Das Vielseitigkeitsreiten ist gegliedert in Mannschafts- und Einzelwettkämpfe und besteht aus drei Teilprüfungen. Dazu zählen Dressur, Springen und Geländeritt. Von der technischen internationalen Sportnomenklatura wir das Vielseitigkeitsreiten auch CC beziehungsweise Concours Complet genannt.
Ursprünglich stammt diese Disziplin von einem Ausbildungsprogramm beim Militär ab, deshalb wurde sie früher auch Military genannt. Bei der Kavallerie mussten Pferd und Reiter nach der Ausbildung eine Abschlussprüfung machen. Pferde die bei der Leistungsprüfung besonders gut abschnitten wurden anschließend für die Zucht verwendet. Bei der Zucht ging es vor allem darum, dass das Pferd für den militärischen Bedarf geeignet war.
Über die Jahre hinweg gab es viele Unfälle und leider auch Todesfälle beim Vielseitigkeitsreiten, deshalb kritisieren viele Reiter und Tierschützer diesen Sport. Nun versucht man bessere und vor allem sichere Bedingungen zu schaffen, um Unfälle in Zukunft zu vermeiden.
Das Vielseitigkeitsreiten hat auch bei den olympischen Spielen bereits eine lange Karriere. Erstmals durften Offiziere in Stockholm 1912 teilnehmen. Acht Jahre später waren auch so genannte Herrenreiter erlaubt. In Tokio durften 1964 erstmals Frauen an dieser Disziplin teilnehmen. 1912 wurden bei den olympischen Spielen Regeln für die Prüfung aufgestellt. Die Prüfung erstreckte sich über mehrere Tage. Am ersten Tag gab es ein Ausdauerrennen - 55 Kilometer mussten in vier Stunden geritten werden. Danach gab es ein cross-country über fünf Kilometer. Wer über der Zeit war musste mit Strafpunkten rechnen. Der zweite Tag war Ruhetag. Am dritten Tag folgte ein Hindernisrennen über 3,5 Kilometer. Einfache Springprüfungen fanden am vierten Tag statt, während es am fünften Tag Dressurprüfungen gab.
Ab 1924 gab es eine dreitägige Vielseitigkeits-Prüfung. Der erste Tag war der Dressur gewidmet, am zweiten Tag war eine Ausdauerprüfung an der Reihe. Am dritten Tag gab es eine Springprüfung. Die Ausdauerprüfung setzte sich aus fünf Phasen zusammen: Einer kurzen Wegstrecke, einem Hindernisrennen, einer langen Wegstrecke, einer Cross-Country-Strecke sowie einer Viertelmeile.
Im Jahr 2000 kam es bei den olympischen Spielen zu einigen schweren Unfällen, da die Strecken ernsthafte Herausforderungen für Pferd und Reiter darstellten. Ab 2004 versuchte man mit milderen Regeln und einfacheren Wegstrecken Unfälle zu vermeiden.
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11.09.12 | |
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