11. Oktober 2007
Einer der olympischen Wettkämpfe der Leichtathletik, bei dem mehrere Disziplinen nacheinander absolviert werden müssen, ist der Siebenkampf (auch Heptathlon genannt); ein Wettkampf für Frauen an zwei aufeinander folgenden Tagen und das olympische Pendant zum Zehnkampf der Männer. Es existiert auch ein Siebenkampf der Männer, der jedoch in der Halle ausgeübt wird.

Die Aufteilung auf die beiden Tage und die Reihenfolge der Disziplinen sind festgelegt und die einzelnen Ergebnisse werden in eine Punktetabelle eingetragen und ausgewertet.
Der erste Tag beinhaltet die Wettkämpfe im Hürdenlauf über 100 Meter, Hochsprung, Kugelstoßen und 200-Meter-Lauf.
Beim Hürdenlauf müssen zehn in gleichem Abstand voneinander aufgestellte Hürden übersprungen werden; bis zum Jahr 1972 betrug die Länge der Strecke 80 Meter. Beim anschließenden Hochsprung bekommt jeder Teilnehmer drei Versuche, um eine Latte auf einer zuvor festgelegten Höhe zu überspringen - wichtig ist hier der Absprung mit nur einem Fuß. Bei der Wurfdisziplin des Kugelstoßens soll eine Metallkugel in drei Versuchen durch eine ruckartige Vorwärtsbewegung des Arms möglichst weit gestoßen werden. Ähnliche Disziplinen existierten bereits bei den Spielen der Antike.
Am zweiten Tag stehen für die Teilnehmerinnen Weitsprung, Speerwerfen und der 800-Meter-Lauf auf dem Programm.
Der Weitsprung bietet je sechs Versuche, um nach einem Anlauf eine möglichst weite Strecke zu überspringen. Das Speerwerfen wurzelt in den Olympischen Spielen der Antike. Auch hier erhält jeder Teilnehmer sechs Versuche, um den Speer nach einem vorhergehenden Anlauf möglichst weit zu schleudern. In der abschließenden Disziplin des 800-Meter-Laufs umrunden die Teilnehmer das Stadium zweimal und halten sich dabei anfangs in vorgegebenen Bahnen, um Drängelei und Behinderungen zu vermeiden, bis sich das Feld gelockert hat.
Der Siebenkampf der Frauen ist seit 1984 eine olympische Disziplin; zuvor existierte der Fünfkampf, dem Speerwerfen und eine Laufdisziplin fehlten. Unter den Medaillengewinnern finden sich seit den Spielen 1984 auch regelmäßig deutsche Frauen; zu nennen wären Sabine Braun oder Ingrid Becker.
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