14. Juli 2011
Immer wieder diskutieren Kraftsportler darüber, welche Muskelgruppen bei unterschiedlichen Arten des Bankdrückens am meisten beansprucht werden. Besonders beim positiven und beim negativen Bankdrücken kommt es dabei zu Meinungsverschiedenheiten.
Jeder Kraftsportler stellt sich einen Trainingsplan zusammen, bei dem er Übungen gezielt auswählt, um bestimmte Muskelgruppen effektiv zu beanspruchen. Fest steht: Beim Bankdrücken wird die gesamte Brustmuskulatur aufgebaut. Doch welche Muskelgruppen profitieren von welcher Art des Bankdrückens am meisten?
Anatomisch gesehen unterteilt sich der Große Brustmuskel in den Oberen Brustmuskel, den Mittleren Brustmuskel und in den Unteren Brustmuskel. Deren Verbindung zum Oberarm stellt ein Bündel von Sehnen dar. Es handelt sich hierbei um eine Verbindung, die sich nicht einzeln aktivieren lässt. Also lässt sich nicht eine einzelne Muskelgruppe ansprechen, bei einem Reiz von außen reagieren alle Abschnitte der Brustmuskulatur gemeinsam. Ähnlich sieht es mit der inneren und äußeren Brustmuskulatur aus. Beide Muskelpartien verlaufen vom Schlüsselbein über das Brustbein und die Bauchmuskelhülle und enden im Oberarm. Auch hier führen Reize unweigerlich zu einer gemeinsamen Erregung beider Muskelpartien. Schlussfolgernd könnte davon ausgegangen werden, dass es gar nicht drei Arten des Bankdrückens geben müsste, sondern dass eine einzige Art alle Muskelgruppen so effektiv anspricht, dass sie innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden. Doch ganz so ist dem nicht.
Neben der Hauptmuskulatur verfügt der Körper über eine Hilfsmuskulatur, die bei jeder Übung unterschiedlich angesprochen wird. Während beim Schrägbankdrücken besonders der vordere Deltamuskel gefordert wird, wird beim Negativbankdrücken der Latissimus angesprochen. Ursächlich hierfür ist der unterschiedliche Winkel, der zwischen Oberarm und Rumpf aufgebaut wird. Beim klassischen Bankdrücken beträgt dieser 90 Grad. Beim Schrägbankdrücken ist er größer, beim Negativbankdrücken kleiner als 90 Grad. Untersuchungen ergaben, dass mehr Gewicht bewältigt werden kann, je kleiner dieser Winkel ist. Demzufolge kann beim Negativbankdrücken die größte Last bewältigt werden.
Eine hohe Maximallast ist Voraussetzung für ein optimales Trainingsergebnis. Da dieses, unabhängig vom Trainingszustand des Sportlers, immer auf einer negativ eingestellten Bank am höchsten ist, wird durch das Negativbankdrücken das optimalste Trainingsergebnis erzielt. Grundsätzlich aber trainieren alle Bankdrückübungen die gesamte Brustmuskulatur. Auf der flachen Bank ebenso wichtig wie auf der geneigten sind ein regelmäßiges Training, ein individueller Trainingsplan und die korrekte Ausführung der Übungen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
06.07.11 | |
![]() | SCHRäGBANKDRüCKEN |
11.01.11 | |
![]() | SCHRäGBANKDRüCKEN |
22.04.10 | |
![]() | SCHRäGBANKDRüCKEN |
31.01.10 | |
![]() | SCHRäGBANKDRüCKEN |
29.12.09 | |
![]() | SCHRäGBANKDRüCKEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schrägbankdrücken Forum

