22. Oktober 2007
Seit Jahrhunderten erfreut der Pferderennsport, der lange Zeit der Klasse der Reichen und Adeligen zugehörig war, seine Zuschauer. Das Trabrennen hat sich als eine besonders attraktive Variante davon herauskristallisiert.

Die Rennen werden hauptsächlich im Sulky (ein Fuhrwerk mit einer Achse, das an das Trabergeschirr angeschlossen wird) gefahren, aber auch geritten, und wie es der Name bereits verrät, ist lediglich die Gangart Trab erlaubt. Fällt eines der Pferde während des Rennens in eine andere Gangart, beispielsweise Galopp oder Pass, so wird der Teilnehmer automatisch disqualifiziert.
Die Traber sind das Ergebnis einer langjährigen Zucht, die ausschließlich auf diesen Sport ausgerichtet ist. Sie stammen von besonders leistungsfähigen Wagenpferden ab und sind auf ihre Rennleistung hin ausgelegt.
Beim Trabrennen existieren unterschiedliche Distanzen, die von 1600 Metern bis 2300 Metern reichen. Um zugelassen zu werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein: das Pferd muss ein Brandzeichen als Zeichen seiner Zugehörigkeit zu einem Züchter besitzen, es muss sich vor dem Rennen durch einen Probelauf, der innerhalb einer bestimmten Zeit abgeschlossen sein muss, qualifizieren und es muss von einem Tierarzt, der entweder der Zentralestelle oder den Rennvereinen zugehörig ist, untersucht und freigegeben werden. Davon abgesehen muss ein Pferd sich erneut qualifizieren, wenn es bereits qualifiziert war, aber für eine längere Zeit nicht gestartet ist.
Für den Beginn des Rennens existieren unterschiedliche Startmethoden. Beim Bänderstart wird die Startbahn durch ein Gummiband unterteilt, hinter dem sich die Teilnehmer ausrichten und beim Lösen des Bandes anreiten. Beim Autostart dagegen befinden sich die Teilnehmer hinter einem mit Gitterflügeln versehenen Fahrzeug. Beim Start werden diese Flügel zusammengeklappt und das Fahrzeug wird durch starke Beschleunigung außer Reichweite der Traber gebracht.
Um einen Sulky zu fahren oder einen Traber zu reiten, muss eine Lizenz erworben werden. Diese beinhaltet neben der Theorie samt Prüfung auch mehrere Fahreinheiten, wenn sie auf die Steuerung eines Sulkys ausgerichtet ist. Eine erworbene Lizenz besitzt eine Gültigkeit von einem Jahr.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
13.12.11 | |
![]() | TRABRENNEN |
22.03.11 | |
![]() | TRABRENNEN |
12.01.11 | |
![]() | TRABRENNEN |
09.12.10 | |
![]() | TRABRENNEN |
28.06.10 | |
![]() | TRABRENNEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Trabrennen Forum


Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, war nach seinem Medizinstudium lange Organisationsleiter im Rechenzentrum Gr...