Die so genannten Paralympics sind die offiziellen Olympischen Spiele für körperlich behinderte Menschen. Sie werden von den Medien zwar begleitet, finden allgemein leider jedoch nur wenig Interesse in der breiten Öffentlichkeit. Interessante Fakten über die Paralympics und ihre Sportler können Sie hier erfahren.
Die Paralympischen Spiele oder auch Paralympics haben sich langsam aus dem Sportgeschehen heraus entwickelt und gewinnen mit der Integration und Förderung behinderter Menschen zunehmend an Bedeutung. Ihren Ursprung haben sie mit der Austragung der ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer, die im Jahr 1948 statt fand. Damals nahmen vergleichsweise viele Sportler teil, die als Kriegsopfer versehrt waren. Seit 1960 finden die paralympischen Weltspiele für körperlich behinderte Menschen regelmäßig statt, doch erst 1992 erfolgte eine organisatorische Angliederung an die Olympischen Sommerspiele. Inzwischen finden die Paralympics jeweils 3 Wochen nach Ende der Olympischen Spiele an den selben Veranstaltungs- und Spielorten statt. Auf diese Weise kann die vorhandene Infrastruktur effektiv genutzt werden. Im Jahr 1976 wurden erstmals die Paralympischen Winterspiele in Schweden ausgetragen. Die Deaflympics für gehörlose Sportler und die Special Olympics für Menschen mit geistiger Behinderung zählen nicht zu den Paralympischen Spielen.
Die Wertung bei den Paralympics erfolgt in verschiedenen Klassen. Auf diese Weise wird sicher gestellt, dass die behinderten Sportler sich mit anderen Sportlern mit möglichst vergleichbaren körperlichen Einschränkungen messen können. Da Behinderungen meist sehr individuell ausgeprägt sind, ist die Einstufung jedoch immer schwierig und kann sich nur an international anerkannten Kategorien, den so genannten Klassifizierungen orientieren. Für die Einteilung der Klassifizierung sind die Art und der Grad der Behinderung bedeutsam, ebenso die Faktoren, mit denen sie die Ausführung des Sports beeinträchtigen. So wird versucht, eine faire Grundlage für einen Vergleich ähnlich behinderter Menschen untereinander zu schaffen.
So wird unterschieden in: Amputierte Sportler, denen mindestens an einer Gliedmaße ein Hauptgelenk fehlt. Die zweite Kategorie sind Sportler mit Zerebralparese, die eine Beeinträchtigung des Bewegungsapparats, Bewegungsablaufs und der Haltung bewirkt. Diese Zerebralparesen haben ihre Ursachen in der Schädigung von Steuerzentren im Gehirn, ohne dass die geistigen Fähigkeiten der Athleten davon betroffen sind. In die dritte Kategorie fallen sehbehinderte Sportler, die in ihrer Sehfähigkeit sehr stark eingeschränkt oder ganz erblindet sind. Der Rollstuhlsport spielt vor allem bei den Mannschaftssportarten eine Rolle. Doch auch in anderen Disziplinen können Sportler antreten, die an den Rollstuhl gebunden sind. In die letzte Kategorie fallen kleinwüchsige Sportler, die weniger als 145 cm groß sind. Eine weitere Kategorie "alle Übrigen" gibt Sportlern die Möglichkeit zur Teilnahme, deren Behinderung keiner der anderen Kategorien zugeordnet werden kann.
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21.05.13 | |
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