem voll gefederten Fahrrad um 35 Prozent, wie eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln ergeben hat. Zusätzlich verbessern sich Grip, Straßenlage und Fahrsicherheit.
Wer sein Fahrrad rückenfreundlich machen möchte, sollte außerdem die Einstellung von Sattel und Lenker überprüfen. Im Idealfall lassen sich bei beidem sowohl Höhe als auch Neigung verstellen.
Die ideale Sitzposition ist nicht windschnittig vorgebeugt wie bei einem Rennradfahrer, sondern möglichst aufrecht. Bis zu 30 Grad Neigung des Oberkörpers nach vorne sind in Ordnung, alles Weitere krümmt und belastet die Halswirbelsäule zu stark. Die natürliche, leicht S-förmig geschwungene Form des Rückens sollte beibehalten bleiben.
Der Sattel sollte nicht so hoch eingestellt werden, dass die Knie beim Treten in die Pedale komplett durchgestreckt werden. Er sollte nicht zu unbequem sein, keine Nerven abklemmen und den Radler nicht vor oder zurück rutschen lassen. Auch die Einstiegshöhe sollte nicht zu hoch sein.
Ältere Menschen oder solche mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit haben oft noch mehr Freude an einem elektrounterstützten Fahrrad. Es fährt nicht ganz von allein, sondern unterstützt die Tretleistung durch einen kleinen elektrischen Motor. So funktionierende Räder werden oft als Pedelec pezeichnet.
Gut geeignet ist das Pedelec für Menschen, die durch Erkrankungen oder Operationen geschwächt sind und dennoch ihre Beweglichkeit ungern aufgeben möchten. Ein elektrisch unterstützes Fahrrad bietet mehr Flexibilität und Selbstständigkeit und hilft einem beim Erklimmen so mancher Steigung. Die meisten Pedelecs verfügen über abnehmbare Akkus, die sich an einer Steckdose aufladen lassen.
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