13. Juli 2011
Die Spaltung und Neugründung des Dachverbandes IFSA Strongman Limited führte 2004 zu einem harten Konkurrenzkampf der Wettkampfausrichter untereinander. Hieraus ergab sich eine Neuorientierung bei den Wettkämpfen.
Ein Sprichwort sagt: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Der in diesem Fall der Zuschauer wäre. Doch meist ist es so, dass das Interesse an einem Streit nicht lange anhält. Und so kam es durch die Spaltung des Dachverbandes und die damit verbundenen konkurrierenden Wettkämpfe zu einem Imageverlust. Die Zahlen sanken auf Seiten der Zuschauer ebenso wie auf Seiten der Wettkampfteilnehmer. Grund hierfür war die Rivalität der Veranstalter untereinander, durch welche die Weltelite nicht mehr an allen Wettkämpfen teilnehmen konnte. Demzufolge sank die Konkurrenz unter den Athleten.
Während die IFSA eine offizielle Weltmeisterschaft, die sogenannte "IFSA Strongman World Championship" verkündete, gab es beim Rechte-Inhaber der Strongman Super Series einen Zusammenschluss mit dem WSM-Organisator Trans World International. Hieraus resultierte die neue Bezeichnung "WSM Super Series". Der Sieger dieser Wettkampfserie durfte sich "WSM Super Series World Champion" nennen. Und so werden seit 2008 zwei Qualifikationsturniere durchgeführt: das der IFSA und das der WSM. Auf beiden Veranstaltungen treten nationale sowie internationale Wettkämpfer an, die in eigenen Verbänden organisiert sind.
Da längst nicht mehr nur amerikanische Athleten brillierten, kümmerten sich auch internationale Organisationen um den Bekanntheitsgrad globaler Turniere. Die österreichische W.S.M.C. Federation rief den "World Strongman Cup" ins Leben, an dem auch WSM- und IFSA-Athleten teilnehmen durften. Die IFSA verweigerte diese Zusammenarbeit, was zu einer strikten Trennung der Wettkämpfe führte.
Seinem Namen Ehre hingegen macht immer noch die "Arnold Strongman Classic"-Veranstaltung, bei der Athleten beider Konkurrenten teilnehmen dürfen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, der seit 2002 während des Arnold Sports Festivals ausgetragen wird. Das Zusammentreffen aller Konkurrenten macht dieses Turnier besonders interessant. Im Vergleich behielten die Athleten der IFSA die Oberhand. Der Litauer Zydrunas Savickas gewann 6 Mal den Titel in Folge, während der WSM-Athlet Mariusz Pudzianowski lediglich einen dritten Platz im Jahr 2006 errang.
Doch immer noch geht es um spektakuläre Wettbewerbe, die den Zuschauern in Erinnerung bleiben. Sei es das seinerzeit eindrucksvolle Telefonbuchzerreißen, das Tragen von Fahrzeugkarossen oder das Aufrichten von Baumstämmen.
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