7. August 2010
Von Andreas Hadel
Offiziellen Zahlen zufolge trainieren rund 9 Millionen Menschen in den Fitness-Studios der Republik. Und jeden Tag werden es etwas mehr. Mit der zunehmenden Zahl der Studio-Mitglieder wird aber auch das Projekt "Traumfigur" zunehmend nach drinnen verlegt und lässt viele körperliche Herausforderungen auf der Strecke. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Sprinten gehört zum Beispiel zu den bedrohten Workouts unserer Zeit. Und das obwohl es zu den effektivsten Trainingsdisziplinen gehört, die uns schnell und zuverlässig unseren Fitness-Zielen näher bringen können.
Die Tatsache, dass man keinen Sportplatz mit Laufbahn vor der Haustür hat, kann nicht als Entschuldigung geltend gemacht werden. Zum Sprinten braucht man nicht mehr als eine gerade Strecke von idealerweise knapp 100 Meter Länge und ein gutes Paar Laufschuhe.
Das Sprinten bietet eine Reihe von Vorteilen, die Ihrem Streben nach einem durchtrainierten Körper und einem gesunden Leben entgegen kommen.
Die sogenannte Fettverbrennungszone gehört nach aktuellem Forschungsstand zu einem der größten Sportirrtümer unserer Zeit. Mit wissenschaftlichen Studien konnte mehrfach bewiesen werden, dass mehrere kurze Sprints zu einem höheren Fettabbau führen, als das langwierige Traben auf dem Laufband oder anderen Ergometern. Bei gut ausgebildeten Trainern gehört deshalb die Buchstabenkette H.I.I.T. längst zum Fachjargon. Ein typisches Sprint-Training, das auf einen schnellen Fettabbau abzielt, könnte zum Beispiel so aussehen:
Libanesische Wissenschaftler konnten in einer Studie nachweisen, dass intensives Sprint-Training die Testosteron-Werte erhöhen kann. Die Forscher der Universität von Balamand ließen Jugendliche im Alter zwischen 16-19 Jahren ein sechs Monate langes Sprint-Training absolvieren, bei denen die jungen Männer regelmäßig für die Dauer von sechs Sekunden mit maximaler Geschwindigkeit laufen mussten. Es zeigte sich, dass dieses Training zu einer Testosteron-Ausschüttung führte, wie sie auch beim Muskeltraining mit Gewichten zu beobachten ist. So gesehen können Sprints auch als ergänzende Alternative zum Krafttraining betrachtet werden.
Im Jahr 2002 interessierte sich ein Team bestehend aus Trainern und Sportwissenschaftlern für die Beziehung zwischen Sprints und Kraftleistung. Um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, stellten sie eine Gruppe von Kraftsportlern zusammen, die über 8 Wochen hinweg ein spezielles Sprint-Training absolvieren mussten. Dabei galt es pro Trainingseinheit fünf mal eine Strecke von 200 Metern zu laufen. Am Ende der acht Wochen konnten alle teilnehmenden Sportler beim Kniebeugentraining mehr Wiederholungen absolvieren, als vor dem Lauftraining.
In der Konsequenz bedeutet das also, dass das Sprint-Training die Kurzzeitausdauer der Kraftsportler erhöht hat und diese so mehr Luft für schwere Kniebeugensätze hatten. Dies wiederum führt in der Folge zu einem höheren Arbeitsvolumen, was in schnelleren Kraft- und Massezuwächsen münden kann.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
13.02.12 | |
![]() | SPRINT |
12.02.12 | |
![]() | SPRINT |
21.12.11 | |
![]() | SPRINT |
01.11.11 | |
![]() | SPRINT |
29.10.11 | |
![]() | SPRINT |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Sprint Forum


Leichtathletik gehört neben Schwimmen und Turnen zu den Kernsportarten. Laufen, Springen und Werfen sind die Gru...