Das Westernreiten wird hierzulande immer beliebter. Um diesen Reitstil jedoch perfekt zu beherrschen muss man jahrelang üben und trainieren. Wir erklären Ihnen wie der Westernreitunterricht aufgebaut ist und ob es grundlegende Unterschiede zum Englischen Reitstil gibt.
Auch bei diesem Reitstil müssen Pferd und Reiter genau aufeinander abgestimmt sein. Eigentlich eignen sich alle Pferderassen dafür, aber kleinere und wendige Pferde haben es wesentlich leichter und können bei Wettbewerben meist bessere Ergebnisse erzielen. Wer kein Quarter Horse, Paint Horse oder Appaloosa hat, kann es auch mit einem Haflinger, einem Freiburger oder einer anderen kleinen Pferderasse versuchen. Wichtig ist, dass das Pferd einen guten Charakter hat, ausdauernd und lernwillig ist. Hochwertiger Westernreitunterricht wird lediglich in Zweiergruppen durchgeführt, so kann der Lehrer die Schüler korrigieren und individuell auf sie eingehen. Wer erst einmal Fehler verinnerlicht hat, bekommt diese nicht mehr so schnell weg.
Jeder Unterricht läuft etwas anders ab. Am Anfang werden Grundtechniken gelehrt, die die vorhandenen Fähigkeiten verbessern und Pferd und Reiter gleichermaßen auf das Westernreiten vorbereiten sollen. Ein Unterschied zum Englischen Reitstil ist folgender: Gut ausgebildete Westernpferde bleiben - nachdem sie vom Reiter einen Impuls bekommen und diesen befolgt haben - in diesem Tempo, ohne dass der Reiter permanent mit Zügeln oder Schenkeln auf das Pferd einwirken muss. Diese Fähigkeit wird im Westernreitunterricht zuallererst vermittelt, da sie die Basis dieses Reitstils bildet. Außerdem gibt es eine Ausbildungsskala als Zielvorgabe. Dem Pferd wird außerdem beigebracht möglichst eigenständig zu arbeiten und auf kleinste Hinweise des Reiters zu reagieren. Der Reiter lernt die einhändige Zügelführung.
Ganz besonders sind auch die Sliding Stops sowie Spins - dabei handelt es sich um spektakuläre Stopps und Drehungen. Damit ein Pferd diese Techniken beherrscht, muss man lange trainieren. Da das Westernreiten an die Arbeitsreitweise von Cowboys angepasst ist, liegt der Fokus des Unterrichts darauf, Pferd und Reiter eine gewünschte Übung über eine möglichst lange Zeitspanne hinweg zu ermöglichen. Die meisten Westernpferde sind sehr angenehm zu reiten, da sie relativ flache Grundgangarten haben. Auch dies ist auf den früheren Reitstil der Cowboys zurückzuführen, immerhin mussten diese oft ganze Tage im Sattel verbringen.
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