22. November 2010
Beim Diskuswerfen muss der kreisrunde Diskus möglichst weit geworfen werden. Dies klingt erst einmal ganz einfach. Doch wer es schon einmal versucht hat, weiß es besser: Denn auf die Technik kommt es an! Der Diskus macht im Verlauf seiner Flugbahn mehrere Phasen durch, die für eine optimale Weite natürlich perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen.
Der Diskuswerfer befindet sich samt Diskus in einem vorgegebenen Kreis. Dieser Kreis darf auf keinen Fall während des Wurfes verlassen werden, sonst ist der Wurf ungültig. Das Besondere am Diskuswerfen ist, dass der Sportler eine eineinhalbfache Drehung machen muss, bevor er den Diskus endgültig von sich weg – in einen ebenfalls vorgegebenen Sektor – schleudert. Ein guter Gleichgewichts- und Orientierungssinn sind bei dieser Sportart unerlässlich. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man durch regelmäßiges Training gut vorbereitete Muskeln hat, die auf die anstrengenden Abläufe eingestellt sind.
Der Athlet steht also am Anfang mit dem Rücken zu dem Bereich, in den er den Diskus werfen soll. Mit den Fingerkuppen wird der Diskus festgehalten, meist berührt der Diskus auch noch leicht den Unterarm – dies verhindert ein frühzeitiges Herausfallen. Damit der Diskus möglichst weit "fliegen" kann, muss der Sportler Schwung holen: Dazu geht er in eine Beugestellung und schwingt den Wurfarm nach hinten. Während der eineinhalbfachen Drehung bekommt der Diskus eine solche Beschleunigung, dass er anschließend sehr weit fliegt. Diese Drehbewegung muss gekonnt ausgeführt werden, da eine Gewichtsverlagerung vom linken auf das rechte Bein stattfindet, die schließlich dazu führt, dass sich der Diskuswerfer im richtigen Moment in die richtige Richtung dreht und sein Wurfgerät Richtung vorgegebenen Sektor schleudern kann.
Nach dieser schnellen Drehung kommt es wiederum auf den Gleichgewichtssinn des Werfers an, denn nachdem der Diskus geworfen wurde, muss sich der Sportler immer noch innerhalb des Kreises befinden. Damit dies auch gelingt, wird die Technik des "Umspringens" eingesetzt.
Dass bei einem so komplizierten Ablauf häufig Fehler passieren, ist klar. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Athlet mental gestärkt und voll konzentriert in den Wettkampf geht. Denn schon ein kleiner Fehler kann über Gültigkeit oder Ungültigkeit des Wurfes entscheiden.
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