11. Oktober 2011
Im Gegensatz zu einem Heißluftballon wird ein so genannter Gasballon mit speziellem Gas gefüllt. Dieses Gas hat eine geringere Dichte als die Umgebungsluft, deshalb kann der Ballon steigen. Am beliebtesten ist Helium, da es nicht brennbar ist. Ein Gasballon kann aber auch mit Wasserstoff steigen.
Bei einem Gasballon hängt der Auftrieb und die Nutzlast vom eingefüllten Gas ab. Wasserstoff-Gas hat beispielsweise nur die Hälfte der Dichte von Helium-Gas, daher erklärt sich auch der bessere Auftrieb und die größere Nutzlast. Wasserstoff-Ballone können also mehr Gewicht tragen, haben aber einen entscheidenden Nachteil: Es ist relativ leicht entzündlich, was in der Vergangenheit mehreren schweren Bränden geführt hat. Helium ist dafür teurer und gewährleistet einen geringeren Auftrieb. Außerdem kann es vorkommen, dass es sich zu einer Diffusion an Dichtungen kommt, was die Leckrate in die Höhe treibt. Unbemannte Ballone werden meist mit Wasserstoff befüllt. Auch in der Photogrammetrie und Archäologie werden Gasballone eingesetzt. Sie eignen sich perfekt um Luftbilder aus niedriger Höhe zu machen. Aber auch Kinder kennen Gasballons - als Spielzeug. Interessant ist, dass in der Schweiz ein Gasballon eingesetzt wurde, um eine Mobilfunkantenne zu positionieren.
Fesselballone werden hin und wieder eingesetzt, um Touristen einen besonderen Blick auf interessante Städte zu geben. In Berlin gibt es einen solchen Fesselballon. Im Allgemeinen werden zum Personentransport eher Heißluftballone eingesetzt, da diese wesentlich günstiger sind. Ein Gasballon kann bis zu vier Tage in der Luft bleiben und fährt völlig lautlos. Zum Steigen wirft man Ballast in Form von Sand oder Wasser ab, zum Sinken genügt es, etwas Gas abzulassen. Gesteuert wird ein Gasballon meist ausschließlich über das Gas-Entlassen oder Ballast-Abwerfen. Ein Gasballon ist meist kugelrund. Eine Ausnahme sind Luftschiffe, die länglich sind und einen Antrieb mit Steuerflächen besitzen.
Bei Wettbewerben geht es meist darum, ein bestimmtes Ziel möglichst genau zu erreichen. Die Distanzen solcher Wettbewerbe können durchaus einige hundert Kilometer betragen. Eine Ausnahme ist das Gordon-Bennet-Rennen, bei dem die Ballonfahrer einige Tage in der Luft sind. Ziel ist es, möglichst weit zu fahren - also eine möglichst große Distanz zurückzulegen.
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