6. Juli 2011
Die Sprunglizenz ist der Traum vieler begeisterter Freizeitfallschirmspringer. Um diese zu erwerben muss man jedoch eine Ausbildung machen und gewisse Voraussetzungen erfüllen. Nicht jeder kann die Sprunglizenz erwerben. Wir erklären Ihnen wie es geht.
Um die Sprunglizenz für das Fallschirmspringen zu bekommen, gibt es zwei Wege. Die AFF-Ausbildung oder die konventionelle Ausbildung. Beide Ausbildungen haben gewisse Vor- und Nachteile. Bei der AFF-Ausbildung darf man im Gegensatz zur konventionellen Methode von Anfang an aus einer Höhe von 4.000 Metern springen. Bei jedem Sprung wird man von einem erfahrenen Lehrer begleitet. Die Ausbildung ist intensiv und individuell. In sieben Levels werden verschiedene Freifallmanöver trainiert. Dazu gehören die Schirmöffnung, der Vorwärtsflug, die neutrale Körperlage, Drehungen und einige andere. Der Lehrer beobachtet den Sprung und korrigiert den Schüler.
Bei der konventionellen Ausbildung springt man erst einmal aus 1.000 bis 1.500 Metern Höhe. Bei den ersten zehn Sprüngen öffnet sich der Fallschirm automatisch, erst bei den weiteren Sprüngen wird der Schirm vom Schüler selbst geöffnet. Im anschließenden Freifallkurs wird die Absprunghöhe langsam gesteigert, bis man schließlich von 4.000 Metern springt.
Für die Sprunglizenz ist es nötig, eine Fallschirmspring-Ausbildung zu haben und mindestens 23 Freifallsprünge vorweisen zu können. Des Weiteren muss man bestimmte Freifallmanöver beherrschen, bevor man zur Prüfung für die Lizenz antreten darf. In der speziellen theoretischen Ausbildung erfahren Sie Wissenswertes über Luftrecht, Meteorologie, Verhalten in besonderen Fällen, Theorie des freien Falls, Technik, menschliches Leistungsvermögen und Aerodynamik. Nach etwa 25 Stunden theoretischer Ausbildung ist man fit für die Prüfung. Die Lizenz erhält man, wenn man den theoretischen Test bestanden und zwei Prüfungssprünge absolviert hat. Die Kosten für die Sprunglizenz sind nicht besonders hoch. Inklusive Kosten für das Theorieseminar, die Prüfungssprünge und die Gebühren für die Sprunglizenz werden etwa 270 bis 300 Euro fällig.
Interessant ist, dass die Sprunglizenz zwar lebenslang gültig ist, man jedoch mindestens 12 Sprünge pro Jahr absolvieren muss. Wer längere Pausen einlegt oder weniger Sprünge aus dem Flugzeug macht, muss Nachschulungen machen. Wer also nicht vor hat, häufig Fallschirmsprünge zu absolvieren, sollte sich das mit der Sprunglizenz noch einmal überlegen.
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