22. Juni 2011
Springreiten ist heutzutage sehr beliebt unter den Reitern. Die speziell ausgebildeten Pferde müssen einen Parcours aus mehreren Hindernissen überwinden und das in möglichst schnell und mit möglichst wenigen Fehlerpunkten. Doch wie wird aus einem Pferd ein turniertaugliches Springpferd?
Pferde werden in den verschiedensten Disziplinen ausgebildet. Neben Dressur ist auch das Springreiten sehr beliebt. Nicht jedes Pferd eignet sich für die Springausbildung. Wichtig ist, dass das Tier gesund ist und keine Probleme mit Wirbelsäule oder Gelenken hat.
Bei der Springausbildung geht es vor allem darum, Rhythmus und Koordination des Pferdes zu schulen. Dies geschieht meist mit einer Kombination aus Stangenarbeit, Trabsprüngen, Cavalettiarbeit und Freispringen. Das Pferd muss absolut gehorsam sein und darf keine Angst vor Hindernissen haben, sonst besteht die Gefahr, dass es den scheut und den Reiter vor einem Hindernis abwirft.
Das Pferd muss seinen Rücken während des Sprunges aufwölben, dies nennt man Bascule. Die Aufwölbung des Rückens ist unter Reitern und Fachmännern umstritten. Die einen meinen, dass das Pferd eine steife Wirbelsäule hätte und deshalb nicht zum Springen geeignet ist, während andere davon überzeugt sind, dass Pferde sehr wohl für diese Ausbildung geeignet sind. Eine frei schwingende Wirbelsäule ist unter anderem eine Ausbildungsziel beim Dressur- und Springreiten. Damit das Pferd keinen Schaden davon trägt, empfiehlt es sich so genannte Ausgleichsgymnastik zu machen. Bei der Springgymnastik wird der Takt geschult, auch Rückenprobleme können verbessert werden. Vom Gymnastikspringen kann jedes Pferd profitieren, weil diese Art des Springens das Tier nicht belastet, aber die Technik und Beweglichkeit verbessert. Interessant ist, dass einige berühmte Turnierreiter ihre Pferde lediglich mit Springgymnastik und Dressur ausbilden und trainieren und die Pferde nur bei Turnieren hoch springen lassen. So kann das Pferd nicht überbeansprucht werden und wird dennoch gut trainiert und auf die Wettbewerbe vorbereitet.
Die meisten jungen Pferde springen gerne und vor allem vertrauensvoll über niedrige Hindernisse. Werden sie aber falsch behandelt oder will man zu viel von ihnen, so können sie das Vertrauen verlieren und "sauer" werden. Saure Pferde sind springunfreudig und bleiben es meist auch, da es sehr schwer ist, sie wieder ans Springen zu gewöhnen.
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